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Versicherungsrecht | 10.04.2019

Gesundheits­fragen

Nur Ehrliche haben eine Chance: Für Gesundheits­fragen in der Berufs­unfähigkeits­versicherung Zeit nehmen

Versicherungs­nehmer müssen bei falschen Angaben immer mit Konsequenzen rechnen

Der Verlust der Arbeits­kraft bedeutet oft auch Einkommens­einbußen. Dieses Risiko lässt sich mit einer Versicherung gegen Berufs­unfähigkeit absichern. Wichtig dabei: Die Gesundheits­fragen sollten auf jeden Fall sorgfältig beantwortet werden.

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Fragen zur Gesundheit wahrheitsgemäß und gewissenhaft beantworten

Wer eine Berufs­unfähigkeits­versicherung - kurz BU - abschließen will, muss Fragen zu seiner Gesundheit beantworten. „Dabei müssen Sie ehrlich und möglichst vollständig Auskunft geben“, erklärt Peter Grieble von der Verbraucher­zentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Wichtig: „Nehmen Sie sich Zeit.“ Denn werden Fragen nicht vollständig beantwortet oder Krankheiten nicht genannt, kann die Versicherung die Leistung im schlimmsten Fall verweigern.

Rechnungen können bei der Versicherung angefordert werden

Privat Kranken­versicherte könnten bei ihrer Versicherung die Rechnungen der vergangenen zehn Jahre anfordern. So lange werden diese Daten dort meist gespeichert. „Die Versicherung sollte eigentlich bereit sein, Ihnen an dieser Stelle zu helfen“, sagt Peter Grieble. Bei gesetzlich Versicherten stehen in der Regel nur die Daten aus den zurück­liegenden 18 Monaten zur Verfügung. „Das ist aber vermutlich die Zeit, an die ich mich ohnehin am besten selbst erinnere.“

Bei Hausarzt und anderen Ärzten nach Krankenakten fragen

Daher sollten Verbraucher sich außerdem an ihren Hausarzt wenden und die Patienten­akte durchgehen. „Überlegen Sie auch, bei welchen Ärzten Sie in den vergangenen Jahren sonst noch waren“, rät der Verbraucher­schützer. Weil nicht alle Termine und Beschwerden in Erinnerung bleiben, kann vielleicht ein Blick in den Medikamenten­schrank helfen. „Vielleicht findet sich da ja noch ein altes, vergessenes Medikament“, sagt Peter Grieble.

Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in jungen Jahren kann sich lohnen

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung schützt Personen, die aufgrund einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr in ihrem Jobarbeiten können, vor den finanziellen Folgen. Es kann sich lohnen, bereits in jungen Jahren eine solche Police abzuschließen. Denn das Alter, in dem ein Kunde den Versicherungs­vertrag unterschreibt, kann sich stark auf die Höhe der Beiträge auswirken.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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