wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Krankenkassenrecht | 30.12.2016

Private Kranken­versicherung

Private Kranken­versicherung zahlt nicht – was kann man tun?

Experten raten: „Auf gar keinen Fall sollten Versicherte zu früh aufgeben“

Auf ihre Kranken­versicherung sollten sich Privat­patienten verlassen können. Doch was ist, wenn der Versicherer hohe Arzt­rechnungen nicht mehr bezahlt? In solchen Fällen kann der PKV-Ombudsmann helfen - und manchmal auch der Gang vor Gericht.

Werbung

Mal war die Behandlung angeblich medizinisch nicht notwendig. Dann wieder sind die Arzt­gebühren zu hoch. Regelmäßig weigern sich private Kranken­versicherer, Rechnungen zu erstatten. Der Privat­patient bleibt dann auf den Kosten sitzen. Doch das muss nicht so sein: „Auf gar keinen Fall sollten Versicherte zu früh aufgeben“, sagt Ulrike Steckkönig. Die Versicherungs­expertin der Stiftung Warentest in Berlin weiß: Wer sich wehrt, bekommt oft wenigsten seinen Teil seines Geldes wieder.

Einzelne Posten der Arztrechnung werden oft beanstandet

„Häufig gibt es Diskussionen um einzelne Posten auf der Arzt­rechnung oder um Kosten für Zahnersatz“, berichtet Ulrike Steckkönig, Versicherungs­expertin der Stiftung Warentest in Berlin. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der Zeitschrift „Finanztest“ zur privaten Kranken­versicherung (PKV) unter 3000 Lesern. „Der Patient sitzt dann zwischen Baum und Borke: Er muss sich entweder mit dem Arzt streiten oder mit seinem Kranken­versicherer.“ Hinzu kommt, dass Laien die komplexe Gebühren­ordnung ohne Hilfe kaum durchschauen.

„Ist die Rechnung an den Arzt oder das Krankenhaus erst einmal bezahlt, wird es sehr schwierig, das Geld zurück zu fordern“, sagt Ulrike Steckkönig, Versicherungs­expertin der Stiftung Warentest in Berlin. Privat­versicherte sollten daher eine Rechnung zuerst selbst prüfen, bevor sie zahlen. Eine kostenlose Beratung zu strittigen Rechnungen bieten etwa Ärzte- und Zahnärzte­kammern an.

Böse Überraschungen können durch Kostenanschlag vermieden werden

Die Erstattung einer kost­spieligen Therapie oder Operation können Privat­patienten oft bereits im Vorfeld klären. Mit einem Kosten­voranschlag lassen sich böse Überraschungen vermeiden: „Bei einer planbaren Behandlung kann der Versicherte vorab erfragen, ob der Versicherer die Kosten übernimmt“, sagt Nina Schultes vom Verband der Privaten Kranken­versicherung. Dadurch ist er auf der sicheren Seite: „An eine einmal getroffene Zusage ist der Kranken­versicherer auch gebunden.“

Werbung

Privatversicherte haben auch Mitwirkungspflichten

„Der Versicherte ist verpflichtet, alle Dokumente vorzulegen, die der Versicherer für eine Kosten­erstattung benötigt“, sagt Nina Schultes vom Verband der Privaten Kranken­versicherung. Dazu zählt auch, den Arzt von der Schweige­pflicht zu entbinden, wenn der Versicherer dies verlangt. Außerdem kann der Kranken­versicherer vor der Behandlung eine weitere ärztliche Untersuchung verlangen.

Auch beim Streit um bereits bezahlte Rechnungen sollten sich Privat­patienten zuerst an ihren Versicherer wenden: „Überall dort, wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler“, sagt Nina Schultes vom Verband der Privaten Kranken­versicherung. Möglicher­weise hat ja nur ein Sach­bearbeiter falsch entschieden. Anders als in der gesetzlichen Kranken­versicherung gibt es für Privat­versicherte jedoch keinen vorgeschriebenen Leistungs­katalog. „Entscheidend ist, was im Vertrag steht.“ Dieser regelt, welche Leistungen der Versicherer übernehmen muss und welche nicht.

Ombudsmann hilft bei Streitfällen

Der Teufel steckt dabei oft im Detail: „Viele Klauseln, die die Leistung einschränken, fallen einem erst auf, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“, kritisiert Ulrike Steckkönig, Versicherungs­expertin der Stiftung Warentest in Berlin. Lässt sich der Streit nicht durch Rück­sprache mit dem Versicherer klären, können sich Versicherte auch an den Ombudsmann der Privaten Kranken- und Pflege­versicherung wenden. Dieser prüft, ob der Versicherer für eine Behandlung aufkommen muss.

„Das Angebot ist kostenfrei und sehr viel niedrigschwelliger als etwa ein Gerichts­verfahren“, sagt Nikolai Sauer, Leiter der Schlichtungs­stelle des PKV-Ombudsmanns in Berlin. Eine erste Beratung bekommen Patienten unkompliziert am Telefon. Die eigentliche Beschwerde müssen sie dann schriftlich einreichen - mithilfe eines Online-Formulars oder auf dem Postweg. „Wir übernehmen aber keine Fälle, in denen bereits ein Gerichts­verfahren läuft.“

Die Juristen der Schlichtungs­stelle prüfen dann die Beschwerde und bitten den Versicherer um eine Stellung­nahme. „Manchmal lenkt das Versicherungs­unternehmen dann bereits ein“, sagt Nikolai Sauer, Leiter der Schlichtungs­stelle des PKV-Ombudsmanns in Berlin. Geschieht das nicht, legt der Ombudsmann einen Schlichtungs­vorschlag vor. „In rund einem Viertel der Fälle, die wir annehmen, können wir für den Versicherten etwas herausholen.“ Mitunter würden Versicherer dem Patienten selbst dann entgegen­kommen, wenn sie eigentlich korrekt entschieden hätten.

