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Mietrecht | 13.06.2018

Verjährungs­fristen

Nach dem Auszug: Miet­unterlagen bis zum Ende der Verjährungs­frist aufbewahren

Vermieter kann auch noch drei Jahre nach dem Auszug Ansprüche aus Miet­verhältnis geltend machen

Nach dem Auszug aus der Wohnung werfen Mieter den alten Mietvertrag, die Betriebs­kosten­abrechnungen oder Zahlungs­belege besser nicht einfach weg.

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Zwar gibt es nach Informationen des Deutschen Mieter­bundes (DMB) keine gesetzlichen Bestimmungen oder Gerichts­entscheidungen, nach denen Mieter die Unterlagen über Monate oder Jahre aufbewahren müssen. Sinnvoll ist dies aber auf jeden Fall.

Ansprüche aus dem Mietverhältnis verjähren nach drei Jahren

Ansprüche aus dem Miet­verhältnis, zum Beispiel auf Miet­zahlungen oder Betriebs­kosten­nach­zahlungen, verjähren nach drei Jahren. Die Verjährungs­frist beginnt mit dem Ende des Jahres zu laufen, in dem der Anspruch entstanden ist. Das bedeutet, wer Mitte 2018 auszieht, kann theoretisch bis Ende 2021 mit Vermieter­forderungen konfrontiert werden. Da ist es wichtig, Mietvertrag, Betriebs­kosten­abrechnungen, Miet­erhöhungs­schreiben oder den Brief­wechsel zur Hand zu haben. Auch Zahlungs­belege und Konto­auszüge sollten längerfristig aufbewahrt werden. Bei einem Streit etwa darüber, ob und in welcher Höhe die Mietkaution gezahlt wurde, ist der Mieter beweis­pflichtig.

Ansprüche wegen unterlassener Renovierungsarbeiten oder Reparaturen verjähren bereits nach sechs Monaten

Dagegen dürfen Wohnungs­übergabe­protokolle, Rechnungen über Maler­arbeiten, Tapeten oder Farben eigentlich schon nach einem halben Jahr weggeworfen werden. Vermieter­ansprüche wegen unterlassener Renovierungs­arbeiten oder Reparaturen verjähren nach sechs Monaten. Allerdings sollte man laut DMB sicherheits­halber abwarten, bis der Vermieter die Mietkaution zurück­gezahlt hat. Erst dann ist man wirklich sicher, dass der Vermieter keine Forderungen mehr stellen wird.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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