wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Reiserecht, Schadensersatzrecht und Verbraucherrecht | 10.10.2022

Natur­katastrophe

Nach Hurrikan „Ian“: Was Florida-Reisende jetzt wissen müssen

Pauschal­urlauber sollten im Zweifel den Reise­veranstalter kontaktieren

Bilder von Trümmer­bergen am Strand, von zerstörten Brücken und Häusern: Der Wirbelsturm hat eine Schneise des Schreckens durch Teile Floridas gezogen. An Urlaub ist da kaum zu denken.

Werbung

Hurrikan „Ian“ hat insbesondere in Teilen Floridas große Ver­wüstungen hinter­lassen und zahlreiche Todesopfer gefordert. US-Präsident Joe Biden sagte bei einem Besuch in der Region, dass der Wieder­aufbau Jahre dauern werde. Der Wirbelsturm hat auch Auswirkungen auf möglicher­weise geplante Reisen in den Bundesstaat. Florida ist bei deutschen Urlaubern insbesondere im Spätherbst und Winter ein beliebtes Urlaubsziel.

Südwestküste schwer getroffen

Sehr hart getroffen wurde die Gegend um Fort Myers und Cape Coral im Südwesten Floridas. Besucher werden gebeten, ihre Reisepläne in die Region vorerst auf Eis zu legen, teilt das Tourist Development Council des Lee Countys mit. Such- und Rettungs­einsätze dauerten an.

Die Sturmflut infolge des Hurrikans hat Gebäude und Infra­struktur stark beschäftigt oder zerstört, darunter Straßen und Brücken. Der Flughafen in Fort Myers läuft im eingeschränkten Betrieb. Die Inseln vor der Küste seien derzeit nicht vom Festland aus erreichbar. Die bei Urlaubern beliebte Küsten­stadt Naples südlich von Fort Myers wurde ebenfalls schwer getroffen.

Inseln, Strände, Brücken und Stadt­viertel würden wieder aufgebaut werden, hieß es. Wann der Tourismus hier aber wieder anlaufen könne, sei angesichts des Ausmaßes der Verheerungen noch nicht absehbar.

Miami, Orlando, Key West: Wo der Sturm glimpflicher ablief

Andere Regionen kamen glimpflicher davon. So meldete die Region um Bradenton im Süden der Tampa Bay, man sei vom Schlimmsten verschont worden. Die Strände seien wieder geöffnet. In und um Orlando haben die Themenparks Walt Disney World, Universal Resort, Seaworld und Legoland nach zwischen­zeitlicher Schließung wieder geöffnet.

Auch Miami und Miami Beach blieben nach Angaben des regionalen Tourismus­büros von schweren Sturmfolgen verschont. Auf der Inselkette Florida Keys sei die Infra­struktur intakt, hieß es vom Monroe County Tourist Development Council. Der Overseas Highway mit seinen 42 Brücken sei offen.

Wer genauere Informationen zu den einzelnen Regionen sucht, kann zum Beispiel auf die Website der Tourismus­agentur Visit Florida gehen. Dort werden auf einer Themenseite zum Hurrikan „Ian“ Updates der einzelnen Tourismus­büros (in Englisch) veröffentlicht.

Pauschal­urlauber, die bald nach Florida fliegen wollen und jetzt Sorgen haben, sollten im Zweifel den Reise­veranstalter kontaktieren. Kann die Pauschal­reise nicht oder nur eingeschränkt stattfinden, etwa weil Hotels geschlossen sind, informieren die großen Anbieter ohnehin darüber und bieten gegebenenfalls Routen­anpassungen, Umbuchungen oder Stornierungen an, so der Reise­verband DRV. Auch mehrere Reedereien mussten Kreuzfahrt­schiffe wegen des Sturms umleiten.

Werbung

Einschätzungen zu reiserechtlichen Fragen

Im Zusammenhang mit den Folgen des Hurrikans stellen sich reise­rechtliche Fragen. Bei einer geplanten Reise in die besonders schwer getroffene Region um Fort Myers haben Pauschal­reisende das Recht auf kostenlose Stornierung, sagt der auf Reiserecht spezialisierte Anwalt Paul Degott in Hannover. „Urlaub hat auch einen Er­holungs­zweck und den hat man nicht, wenn um einen herum die Folgen der Katastrophe spürbar sind.“

Im Gesetz ist von unvermeidbaren außergewöhnlichen Umständen am Bestimmungs­ort der Reise oder in dessen Nähe die Rede. Nur, was heißt Nähe? „Geografisch lassen sich keine Grenzen ziehen, wenn eine ganze Region erheblich beeinträchtigt ist“, sagt Degott. Doch auch wenn die Strände offen seien, man aber auf dem Weg Straßen­sperrungen und Schuttberge passieren müsse, habe man das Recht auf eine kostenfreie Stornierung, lautet die Einschätzung des Reise­rechtlers.

Wurden Kreuz­fahrten umgeleitet, etwa wegen Hafen­sperrungen oder aufgrund der Ver­wüstungen nicht möglichen Land­ausflügen, kann es womöglich Minderungs­ansprüche geben. Allerdings sei es schwer, diese zu berechnen, so Degott. Denn in dem Fall ist die Frage entscheidend: War der Ersatz für den nicht an­gelaufenen Hafen adäquat?

Schlechtere Karten haben Individual­reisende, die aufgrund der Natur­katastrophe jetzt von ihrem geplanten Florida-Trip Abstand nehmen wollen oder Änderungen planen. Ob Mietwagen­anbieter, Hotel oder Flüge: Sind die Angebote verfügbar - hat zum Beispiel das Hotel geöffnet - muss man für kostenfreie Stornierungen auf Kulanz hoffen. Degott sagt: „Wenn ich sowas selbst organisiert buche, trage ich selbst das Risiko.“

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9818