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Internetrecht, Medienrecht und Urheberrecht | 26.09.2022

Streaming

Offline als Funktion: So geht Streamen ohne Internet - Was ist rechtlich zu beachten?

Wie das klappt, was es kostet - und was verboten ist

Unterwegs per Smartphone Musik hören oder Filme schauen, ganz ohne Lade­probleme. Die Offline-Funktion vieler Streaming­anbieter macht es möglich.

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Er ist so unbeliebt, dass er nicht mal einen Namen hat: der kleine, rotierende Kreis in der Mitte des Bildschirms, der beim Nachladen von Videos zu sehen ist. Buffer Icon nennt man ihn auf Englisch. Wer unterwegs auf Streaming­dienste oder Mediatheken zugreift, kennt ihn not­gedrungen. Aber: Mit einer Offline-Funktion lässt sich Lade- und Warterei oftmals umgehen.

Streamen ohne Internet

Medien­inhalte aus Online­angeboten offline zu nutzen, ist unkomplizierter als es sich anhört. Fast alle Streaming­anbieter setzen in ihren Apps auf die Funktion, Inhalte zwischen­zuspeichern und später ohne Internet­verbindung abrufen zu können.

Das nutzen nicht nur Pendler, sondern „gerade auch Eltern, die vor Reisen Inhalte für ihre Kinder auf Tablet oder Smartphone laden“, sagt eine Sprecherin des für die ARD-Mediathek zuständigen SWR. Die Vorteile lägen auf der Hand, meint der Münchner Streaming-App-Experte Maximilian Reichlin: „Durch das Feature lassen sich Filme und Serien auch dann genießen, wenn die Verbindung schlecht ist oder stark schwankt, beispiels­weise in Haushalten mit mäßigem Empfang oder unterwegs.“

Wenn jemand eine Reise tut...

Gerade bei längeren Reisen ist eine entsprechende Vorbereitung sinnvoll. Schließlich können die Download­zeiten je nach Internet­verbindung variieren. Für den Marburger Medien­wissenschaftler Prof. Gerd Hallen­berger ist das jedoch kein Problem: „Was macht es schon, ob es 5 oder 25 Minuten dauert, einen Film herunter­zuladen, wenn ich ihn ohnehin erst später sehen will?“ Fällt einem das aber erst kurz vor der Abreise ein, kann es eng werden.

„User sollten beim Speichern darauf achten, die Funktion nur mit aktiver WLAN-Verbindung zu nutzen, da sonst die mobilen Daten verbraucht werden“, rät Maximilian Reichlin. Und dass das mobile Daten­volumen geschont wird, sei ein wichtiger Vorteil der Offline-Funktion. Je nach Tarif schützt sie mitunter sogar vor weiteren, ungewollten Kosten.

Apropos: Die Offline-Funktion ist nicht immer umsonst. „Vor allem im Musik­streaming mit werbe­finanzierten Freemium-Modellen ist so eine Funktion ein Anreiz, auf ein bezahltes Konto umzusteigen“, sagt Reichlin. So wirbt Spotify-Konkurrent Deezer: „Keine Internet­verbindung? Kein Problem.“ Auch bei Youtube und anderen Video­streaming-Anbietern mit einem Gratis-Angebot ist das Offline-Feature zahlenden Kunden vorbehalten.

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Drin oder nicht drin?

In den öffentlich-rechtlichen Mediatheken-Apps von ARD, ZDF, Arte oder auch 3sat ist die Funktion dagegen kostenlos. Und bei Streaming­anbietern à la Netflix oder Disney+ gibt es ohnehin keine freien Inhalte, die Offline-Funktion gehört zum Abo.

Herunter­geladene Inhalte von Streaming-Anbietern oder Mediatheken sind aber nicht ewig verfügbar. „Anders als bei einem vollständigen Download kann ein Inhalt hier nur innerhalb einer App geschaut werden“, erklärt Rechtsanwalt Christian Solmecke. Dann kommt es darauf an, wie lange die jeweiligen Lizenzen laufen.

