wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht | 12.02.2020

Social Media

Ob Facebook, Instagram oder Twitter: Darf der Arbeitgeber reinreden, wenn ich im Netz poste?

In bestimmten Fällen kann ein un­überlegter Post sogar zur Kündigung führen

Ob Facebook, Instagram oder Twitter - vielleicht liest auch der Arbeitgeber mit. Das kann Mitarbeitern aber doch eigentlich egal sein, oder?

Werbung

Schon so manchem Arbeitgeber ist es passiert: Ein Mitarbeiter hat mit einer unbedachten Äußerung in den sozialen Netzwerken eine Negativ-Welle ins Rollen gebracht. Aber darf der Arbeitgeber reinreden, wenn Mitarbeiter auf sozialen Netzwerken aktiv sind?

Arbeitsplatz oder Freizeit ist entscheidend

Grund­sätzlich müsse man zwei Szenarien unter­scheiden, erklärt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. Wie ist das Verhalten der Mitarbeiter am Arbeits­platz, und was machen sie in der Freizeit? „Der Arbeitgeber kann zum Beispiel regeln, dass Arbeit­nehmer während der Arbeitszeit nicht auf ihrem Smartphone rumdaddeln dürfen.“

Genauso kann er verbieten, dass die Arbeit­nehmer die Ressourcen ihres Arbeit­gebers, also etwa den PC, für Social-Media-Aktivitäten nutzen. Daneben hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, zu regeln, dass Arbeit­nehmer etwa keine Betriebs­interna verraten dürfen - das gilt dann natürlich auch für soziale Medien.

Beleidigungen und Diskriminierungen sind tabu

Der zweite Bereich betrifft die Frage: Was darf ein Arbeit­nehmer eigentlich während seiner Freizeit? „Da kann man sagen: Der Arbeitgeber kann hier dem Grunde nach keine Einschränkungen vornehmen, das Arbeits­verhältnis wirkt nicht in das Privatleben hinein.“

Arbeit­nehmer dürfen ihren Arbeitgeber aber auch in der Freizeit nicht beleidigen: Ein Azubi, der seinen Ausbildungs­betrieb auf Twitter als „Menschen­schänder“ bezeichnet, muss mit einer Abmahnung oder sogar Kündigung rechnen. „Es ist aber immer eine Einzel­fall­entscheidung, ob es zu einer Kündigung kommt“, erklärt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin.

Daneben gilt: Wenn sich das Freizeit­verhalten auf berechtigte betrieb­liche Interessen auswirkt, kann der Arbeitgeber dies im Arbeits­vertrag regeln. „Entsprechend kann es dann als Pflicht­verstoß gelten, wenn ein Arbeit­nehmer zum Beispiel Geschäfts­geheimnisse und schützens­werte Betriebs­interna in den sozialen Netzwerken preisgibt.“ Aber: Nicht jede Geschmack­losigkeit hat automatisch arbeits­rechtliche Konsequenzen.

Werbung

Social Media als berufliche Pflicht

Auf der anderen Seite können Arbeitgeber Mitarbeiter aber auch dazu verpflichten, Social Media zu nutzen. „Das ist Teil des Weisungs­rechts des Arbeit­gebers.“ Einer HR-Managerin etwa kann der Arbeitgeber auftragen, das Unternehmen auf unterschiedlichen Plattformen oder Karriere­netz­werken vorzustellen.

Voraussetzung ist aber, dass zwischen den Tätigk­eiten des Arbeit­nehmers und der Nutzung von Social Media ein inhaltlicher Bezug besteht. „So kann der Arbeitgeber eine Buch­haltungs­kraft wohl nicht auftragen, Stellen­anzeigen über ihr Profil auf Facebook zu posten.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 2 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#7215

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d7215
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!