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Internetrecht, Kaufrecht, Verbraucherrecht und Vertragsrecht | 29.06.2020

Immobilien­finanzierung

Per Video­beratung zur Immobilien­finanzierung

Die Video­beratung als Alternative zur klassischen Beratung

Die Corona-Krise beschleunigt den digitalen Wandel. Kunden müssen nicht mehr in die Filiale gehen, um sich über eine Immobilien­finanzierung beraten zu lassen. Der Berater kommt per Video ins Haus.

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Wer eine Immobilien­finanzierung sucht, geht meist in die Bankfiliale. „Ein Immobilien­kredit ist ein komplexes Produkt mit viel Erklärungs­bedarf“, sagt Michael Herte von der Verbraucher­zentrale Schleswig-Holstein. „Zwar gibt es schon seit einigen Jahren für Kunden zahlreicher Banken die Möglichkeit, online Fragebögen dazu auszufüllen. Aber die letzten Feinheiten wurden dann doch im persönlichen Gespräch in der Bank geklärt.“

Persönlicher Besuch hat Vorteile für Banken

Für die Institute hat ein persönlicher Besuch des Kunden in der Filiale seine Vorteile. Er bietet der Bank die Möglichkeit, den Kunden zu beeindrucken. Dazu gehören einige psychologische Tricks. Der Bank­mitarbeiter erscheint gut gestylt mit Krawatte in einem auf­geräumten Büro. Er lässt den Kunden ein paar Minuten warten, das erhöht die Spannung. „Mit solchen Kniffen wird im Vertrieb gerne gearbeitet“, weiß Michael Herte. „Sie zeigen durchaus Wirkung, es lassen sich bessere Verkaufs­ergebnisse erzielen.“

All das geht nicht mehr, wenn die Beratung ausschließlich am Computer stattfindet. Da spielt es kaum eine Rolle, wie das Büro in der Bank oder das Homeoffice des Mitarbeiters aussieht. Entscheidend sind die reinen Informationen und Fakten. „Für den Kunden hat das durchaus Vorteile“, so Michael Herte.

Schub durch Corona-Krise

Die Corona-Krise, vor allem die Zeit der Kontakt­beschränkungen, gab dem Ausbau der digitalen Kanäle einen ordentlichen Schub. Fabian Nadler vom Digital­verband Bitkom stellt fest, dass nach Angaben der Unternehmen die digitale Beratung stark angestiegen ist. „Und wir rechnen damit, dass dieser Trend nachhaltig ist, sich also auch nach der Pandemie fortsetzt.“

Auch das Vergleichs­portal Check24, das Bau­finanzierungs­produkte zahlreicher Anbieter im Blick hat, beobachtet diese Entwicklung. „Die Kunden nehmen das Angebot gern an. Im Vergleich zum Vorjahres­zeitraum hat sich die digitale Beratung teilweise verdoppelt“, sagt Ingo Foitzik von Check24. „Auch nach Lockerung der Einschränkungen, als die Kunden wieder in die Filialen gehen konnten, lagen die Zahlen nach einem kurzen Rückgang schnell wieder hundert Prozent über dem Vorjahres­zeitraum.“

„Wer einmal das Online-Banking ausprobiert und verstanden hat, wird nicht wieder in die analoge Welt wechseln“, glaubt Fabian Nadler. „So ähnlich ist das auch bei der digitalen Bank­beratung. Wird sie gut gemacht, ist sie sogar besser und effizienter als das persönliche Gespräch in der Filiale.“

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Kunden füllen Fragebogen aus

Und so geht es: Nachdem der Kunde seine Eckdaten zum Finanzierungs­vorhaben in einen Online-Fragebogen eingegeben hat, vereinbart er einen Termin mit einem Mitarbeiter des Geld­instituts, der ihn über den gesamten Prozess begleitet. „Der Kunde bekommt telefonisch einen neun­stelligen PIN-Code mitgeteilt, mit dem er dann Zugang zum Screen­sharing erhält. Dafür muss er keine Software herunterladen, wir schicken ihm nur einen Link“, erklärt Foitzik. Der Kunde braucht also nur einen Computer, ein Telefon und einen Internet­zugang, um diesen Service in Anspruch nehmen zu können.

„So oder ähnlich funktioniert es bei vielen Unternehmen„, sagt Fabian Nadler. Der Kunde kann von seinem Computer, Laptop oder Smartphone aus allen Details zur Bau­finanzierung mit dem Berater durchgehen. Es ist möglich, mehrere Finanzierungs­varianten durch­zuspielen oder Sonder­tilgungen zu vereinbaren. „Diese Videochats dauern manchmal länger als die Beratung per Telefon oder in der Bank, sie sind aber oft effektiver, weil weniger Folge­beratungen vereinbart werden müssen.“

Ein großer Vorteil der digitalen Beratung ist die zeitliche Flexibilität. Statt nach Feierabend noch in die Stadt zur Bank zu fahren, kann der Kunde den Termin so legen, wie es ihm und seiner Familie passt. „Es gibt sogar die Möglichkeit, zwei Darlehens­nehmer für denselben Kredit gleich­zeitig zu beraten, auch wenn sie nicht zusammen vor dem Computer sitzen“, so Ingo Foitzik.

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Verbraucher haben Anspruch auf Informationen

Ein wichtiges Thema ist der Datenschutz. „Banken müssen aufgrund neuer Vorschriften das Gespräch aufzeichnen.“, betont Fabian Nadler. „Sie müssen sich aber selbstverständlich auch online an die Datenschutz­vorgaben halten.“

„Zu beachten ist ebenfalls, dass die Darlehens­verträge formal korrekt geschlossen werden“, sagt Michael Herte. „Verbraucher haben Anspruch auf verpflichtende Informationen wie die Angabe der Darlehens­höhe, des effektiven Jahres­zinssatzes, einen Tilgungs­plan oder den Hinweis auf das Widerrufs­recht.“

Abschluss der Verträge erfolgt in den allermeisten Fällen noch analog

Unter­schrieben wird auf Papier. „Aber auch das wird sich ändern“ prophezeit Ingo Foitzik. „Oft wird heute schon das OnlineIdent-Verfahren genutzt, um die Identität gegenüber der Bank zu verifizieren. Und innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre wird sich die digitale Signatur etablieren, die die analoge Unterschrift ablöst.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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