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Arbeitsrecht | 29.12.2016

Elternzeit und Nebenjob

Nebenjob während der Elternzeit: Zustimmung des Arbeit­gebers ist erforderlich

Rechtlich sollte aber einiges beachtet werden

Während der Elternzeit ein paar Stunden nebenbei arbeiten - ist es mit dem Kind entspannter als gedacht, ist das für so manchen eine Option. Was ist dabei rechtlich zu beachten?

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Arbeitgeber muss Nebenjob genehmigen

Wer in der Elternzeit einen Nebenjob annehmen will, muss sich das vom Arbeitgeber genehmigen lassen. Darauf weist Hans-Georg Meier hin, Fachanwalt für Arbeits­recht aus Berlin. Den Antrag sollten Berufstätige spätestens vier Wochen vor dem Wunsch­beginn im Nebenjob stellen. Denn so lange hat der Arbeitgeber Zeit, darauf zu reagieren. Äußert er sich nicht, gilt das als Zustimmung.

Ablehnung nur aus wichtigen betrieblichen Gründen

Will der Arbeitgeber die Genehmigung verweigern, müsse er das schriftlich machen, erklärt Georg Meier, Fachanwalt für Arbeits­recht. Dafür braucht er allerdings wichtige betrieb­liche Gründe. Das kann zum Beispiel sein, dass jemand für die Konkurrenz arbeiten will. Ein Beispiel: Jemand ist bei einer Anwalts­kanzlei angestellt und will nun während der Elternzeit für eine andere Kanzlei tätig sein.

Ein weiterer Ablehnungsgrund wäre ein Loyalitätskonflikt

Andere Gründe sind, wenn der Mitarbeiter durch seinen Nebenjob in Loyalitäts­konflikte gegenüber seinem Arbeitgeber kommt. Ein Beispiel: Jemand arbeitet in einem Fitness­studio. Parallel übernimmt er einen Job bei einem Unternehmen, das für die Wartung der Geräte im Fitness­studio zuständig ist. Hier kann es einen Interessen­konflikt geben - das Fitness­studio ist an einer möglichst guten Wartung interessiert, der Wartungs­service möchte dagegen, dass sein Arbeits­einsatz nicht völlig aus dem Ruder läuft. Das könne ein Problem sein, sagt Georg Meier, Fachanwalt für Arbeits­recht.

Interesse des Arbeitgebers hat Vorrang

Möchte der Arbeitgeber, dass während der Elternzeit nicht für einen anderen, sondern für ihn gearbeitet wird, habe sein Interesse im Übrigen Vorrang, sagt Georg Meier, Fachanwalt für Arbeits­recht. Der Mitarbeiter kann in dem Fall aber wiederum Einwände geltend machen, wenn die Konditionen ganz andere sind - etwa, dass man sich im Nebenjob die Stunden völlig frei einteilen könnte, beim alten Arbeitgeber aber nicht.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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