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Mietrecht | 18.05.2022

Neben­kosten­abrechnung

Nebenkosten: Lieber nachzahlen statt Kündigung zu riskieren

Mieter sollten schon jetzt Geld anzusparen oder Alternativ bereits jetzt höhere Voraus­zahlung mit dem Vermieter vereinbar

Es ist schnell passiert, dass das Geld zum Monatsende knapp wird. Bleiben die Nebenkosten dabei unbezahlt, kann es für Mieter ungemütlich werden.

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Vielen Mietern graut es vor der Heiz­kosten­abrechnung im kommenden Jahr. Wie hoch wird die Nachzahlung oder die neue Abschlags­zahlung angesichts der rapide gestiegenen Gas- und Ölpreise werden?

Bei Nichtzahlung droht Kündigung

Wer die Abschlags­zahlung etwa für die Heizkosten gar nicht oder nur teilweise begleicht oder begleichen kann, dem droht die fristlose Kündigung. Das teilt der Deutsche Mieterbund (DMB) mit. Und zwar bereits dann, wenn die rück­ständige Summe mehr als eine Monatsmiete beträgt. Ob auch ein Versäumnis der 30-tägigen Zahlungs­frist für die Nebenkosten­nachzahlung zur Kündigung führen kann, ist nicht höchstrichterlich geklärt. Erste Urteile von Amts- und Land­gerichten legen den Verdacht aber nahe.

Etwaige Unklarheiten oder Fehler sollten dem Vermieter innerhalb der Frist unverzüglich angezeigt werden, teilt der DMB mit. Allerdings sollten Mieter die Rechnung zunächst unter Vorbehalt begleichen.

Sparen oder höhere Vorauszahlung vereinbaren

Laut DMB ist es daher ratsam, schon jetzt etwas Geld anzusparen, um im kommenden Jahr die Mehrkosten begleichen zu können. Alternativ könnte freiwillig bereits in diesem Jahr eine höhere Voraus­zahlung mit dem Vermieter vereinbart werden, um einer hohen Nachzahlung vorzubeugen.

Rat einholen

Wer sich einen Überblick über die möglichen Mehrkosten verschaffen möchte, kann zum Beispiel den Nach­zahlungs­rechner der Stiftung Warentest nutzen. Außerdem könnten Mieterinnen und Mieter sich bei ihrem Mieter­verein über staatliche Unterstützung erkundigen. Hilfe wie Wohngeld oder andere Zuschüsse könnten durch finanzielle Engpässe helfen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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