wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Internetrecht, Reiserecht und Verbraucherrecht | 02.02.2017

Reise­portale

Online Reisebüros und Vergleichs­portale: Mit wenigen Klicks zur Traumreise

Doch als Verbraucher sollte man einiges beachten

Große Reise­portale und Vergleichs­seiten werden immer beliebter. Das Versprechen ist verlockend: Flüge, Hotels und Pauschal­reisen mit wenigen Klicks zum besten Preis. Doch es ist komplizierter.

Werbung

Im Internet Urlaub buchen zu wollen, kann zu Verwirrung führen. Große Reise­veranstalter zum Beispiel investieren zur besten Sendezeit Millionen in das angeblich so unverwechselbare Produkt ihrer Marke im Fernsehen - und verkaufen auf ihren Webseiten die Reisen der Konkurrenz mit. Online-Reisebüros (OTAs) wie Expedia versprechen als digitale Bauchläden alles zum angeblich günstigsten Preis - was gar nicht sein kann. Und Vergleichs­portale wie Trivago oder Kayak zeigen als Netzpfad­finder das Gesuchte zwar in hübschen Treffer­listen an, leiten zum Buchen selbst aber woanders hin. Und doch hängt alles irgendwie zusammen.

Beratung im Netz eher schlecht

Ob Digital Native oder Rentner mit einem Faible für Facebook: Wer auf Nummer sicher gehen will, im Netz keine böse Überraschung zu erleben, muss ein paar Dinge wissen. Das Wichtigste: „Dem Internet­auftritt sollte eindeutig zu entnehmen sein, wer die angebotene Reise­leistung erbringt und für eventuelle Mängel haftet“, sagt Rechtsanwältin Beate Wagner von der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen.

Und man sollte wirklich vorher wissen, was man will. Denn wer Fragen zu seiner Reise hat, muss sich im Internet auf eine Enttäuschung gefasst machen. Bei Pauschal­reisen ist die Beratung im Netz meistens schlecht. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die 14 Portale geprüft hat (Ausgabe 1/2017). Die Anbieter seien zwar telefonisch oder per E-Mail schnell erreichbar, können aber oft selbst einfache Nachfragen nicht beantworten.

Kunden bewerten Buchungsprozesse positiv

Michael Buller vertritt als Chef des Verbands Internet Reise­vertrieb (VIR) die Online-Reisebüros und kontert: 97 Prozent aller Kunden bewerteten laut aktuellen Studien den Buchungs­prozess auf einem Reiseportal positiv, sagt er. „Nicht umsonst buchen bereits 43 Prozent aller Menschen ihre Ferien im Netz. Tendenz steigend.“

Buller weiß allerdings auch, dass es schwarze Schafe gibt. „Wenn sich der Preis einer Reise von Buchungs­schritt zu Buchungs­schritt verteuert, dann heißt es sofort runter von der Seite“, rät er. Denn vom ersten Schritt an muss der Endpreis angezeigt werden. Auch dürfen keine Zusatz­leistungen wie Versicherungen voreingestellt sein. Und es muss mindestens ein kostenloses Zahlungs­mittel angeboten werden.

Werbung

Vorsicht bei Vertragspartnern im Ausland

Doch liegt auch hier der Teufel im Detail. Vermittelt zum Beispiel ein deutscher Online-Anbieter ein Ferienhaus im Ausland, wird der Haus­eigentümer der Vertrags­partner. „Dieser hat seinen Sitz in der Regel im Reiseland, der Vertrag unterliegt also dem Recht des jeweiligen Landes“, erklärt Beate Wagner. Bei Mängeln sein Recht im Ausland durch­zusetzen, ist sehr schwierig und meist nicht lohnend.

„Ist der Anbieter des Ferien­hauses jedoch ein Reise­veranstalter in Deutschland, wird er der Vertrags­partner - mit allen Rechten und Pflichten“, erklärt Wagner. „Dabei spielt es keine Rolle, ob er sich als Vermittler bezeichnet.“

Im Internet gilt eben nicht: Ein Anbieter ist ein Anbieter ist ein Anbieter

Michael Buller betont aber, dass jeder Player seine Aufgabe hat, etwa das Online-Reisebüro (OTA). „Es füllt sein Regal mit Produkten, von denen es meint, dass sich damit Geld verdienen lässt. Wie ein klassisches Reisebüro. Wer mehr als die voreingestellten Produkte sehen will, muss zu einem Vergleichs­portal.

“Ein solches Portal ist zum Beispiel Kayak mit anderthalb Milliarden Such­anfragen jährlich auf 40 internationalen Websites in 20 Sprachen quasi eine Super­such­maschine über alle OTAs, Flugportale und Hotelseiten hinweg. Es sortiert die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien und bringt im ersten Schritt erst einmal nur Struktur in das unüberschaubare Angebot an Reise­dienst­leistungen.

„Wir sind weder Anbieter noch Verkäufer. Unsere Kern­kompetenz ist es, zu vergleichen sowie Funktionen anzubieten, die die Planung und Organisation von Reisen vereinfachen“, sagt Julia Stadler-Damisch, bei Kayak verantwortlich für Deutschland und die Schweiz. Wer dann einen passenden Flug, Hotel oder Mietwagen gefunden hat, wählt im zweiten Schritt aus, über welches Portal die Buchung erfolgen soll -und wird dann dorthin weiter geleitet.

Werbung

Ergebnisse unabhängiger aufbereitet

Vergleichs­portale wie Kayakoder auch Trivago verdienen ihr Geld über entsprechende Provisionen. Vergleichs­portale bieten gegenüber OTAs einen Vorteil: Sie bereiten die Ergebnisse unabhängiger auf. Besonders mit Blick auf den Preis wird der Unterschied schnell deutlich: Während Buchungs­portale und Airline-Websites viel Geld mit Zusatz­leistungen verdienen, zeigen gute Vergleichs­seiten die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern auf. „Wir zeigen zum Beispiel übersichtlich an, ob Gebühren bei der Zahlung mit einer bestimmten Kreditkarte anfallen oder welche Kosten für Gepäck erhoben werden“, sagt Stadler-Damisch. Auf diese Weise vergleichen Reisende nicht Äpfel mit Birnen.

Reisemarkt im Internet ist sehr schnelllebig

Mit dem Werbe­versprechen, immer den günstigsten Preis zu finden, ist es aber auch hier so eine Sache. Es komme vor, dass Endpreise von dem eingangs angezeigten Preis abweichen, räumt Buller ein. Denn der Reisemarkt im Internet ist sehr schnelllebig. „Bei Flugtickets, Hotel­zimmern und Mietwagen ändern sich ständig Kontingente und Angebote“, sagt der VIR-Chef. Preise in den Buchungs­systemen werden fortlaufend aktualisiert, das passiert teils in Sekunden. „Es kann also sein, dass ein Angebot bereits ausverkauft ist, bevor es überhaupt noch einmal erfasst wird“, sagt Michael Buller.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#3752

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d3752
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!