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Arbeitsrecht | 05.12.2022

Arbeits­zeugnis

Muss mein Arbeitgeber immer ein gutes Zeugnis ausstellen?

Wohl­wollendes Zeugnis ist Pflicht

Arbeits­zeugnisse sind im Bewerbungs­prozess häufig weiterhin wichtig. Das Zeugnis soll das berufliche Fortkommen nicht unnötig erschweren. Wie gut muss es also ausfallen?

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Ein Arbeits­zeugnis sollte Berufstätige nicht daran hindern, in ihrer Karriere voran­zukommen. Das haben Gesetzgeber und Gerichte so festgelegt. Heißt das, ausscheidende Beschäftigte müssen mindestens ein gutes Zeugnis bekommen?

Zeugnis muss aber wohlwollend und wahrheitsgemäß sein

Nein. „Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, ein gutes Zeugnis auszustellen“, stellt Anke Marx, Juristin bei der Arbeits­kammer des Saarlandes klar. Das Zeugnis müsse aber wohlwollend und wahrheits­gemäß sein und dürfe das berufliche Fortkommen eines oder einer Beschäftigten nicht unnötig erschweren.

Kein Anspruch auf Schluss- oder Dankesformel

Hier ergibt sich für Arbeitgeber oft ein Spannungs­feld. Was, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiter wirklich keine guten Leistungen erbracht hat? Aus diesem Grund habe sich eine Zeugnis­sprache entwickelt, „die Leistungen und Verhalten von Arbeit­nehmern häufig ver­klausuliert beschreibt“, sagt Marx. Eine kurze Recherche im Internet oder Fach­literatur kann oft helfen, solche Formulierungen richtig zu übersetzen.

Unzulässige „Geheimcodes“ dürfen der Juristin zufolge aber nicht ins Zeugnis. Auch die tabellarische Form mit Schulnoten ist der Rechtsprechung zufolge unzulässig, wie das Bundes­arbeits­gericht in einem Urteil (Az. 9 AZR 262/20) entschieden hat. Dafür können Arbeitgeber auf Schluss- und Dankes­formeln verzichten, wenn sie möchten. Nach ständiger Rechtsprechung bestehe darauf in der Regel kein Anspruch, so Marx.

Besser als Wohlwollend“: Beweis vom Arbeitnehmer

Wer mit einem Zeugnis nicht einverstanden ist, kann es beim Arbeitgeber reklamieren. Ist es weiter inhaltlich nicht korrekt, „bleibt nach erfolgloser Reklamation nur die Klage“. Arbeitgeber müssten Bewertungen, die schlechter als „befriedigend“ sind, vor Gericht beweisen, erklärt die Rechts­expertin.

Wollen Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer hingegen eine bessere Note als „befriedigend“, ist es ihre Pflicht, vor Gericht zu beweisen, dass sie ein besseres Zeugnis verdient haben.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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