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Internetrecht, Kaufrecht und Vertragsrecht | 22.10.2021

Online-Handel

Online-Handel: Bei Möbelkauf im Netz genau hinschauen

Worauf man achten sollte

Ein geräumiger Schrank oder ein schickes Sofa sind im Netz mit wenigen Klicks gefunden. Das lockt zum schnellen Kauf. Doch Stopp: Damit daraus kein Dauer­problem wird, sollte man diese Tipps befolgen.

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Wer sich den Weg ins nächste Möbelhaus sparen möchte, kann den neuen Kleider­schrank oder das größere Bett längst auch im Internet bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Eine bequeme Sache, wenn alles gut geht.

Vorsicht bei Anbietern aus dem europäischen Ausland

Oft landet man bei der Online-Suche nach neuen Möbeln auf den Webseiten von Anbietern aus dem europäischen Ausland. Hier sollte man vor dem Kauf aber ganz genau hinschauen, denn es lauern Fallstricke, warnt das Europäische Verbraucher­zentrum Deutschland.

Die Verbraucher­schützer berichten von Beschwerden über schlechten Kunden­service, massive Liefer­verzögerungen, fehlerhafte Ware oder verweigerte Rück­zahlung. Worauf gilt es zu achten?

Widerruf und Rücksendung

Ein sperriges Möbel­stück zu versenden, das kann ins Geld gehen. Was ist also, wenn einem das gelieferte Sofa nicht gefällt? Welche Kosten bei einer Rück­sendung fällig werden, sollte man darum vorher klären.

Ebenso gilt es zu prüfen, wie es mit der Wider­rufs­frist aussieht. Vorgeschrieben sind 14 Tage. Manche Händler bieten laut dem Verbraucher­zentrum ein längeres Widerrufs­recht an. Vorsicht: Bei individuell nach Kunden­wunsch zusammen­gestellten Möbeln kann der Widerruf ausgeschlossen sein.

Zahlungsart

Auf der sicheren Seite ist man mit Zahlungen per Kreditkarte oder Lastschrift, so die Verbraucher­schützer. Der Grund dafür: So kann man Abbuchungen noch im Nachhinein widersprechen. Wichtig ist, die Wider­spruchs­fristen seiner Bank zu kennen und zu beachten.

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Frist setzen

Einfach so vom Kaufvertrag zurück­treten, wenn das Möbel nicht innerhalb des vorher angegebenen Zeitraums geliefert wird? Scheint naheliegend, ist jedoch nicht möglich. Vorher müsse man dem Anbieter zwingend eine Frist setzen, innerhalb derer er das Möbel­stück liefern soll, so die Experten. Hält er diesen Termin nicht ein, kann man vom Vertrag zurück­treten und die volle Kosten­rücker­stattung verlangen.

Lieferzeiten

Teilweise haben Online-Möbel­händler kein eigenes Lager. Das heißt, sie bieten die Ware zwar an, doch geliefert wird sie nach dem Kauf von einem anderen Unternehmen. Das Problem an diesem Geschäfts­modell namens „Drop­shipping“: Teilweise sitzen die liefernden Firmen nicht in der EU, sondern etwa in China. Das könne bei Problemen die Rückgabe und Erstattung des Kaufpreises erschweren, so die Verbraucher­schützer.

Was tun? Es hilft nur, sich im Vorhinein schlau zu machen, woher die Ware eigentlich kommt. Wenn das nicht möglich ist, lässt man im Zweifel lieber die Finger vom Kauf.

Erfahrungsberichte lesen

Hat alles reibungslos geklappt? Entsprachen die Möbel den Vorstellungen der Käufer? Erfahrungen anderer Kundinnen und Kunden sind eine Menge wert, um die Seriosität und Qualität eines Anbieters abzuschätzen. Der Rat der Verbraucher­schützer: Am besten auf mehreren Bewertungs­portalen lesen und nicht nur den Rezensionen auf der Seite des Anbieters vertrauen. Die sind oft zu schön, um wahr zu sein.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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