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Steuerrecht | 12.12.2019

Steuerrecht

Neues Jahr, neue Regeln: Das ändert sich für Steuer­zahler 2020

Die wichtigsten Änderungen im Steuerrecht im Überblick

Im Januar 2020 steigt das Wohngeld, Arbeit­nehmer in Mitarbeiter­wohnungen können Steuern sparen und der Grundfrei­betrag wird angehoben. Was sich sonst ändert.

Pünktlich zum Jahres­wechsel verändern sich einige Regelungen im Bereich Steuern. So können Arbeit­nehmer etwa eine höhere Verpflegungs­pauschale geltend machen, Steuer­zahler mit Kindern stehen höhere Frei­beträge zu und der Fiskus begünstigt die Alters­vorsorge.

Grundfreibetrag steigt

Ledige haben ab dem 1. Januar 2020 bei der Einkommen­steuer einen höheren Grundfrei­betrag. Bis zu 9.408 Euro bleibt das Einkommen steuerfrei. Das sind 240 Euro mehr als 2019, erklärt die Verbraucher­zentrale NRW. Für Verheiratete steigt der Betrag auf 18.816 Euro.

Kinderfreibetrag steigt ebenfalls

Auch der Kinder­freibetrag steigt auf 5.172 Euro - 2019 lag er noch bei 4.980 Euro. Eltern können diesen Freibetrag statt des Kindergelds erhalten. Das Finanzamt prüft bei Abgabe der Einkommen­steuer automatisch, welche Vergünstigung sich für Eltern mehr auszahlen. Das Kindergeld soll erst 2021 erneut steigen.

Sachbezüge: Zweckgebundene Geldleistungen entfallen

Grund­sätzlich können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Sachbezüge bis zu einem Wert von 44 Euro pro Monat kostenlos oder vergünstigt gewähren, ohne dass darauf Steuern anfallen. Ab dem 1. Januar 2020 fallen jedoch unter anderem Zweck­gebundene Geld­leistungen weg. Auch nach­trägliche Kosten­erstattungen etwa für eine Tank­quittung sind dann laut Bund der Steuer­zahler nicht mehr steuerfrei.

Ausnahme: Fahrtkosten auf Dienst­reisen dürfen Arbeitgeber weiterhin steuerfrei erstatten. Und auch für aufladbare Geschenk­karten fallen keine Steuern an, wenn der Chef diese zusätzlich zum normalen Arbeitslohn ausgibt. Voraussetzung ist: Der Beschenkte kann mit dem Gutschein und der Geldkarte nur Waren oder Dienst­leistungen kaufen.

Verpflegungspauschale: Erhöhung bei Abwesenheit von mehr als acht Stunden

Arbeit­nehmer, die aus beruflichen Gründen auswärts tätig sind, können sich ab 2020 über eine höhere Verpflegungs­pauschale freuen. Dauert die Abwesenheit mehr als acht Stunden, gibt es nun 14 Euro statt bisher 12 Euro. Ist der Beschäftigte den ganzen Tag, also 24 Stunden, unterwegs, gilt die neue Pauschale von 28 Euro. Bei mehr­tägigen Reisen steigt die Pauschale für den An- und Abreisetag um zwei Euro auf 14 Euro.

Der Arbeitgeber kann diese Beträge steuerfrei ersetzen. Oder der Arbeit­nehmer macht die Pauschale in seiner Steuer­erklärung als Werbungs­kosten geltend - so kann er das zu ver­steuernde Einkommen senken. Darauf weist die Verbraucher­zentrale NRW hin.

Höhere Umzugspauschale bei Wohnortwechsel aus beruflichen Gründen

Ab dem 1. März 2020 können Ledige, die aus beruflichen Gründen den Wohnort wechseln, pauschal 820 Euro absetzen - etwa für Schönheits­reparaturen in der vorherigen Wohnung. Ehepartner und eingetragene Lebens­partner können dann 1.639 Euro in ihrer Einkommen­steuer­erklärung angeben, erklärt der Bund der Steuer­zahler. Zusätzlich können sie etwa Kosten für den Makler oder den Transport der Möbel absetzen - wenn diese einzeln belegbar sind.

Werkswohnungen: Differenz zur ortsüblichen Miete bleibt steuerfrei

Wer von seinem Arbeitgeber eine günstige Wohnung gestellt bekommt, profitiert von diesem geldwerten Vorteil. Ab Januar 2020 gilt laut Verbraucher­zentrale NRW ein Bewertungs­abschlag: Arbeit­nehmer müssen den Vorteil dann nicht versteuern, wenn die Miete mindestens zwei Drittel des orts­üblichen Mietwerts beträgt. Bislang mussten sie die Differenz zur orts­üblichen Miete voll versteuern.

Freiwillige Steuererklärung bei geringen Einkünften kann sich lohnen

Nicht jeder ist verpflichtet, eine Einkommen­steuer­erklärung abzugeben - es lohnt sich aber für viele. Freiwillig ist dies nach Angaben des Bunds der Steuer­zahler für Menschen mit geringen Einkünften: etwa für Ledige, die 2020 einen Arbeitslohn von bis zu 11.900 Euro erzielen. Für Verheiratete steigt der Wert um 550 Euro auf 22.600 Euro.

Altersvorsorge: Bis zu 90 Prozent absetzbar

Wer für das Alter vorsorgt, kann bis zu 90 Prozent dieser Aufwendungen absetzen - nach Angaben des Bunds der Steuer­zahler berücksichtigt der Fiskus ab 2020 bei Alleinstehenden bis zu 22.541 Euro. Ehepaare und eingetragene Lebens­partner können dann zusammen 45.082 Euro steuerlich geltend machen. Der Fiskus zieht bei Arbeit­nehmern, die in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlen, von den Aufwendungen den steuer­freien Arbeitgeber­anteil ab.

Betriebsrente: Krankenkassenbeitrag kann entfallen

Wer eine Betriebs­rente erhält, muss darauf unter Umständen Kranken­kassen­beiträge zahlen. Ab 2020 fallen die Beiträge nur auf die Summe an, die über dem neuen Freibetrag von 159,25 Euro liegt - und nicht mehr auf die gesamte Rente. Darauf weist der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) hin.

Wohngeld: Staatliche Zuschuss wird angehoben

Ab 2020 haben mehr Menschen erstmals einen Anspruch auf Wohngeld - Schätzungen der Verbraucher­zentrale NRW zufolge betrifft dies etwa 180.000 Haushalte. Wohngeld bekommen Mieter mit geringem Einkommen sowie selbst­nutzende Eigentümer unter bestimmten Voraus­setzungen. Die Höhe des Wohngeldes hängt unter anderem vom Einkommen, der Miete und der Anzahl der Haushalts­mitglieder ab.

Ab 2020 steigt der staatliche Zuschuss für das Wohnen. Dadurch bekommt ein Haushalt mit zwei Personen nach Angaben der Verbraucher­schützer im Schnitt 190 Euro Wohngeld pro Monat - bislang lag der Zuschuss für dieses Fall­beispiel bei rund 145 Euro.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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