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Reiserecht | 24.05.2018

Reise­dokumente

Personal­ausweis oder Reisepass: Welche Reise­dokumente brauche ich für welches Land?

Bei Reisen ins außer­europäische Ausland müssen Urlauber fast in jedem Fall einen Reisepass mitnehmen

Reicht ein Personal­ausweis oder brauche ich einen Reisepass? Und wie sieht es mit einem Visum aus? Gibt es die Einreise­erlaubnis am Flughafen oder muss ich sie vorher beantragen?

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Ein Urteil: Pass vergessen - Mitflug verweigert

Ein Urlauber freut sich auf seine Reise nach Marokko, fährt zum Flughafen - und dort der Schock: Er darf nicht mitfliegen. Der Grund: ein fehlender Reisepass, der für die Einreise in das nord­afrikanische Land Pflicht ist. So erging es einem Mann, der vor dem Amtsgericht Hannover gegen den Reise­veranstalter klagte - ohne Erfolg (Amtsgericht Hannover, Urteil vom 07.10.2016, Az. 410 C 3837/16). Der Kläger hatte bei der Online-Buchung bestätigt, die Einreise­bestimmungen zur Kenntnis genommen zu haben. Das gezahlte Geld war verloren.

Das Beispiel zeigt: Es ist für Touristen elementar wichtig, die erforderlichen Ausweis­dokumente und Einreise­genehmigungen zu kennen. Je nach Reiseziel gibt es große Unterschiede. Manche Länder machen es dem Reisenden leicht, andere eher schwer.

Eine Übersicht:

Reisen in Europa: Urlaub mit Personalausweis

Die gute Nachricht für Reisende, die das Urlaubs­glück nicht in der Ferne suchen: Für den Aufenthalt in Mitglied­staaten der Europäischen Union (EU) reicht ein gewöhnlicher Personal­ausweis. Das sind derzeit immerhin 28 Länder, darunter die überaus beliebten Urlaubs­ziele Spanien, Italien, Griechen­land, Österreich und Frankreich. Im Schengen-Raum gibt es zwar keine Grenz­kontrollen mehr. Es wird jedoch empfohlen, trotzdem stets ein Ausweis­dokument mitzuführen.

Auch die meisten europäischen Staaten, die keine EU-Mitglieder sind, akzeptieren als Einreise­dokument den deutschen „Perso“. Das sind laut den Reise­hinweisen des Aus­wärtigen Amtes (AA) die Schweiz, Island, Norwegen, Andorra, Monaco, Liechten­stein, San Marino, Vatikan­stadt, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Albanien, Mazedonien, Montenegro und mit Einschränkungen Moldawien und Kosovo. In manchen Fällen müssen Reisende hier eine maximale Aufenthalts­dauer beachten. Ausnahmen sind Ukraine, Weißrussland und Russland.

Außerhalb Europas gibt es kaum Länder, die eine Einreise allein mit dem Personal­ausweis erlauben. Dazu zählt aber die Türkei, die größtenteils in Asien liegt - 90 Tage Aufenthalt sind maximal möglich. In Tunesien reicht der Personal­ausweis laut AA für Pauschal­touristen, die mit dem Flugzeug anreisen und entsprechende Buchungs­unterlagen dabei haben.

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Urlaub außerhalb Europas - meist nur mit Reisepass

Bei Urlaub im außer­europäischen Ausland müssen Touristen fast in jedem Fall einen Reisepass mitnehmen. Dieser muss in der Regel noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein. Ein Visum brauchen deutsche Touristen allerdings ganz oft nicht. Laut Passport Index 2018 der Beratungs­firma Arton Capital gilt dies aktuell für 126 Länder der Erde.

So verlangen die meisten Länder des amerikanischen Doppel­kontinents von deutschen Reisenden kein Visum - der Reisepass genügt. Das gilt etwa in Mexiko, der Dominikanischen Republik, Costa Rica, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Argentinien und Chile.

Für die Einreise in die USA und nach Kanada müssen Touristen vor Reisebeginn elektronische Einreise­genehmigungen einholen (Esta und Eta). Das wird in der Regel schon am Abflughafen in Deutschland überprüft. Die Gebühren werden ebenfalls online bezahlt. Australien bietet ein vergleich­bares elektronisches Visum an - kostenlos.

Auch in Asien können deutsche Touristen mit Reisepass ohne weitere Bürokratie in viele Länder einreisen. Dazu zählen zum Beispiel Japan, Südkorea, Thailand, Vietnam, Indonesien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel. In Afrika sind es zum Beispiel Marokko, Südafrika und Namibia. Auch in Neuseeland ist kein Visum nötig.

Der deutsche Reisepass ist zehn Jahre gültig, wenn man ihn nach Vollendung des 24. Lebens­jahres beantragt hat. Wer vorher den Antrag stellt, hat einen sechs Jahre gültigen Pass. Welche Länder einen vorläufigen Reisepass akzeptieren, ist sehr unterschiedlich.

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Visum bei Einreise: Visa on Arrival

Visum ist nicht gleich Visum. Viele Länder bieten „Visa on Arrival“, die direkt bei der Einreise am Flughafen oder an einer Landes­grenze ausgestellt werden. Laut Passport Index 2018 sind es momentan 36 Länder. „Der Aufwand ist je nach Reiseland sehr unterschiedlich“, sagt Alexander Braun vom Visa Dienst Bonn.

In Ägypten etwa kann der Urlauber am Flughafen die Visagebühr bezahlen, und das Visum wird in den Pass geklebt. Manchmal muss der Reisende auch gar nichts zahlen, etwa auf den Philippinen. Das gebühren­freie Visum ist dort praktisch nichts anderes als der Stempel im Reisepass. Andere Länder, die „Visa on Arrival“ anbieten, sind zum Beispiel Jordanien, Nepal, Kambodscha und Kenia. Wichtig: Nicht alle Grenz­stationen stellen die „Visa on Arrival“ aus.

Nur wenige Staaten verlangen ein echtes Visum

Es sind nicht mehr viele Länder, für die deutsche Touristen zwingend vor der Reise ein Visum beantragen müssen. In diesen Fällen können sie sich nicht einfach ins Flugzeug setzen und aufbrechen. Alexander Braun nennt hier zunächst „die großen Drei“: China, Indien und Russland. „Diese Länder sind vergleichsweise restriktiv und wissens­durstig.“ In China gibt es in einigen Regionen Visa-Erleichterungen für Transit-Reisende.

Wer nach Indien will, muss für das Visum nicht zu einer Botschaft oder zu einer Visaagentur. Das Land bietet - wie einige andere Staaten auch - ein elektronisches Visum an. Es wird online beantragt und bezahlt. Wie der Bundes­gerichts­hof kürzlich entschieden hat, trägt die Fluggesellschaft eine Mitschuld, wenn sie den Passagier ohne Visum transportiert - in dem Fall ging es um einen Flug nach Indien. Das Bußgeld kann die Airline nicht einfach vom Passagier zurück­verlangen.

Laut Passport Index 2018 benötigen deutsche Reisende für 36 Länder der Welt ein Visum. Darunter sind allerdings viele Staaten, die nicht als typische Reisel­änder zählen - etwa Algerien, Kamerun, Kongo, Ghana und Saudi-Arabien, aber auch Kuba und Myanmar.

Grund­sätzlich gilt immer: Die Einreise­bestimmungen können sich jederzeit ändern. Urlauber sollten sich deshalb vor jeder Reise neu informieren, welche Papiere und Unterlagen sie benötigen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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