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Familienrecht | 03.04.2019

Ehe

Nicht nur die Liebe zählt: Irrtümer über die Ehe

Die wichtigsten Irrtümer im Überblick

In juristischer Hinsicht machen sich viele falsche Vorstellungen über die Ehe. Vor einer Hochzeit sollten sich daher Paare gut informieren.

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Nicht nur der Liebe wegen sagen Paare Ja zueinander. Eine Hochzeit bringt auch rechtliche und steuerliche Vorteile. Doch Irrtümer über die Ehe sind weit verbreitet.

Stimmt es, dass Ehepaaren alles gemeinsam gehört

Nein, einem Ehepaar gehört nicht automatisch alles gemeinsam. „Jeder behält sämtliche Vermögens­gegenstände, die er in die Ehe mit bringt“, erklärt Eva Becker. Die Berliner Fach­anwältin für Familien­recht ist Vorsitzende des Geschäfts­führenden Ausschusses der Arbeits­gemeinschaft Familien­recht im Deutschen Anwalt­verein. Auch Vermögens­gegenstände, die ein Partner während der Ehe unter seinem Namen erwirbt, sind sein Eigentum.

„Wird die Ehe geschieden, dann wird ein Zugewinn­ausgleich durch­geführt“, sagt Rechtsanwältin Eva Becker. Dabei geht es darum, einen Ausgleich zwischen den Vermögen der Ehepartner zu schaffen. Hintergrund ist, dass in der Regel beide Partner während der Ehe Vermögen erwirtschafteten und beide bei der Scheidung gleichviel von der Vermögens­steigerung, also dem Zugewinn, profitieren sollen.

Stimmt es, dass getrennte Konten auch Gütertrennung bedeuten?

„Das ist falsch“, sagt Dominik Hüren von der Bundes­notar­kammer in Berlin. Ob die Ehegatten getrennte Konten führen oder ein gemeinsames Konto einrichten, hat auf ihren Güterstand keine Auswirkungen. Gütert­rennung gilt nur dann, wenn die Eheleute dies in einem notariellen Ehevertrag vereinbart haben.

In Bezug auf die Trennung der jeweiligen Vermögen der Ehegatten bestehen zwischen der Gütert­rennung und der ohne Ehevertrag geltenden Zugewinn­gemein­schaft allerdings keine Unterschiede. In beiden Fällen bleiben die Vermögen der Ehegatten getrennt. Der Unterschied: Bei der Gütert­rennung erfolgt im Falle einer Scheidung keine Teilhabe an dem Vermögen des anderen Partners durch einen Zugewinn­ausgleich.

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Stimmt es, dass Partner immer gemeinsam für Schulden haften?

„Nicht unbedingt“, sagt Rechtsanwältin Eva Becker. Ehepartner haften nur dann gemeinsam, wenn sie auch gemeinsam Verträge unterschreiben - zum Beispiel für das Immobilien-Darlehen oder für die Finanzierung eines neuen Autos. Hat nur einer den Vertrag unter­schrieben, haftet der andere für die Schulden nur dann, wenn er eine Bürgschaft für seinen Partner übernommen hat.

Stimmt es, dass mein Partner bei finanziellen Engpässen meine private Rentenversicherung bedienen muss?

Nicht unbedingt. „Grund­sätzlich besteht im Rahmen des Familien­unterhalts mit Blick auf die Alters­vorsorge kein Anspruch auf eine individuelle, eigenständige Versorgung“, erklärt Dominik Hüren. Ausreichend ist, dass der erwerbstätige Ehepartner den künftigen Unterhalt des anderen Partners sichert. „Entscheidend ist nicht die rechtliche Ausgestaltung, sondern die Absicherung als solche“, betont Dominik Hüren. Ob ein Ehegatte für die private Renten­versicherung des anderen einstehen muss, hängt also vom jeweiligen Einzelfall ab.

Stimmt es, dass jeder Ehepartner verkaufen kann, was er will?

Im Prinzip ja. Eine Ausnahme gilt, wenn das Geschäft einen Vermögens­gegenstand betrifft, der nahezu das gesamte Vermögen des veräußernden Ehegatten ausmacht. Das kann vor allem bei einer Immobilie der Fall sein. Hierzu muss der Ehegatte die Zustimmung des Partners einholen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Vermögens­gegenstände vor oder nach der Hochzeit erworben wurden. „Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass ein Ehegatte der Familie ohne Zustimmung seines Partners die wirtschaftliche Basis entzieht“, erläutert Dominik Hüren. Zugleich dient das Zustimmungs­erfordernis dem Schutz des potenziellen Zugewinn­ausgleichs des Partners im Falle einer Scheidung.

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Stimmt es, dass ich gut versorgt bin, wenn dem Partner etwas zustößt?

„Das kommt drauf an“, sagt der Münchner Fachanwalt für Erbrecht, Paul Grötsch. Hat der verstorbene Partner eine Lebens­versicherung abgeschlossen, dann kann der Hinter­bliebene gut versorgt sein - vorausgesetzt, das letztendlich ausgezahlte Kapital ist hoch genug und der Hinter­bliebene ist im Versicherungs­vertrag als Bezugs­berechtigter genannt.

Unter bestimmten Voraus­setzungen hat der Hinter­bliebene Partner Anspruch auf eine Witwen- beziehungs­weise Witwerrente. „Um eine solche Rente zu bekommen, müsste die Ehe mindestens ein Jahr bestanden haben, nur in Ausnahme­fällen reicht auch eine kürzere Ehe“, erklärt der Geschäfts­führer des Deutschen Forums für Erbrecht.

Stimmt es, dass ich alles erbe, wenn mein Partner stirbt?

„Nein“, sagt Rechtsanwalt Paul Grötsch. Fehlt ein Testament, gilt die gesetzliche Erbfolge, die wiederum vom Güterstand abhängt. Bei der Zugewinn­gemein­schaft erbt der überlebende Ehegatte neben den Kindern die Hälfte des Vermögens des Verstorbenen, bei Gütert­rennung neben einem Kind ebenfalls die Hälfte, neben zwei Kindern ein Drittel sowie neben drei oder mehr Kindern nur ein Viertel.

Bei einer Zugewinn­gemein­schaft und bei einer Gütert­rennung gehört nicht jedem Ehegatten die Hälfte des beiderseitigen Vermögens. Die Vermögen bleiben trotz Ehe­schließung getrennt. „Nur im mittlerweile sehr seltenen Fall der Güterg­emeins­chaft gehört Grund­sätzlich jedem Ehegatten die Hälfte des Vermögens“, erläutert der Rechtsanwalt Paul Grötsch.

Auch wenn keine Kinder, aber Eltern, Großeltern oder Geschwister beziehungs­weise Nachwuchs der Geschwister vorhanden sind, erbt der Ehegatte nicht allein. Um solche Erben­gemein­schaften zu vermeiden, sollten Ehegatten unbedingt ein Testament aufsetzen und sich hierfür im Vorfeld von Fachleuten beraten lassen, rät Rechtsanwalt Grötsch.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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