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Steuerrecht | 09.07.2018

Weiter­bildungs­kosten

Ob Sprachkurse oder IT-Kurse: Weiter­bildungs­kosten können Steuerlast mindern

Fort­bildungs­kosten sind von der Steuer absetzbar, wenn ein Zusammenhang zwischen Beruf und der Weiter­bildung besteht

Weiter­bildungen sind gut für die Karriere. Die Kosten für entsprechende Kurse lassen sich steuerlich absetzen. So beteiligt sich das Finanzamt zum Beispiel an Sprach­kursen. Aber gilt das auch, wenn der Kurs im Ausland stattfindet?

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Fort­bildungen für Arbeit­nehmer gibt es viele. Dient die Weiter­bildung der Sicherung und Erhaltung der Einnahmen aus nicht­selbst­ständiger Arbeit, beteiligt sich auch das Finanzamt an den Kosten. Die Ausgaben können als Werbungs­kosten die Steuerlast mindern. Abgesetzt werden können Kurs­gebühren, Fahrtkosten, Über­nachtungs­kosten und weitere Kosten, zum Beispiel für Fachbücher oder Unterrichts­material.

Voraussetzung für den steuerlichen Vorteil

Es muss ein Zusammenhang zum Beruf vorhanden sein. Fehlt die Berufs­bezogenheit, werden die Ausgaben als Kosten der Lebens­führung steuerlich nicht berücksichtigt. Am einfachsten ist es, wenn der Arbeitgeber bescheinigt, dass die Weiter­bildung beruflichen Erfordernissen dient, etwa weil der Arbeit­nehmer zukünftig ins Ausland versetzt wird und daher einen Sprachkurs absolviert. Der Steuer­pflichtige muss zudem seine Teilnahme am Unterricht nachweisen.

Voraussetzungen für die Anerkennung der Kosten einer Weiterbildung im Ausland

Findet der Sprachkurs im Ausland statt, entstehen oft zusätzliche Aufwendungen, zum Beispiel für die Anreise. Das Finanzamt prüft in diesem Fall im Rahmen einer Gesamt­würdigung, ob in Bezug auf die Ortswahl eine sogenannte private Mitveranlassung vorliegt. Eine Rolle spielt hierbei zum Beispiel ob der Veranstaltungs­ort in einem typischen Ferien­gebiet liegt, in welcher Jahreszeit der Kurs stattfand und wie die unterrichts­freien Tage gestaltet wurden.

Liegt eine private Mitveranlassung vor, werden Kosten, die nicht direkt zuzuordnen sind, aufgeteilt. Ist ein sach­gerechter Aufteilungs­maßstab nicht möglich, kann ein hälftiger Werbungs­kosten­abzug sämtlicher mit dem Sprachkurs verbundenen Reisekosten in Betracht kommen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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