Auch die öffentlich-rechtlichen Mediatheken können viele ihrer Inhalte nur für eine gewisse Verweil­dauer anbieten. Danach verschwindet der jeweilige Inhalt aus der Offline-Bereit­stellung. Und überhaupt ist nicht alles offline verfügbar. „beispiels­weise im Sport ist das nicht immer möglich“, erklärt ein ZDF-Sprecher. „Da haben es Plattformen wie Netflix oder Disney+ leichter, weil sie großteils auf eigene Inhalte setzen“, sagt Maximilian Reichlin.

Die Sache mit dem Speicher

Der Neigung vieler Nutzerinnen und Nutzer zum Horten von Inhalten zum Trotz: Gespeichertes, das verfügbar ist und bleibt, sollte irgendwann auch wieder „entsorgt“ werden. Reichlin rät zum regel­mäßigen Aufräumen der Download-Listen. In der ARD-Mediathek gibt es auf Android-Geräten system­bedingt eine Begrenzung auf 50 Offline-Inhalte.

Der Sammeldrang bei Audio- und Video-Material ist nichts Neues: „Schon zur Zeit der VHS-Kassette wurden die meisten Aufnahmen nie gesehen“, sagt Prof. Hallen­berger. Im Vergleich zum Videoband hätten sich die technischen Möglichkeiten aber deutlich verbessert: „Speicher­volumen ist heute sehr kostengünstig zu erwerben.“

Doch nicht alles lässt sich mit SD-Karten oder USB-Sticks regeln. So ist beispiels­weise in der ARD-Mediathek, aber auch in vielen anderen Apps das Verschieben der Daten vom internen Speicher des Geräts auf ein externes Speicher­medium nicht möglich.

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Wie steht es um dauerhafte Downloads?

Da könnte man auf die Idee kommen, die Inhalte mit spezieller Software oder Browser-Add-ons dauerhaft herunter­zuladen. Das ist aber aus rechtlicher Sicht bedenklich. „Die Legalität hängt primär davon ab, ob sich die Nutzer auf ihr gesetzliches Recht auf Privatkopie berufen können“, sagt Anwalt Solmecke. „Das ist aber nicht möglich, wenn zum Download eine wirksame technische Schutz­maßnahme umgangen wird.“

Dazu gibt es im Internet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, speziell auf die Inhalte der Mediatheken bezogen. „Bislang landen diese Fälle nicht vor Gericht, weil die Sender den Download scheinbar dulden“, sagt Solmecke.

Der ARD zufolge ist das auch dem Umstand geschuldet, dass die Inhalte barrierefrei und nicht nur mit der neuesten Technik zugänglich sein müssen, wodurch sich private Mitschnitte nicht ganz verhindern ließen. „Das gelingt selbst Netflix oder Spotify nicht“, so die SWR-Sprecherin.

Trotzdem: Herunter­geladene Inhalte sind nicht für die Ewigkeit. Wahrscheinlich sollte man sich damit abfinden. Auch wenn das einem inneren men­schlichen Drang entgegensteht: „Abgesehen von Funk­löchern und Daten­volumen geht es vor allem um von Jugend auf gelernte Konzepte von Besitz und Verfügb­arkeit“, sagt Prof. Hallen­berger. Und natürlich um die tiefe Angst vor dem Buffer Icon.

Downloads sind besser für die Umwelt

Die Offline-Funktion hat auch einen Nach­haltigkeits-Aspekt, erklärt etwa der Nabu. Das Speichern von Inhalten übers WLAN und deren spätere Offline-Nutzung ist energie­sparender, als die Inhalte über eine Mobilfunk-Internet­verbindung zu streamen. Zudem gilt: Es ist besser, oft genutzte Inhalte zu speichern, statt sie immer wieder neu zu streamen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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