Werbung

Als letzter Weg bleibt nur der Gang vor Gericht

Brachte der Schlichter­spruch des Ombudsmanns nicht das gewünschte Ergebnis, bleibt dem Versicherten nur der Gang vor Gericht. Allerdings warnt Ulrike Steckkönig, Versicherungs­expertin der Stiftung Warentest in Berlin: „Ein Gerichts­prozess mit medizinischem Gutachten kann sehr teuer werden.“ Der Versicherte muss dann nachweisen, dass die Behandlung medizinisch notwendig war. Kein leichtes Unterfangen: „Für den Einzelnen ist es sehr mühsam, die eigene Position durch­zusetzen.“

Anders als bei Streit­fällen in der gesetzlichen Kranken­versicherung, die vor den Sozial­gerichten verhandelt werden, müssen PKV-Versicherte einen zivilrechtlichen Prozess führen. „Im Falle einer Niederlage muss der Versicherte dann auch die Prozess­kosten der Gegenseite tragen“, sagt Ulrike Steckkönig, Versicherungs­expertin der Stiftung Warentest in Berlin. Ohne Rechts­schutz­versicherung können so schnell mehrere 1000 Euro zusammenkommen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#3161

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Grundstücks­verwaltung

Die grundstücks­verwaltende Familien­gesellschaft - GbR oder KG?

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[19.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDass das Halten von Grund­stücken mittels einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) rechtliche und steuerliche Vorteile haben kann, spricht sich mittlerweile herum. Nicht ganz so viel Aufmerksamkeit erhält die Kommandit­gesellschaft (KG), obwohl sie im Einzelfall der GbR überlegen sein kann.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

„Informations­broschüre“: Die Informations­broschüre der Pro Stadt­marketing s.r.o.

RechtsanwaltRobert Binder

[18.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Pro Stadt­marketing s.r.o. bietet Gewerbe­treibenden und Frei­beruflern Werbe­anzeigen in einem Werbeobjekt namens „Informations­broschüre“ an. Um an Anzeigen­kunden zu gelangen, verschickt das Unternehmen ein Formular an potentielle Kunden oder lässt dieses über Außend­ienstm­itarbeiter verteilen.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Widerruf

Widerruf von Darlehens­verträgen: Hanseatic Bank GmbH & Co. KG in Widerrufs­fällen vergleichs­bereit

RechtsanwaltGuido Lenné

[15.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternVor dem Hanseatischen Oberlandes­gericht konnte ein Vergleich mit der Hanseatic Bank GmbH & Co. KG erzielt werden.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Erben­gemein­schaft

Was Erben über die Erben­gemein­schaft wissen sollten

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[14.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Erben­gemein­schaft ist eine Zwangs­gemein­schaft. Rein kommt man ohne eigenes Zutun, raus dagegen nur schwer.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

VW-Abgas­skandal

VW-Urteils-Verhinderungs­taktik hat sensationellen Haken: Am Ende gewinnt immer der geschädigte Kunde

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[13.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn gleich drei gerichtlichen Verfahren wurde durch die beklagten Vertrags­händler und durch die Volkswagen AG gegen statt­gebende Urteile der Land­gerichte keine Berufungen mehr eingelegt. Auf Nachfrage von verschiedenen Medien­vertretern ließ die Volkswagen AG mitteilen, dass es sich um Einzel­fälle handele und die Hürde der Klage­erhebung aufrechterhalten bleibe.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

Achtung: Adress­änderung der BIZ-ZONE d.o.o.

RechtsanwaltRobert Binder

[12.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie BIZ-ZONE d.o.o. ist erneut umgezogen und findet sich neuerdings unter einer neuen Anschrift.

Ewiges Widerspruchs­recht

Widersprechen statt kündigen: Erfolgreicher Widerspruch einer Lebens­versicherung bei Clerical Medical

RechtsanwaltKarl-Heinz Steffens

[11.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFonds­policen von Clerical Medical haben Anlegern viele Sorgen bereitet. Hohe Kosten und eine magere Rendite lassen die Verzinsung der Lebens­versicherung enttäuschend erscheinen. Mit einem Widerruf der Lebens­versicherungs-Police lässt sich das Ergebnis häufig einigermaßen retten. Denn zumindest die Kosten bekommt der Versicherte dann zurück.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Widerrufs­belehrung

Fehlerhafte Widerrufs­belehrungen: Hamburger Sparkasse AG zur Rück­abwicklung eines Immobilien­darlehens­vertrages verurteilt

RechtsanwaltPeter Hahn

[08.09.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 16. August 2017 - 313 O 16/16 - die Hamburger Sparkasse AG zur Rück­abwicklung eines Immobilien­darlehens­vertrages vom 09. Juni 2007 verurteilt.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d3161
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!