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Arbeitsrecht und Sozialrecht | 13.02.2019

Häusliche Pflege

Pflege­kräfte aus dem EU-Ausland: Legale Arbeits­kräfte für häusliche Pflege

Wichtige Tipps und Regeln rund um die häusliche Pflege im Überblick

Ohne geht es nicht. Und mit wird es kompliziert. Wer Angehörige zu Hause pflegt, braucht häufig Hilfe - und wird im Ausland fündig. Damit dabei alles mit rechten Dingen zugeht, gilt es aber einiges zu beachten, von den Arbeits­zeiten bis zur Sozial­versicherung.

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Wer Pflege­kräfte aus dem EU-Ausland beschäftigen will, hat drei Möglichkeiten. Richtig legal sind aber nur zwei davon, erklärt die Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen: Erstens können Pflege­bedürftige oder ihre Angehörigen Hilfs­kräfte selbst als Arbeitgeber beschäftigen, zweitens können sie sich von speziellen Agenturen sogenannte entsandte Pflege­kräfte aus dem Ausland vermitteln lassen.

Vorsicht vor Scheinselbstständigkeit

Der dritte Weg ist die Beschäftigung selbst­ständiger Kräfte aus dem Ausland. Dabei besteht aber die Gefahr einer Schein­selbst­ständigkeit, warnen die Verbraucher­schützer - es drohen hohe Bußgelder.

Vermittlung

Die Vermittlung läuft bei angestellten Pflege­kräften oft über die Arbeits­agentur, alternativ können Pflege­bedürftige auf eigene Faust suchen. Für die Suche nach Agenturen im EU-Ausland, die Pflege­kräfte entsenden, gibt es wiederum deutsche Partner­agenturen.

Vertrag und Fristen

Wer Pflege­kräfte direkt beschäftigt, schließt auch direkt einen Arbeits­vertrag mit ihnen. Der darf nach den üblichen Regeln im deutschen Arbeits­recht befristet sein. Sind Dienst­leister beteiligt, schließt man den Vertrag mit der Agentur im Ausland ab. Eine entsandte Pflegekraft darf dabei nicht länger als zwei Jahre in einem deutschen Haushalt arbeiten.

Urlaub und Arbeitszeit

Es gelten die üblichen Regeln - Pflege­kräfte haben mindestens 24 Tage Urlaubs­anspruch und dürfen höchstens acht Stunden arbeiten, mit mindestens elf Stunden Pause zwischen zwei Arbeits­einsätzen. Sind angestellte Kräfte krank oder im Urlaub, müssen die Arbeitgeber selbst Ersatz organisieren. Bei entsandten Pflege­kräften übernimmt das meistens die Agentur.

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Unterkunft

Je nach Vereinbarung. Bei entsandten Pflege­kräften steht aber oft im Vertrag, dass die Pflege­bedürftigen kostenfrei Unterkunft und Verpflegung stellen müssen.

Lohnsteuer und Sozialversicherung

Bei direkt angestellten Pflege­kräften müssen Arbeitgeber entsprechende Beiträge selbst zahlen, bei entsandten Pflege­kräften ist das Sache der Agentur. Pflege­bedürftige und Angehörige sollten sich vor Arbeits­beginn aber unbedingt die sogenannte Bescheinigung A1 zeigen lassen: Diese bestätigt, dass die Pflege­kräfte im Ausland sozial­versichert sind.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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