wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Insolvenzrecht | 01.01.2016

Schulden

Privatinsolvenzverfahren: Privatinsolvenz mit Restschuldbefreiung kann die Chance für einen Neuanfang sein

Unbezahlte Rechnungen und das Konto ständig im Minus

Unbezahlte Rechnungen und das Konto ständig im Minus - wer aus den Schulden nicht mehr herauskommt, braucht Unterstützung. Hilft das nicht mehr, gibt es als letzten Ausweg das Privatinsolvenzverfahren. Dafür brauchen Betroffene aber einen langen Atem.

Werbung

Wer überschuldet ist, kann Privatinsolvenz anmelden

Wer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und auch sonst kein Geld mehr hat, gilt als überschuldet. Eine Möglichkeit, sich von den Schulden zu befreien, kann ein Privatinsolvenzverfahren sein. Die Voraussetzung dafür: Der Schuldner muss zunächst versuchen, sich außergerichtlich mit den Gläubigern zu einigen. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet. Erst nach einem Scheitern dieses Versuchs kann das Insolvenzverfahren beginnen. Antworten auf wichtige Fragen:

Wie wird das Privatinsolvenzverfahren in Gang gesetzt?

Der Betroffene braucht zunächst eine Bescheinigung über ein Scheiterndes Einigungsversuchs. Damit kann er das Privatinsolvenzverfahren beim zuständigen Amtsgericht beantragen. Das Gericht bestimmt dann einen Insolvenzverwalter, bei dem der Schuldner sein Vermögen und seine Einkommensverhältnisse - ebenso wie seine Schulden offen legen muss.

Der Insolvenzverwalter trägt die Forderungen der Gläubiger in die Insolvenztabelle ein. Das pfändbare Einkommen und das von ihm verwertete Vermögen zahlt er anteilig an diese Gläubiger. Der Schuldner befindet sich dann in der sogenannten Wohlverhaltensphase. In dieser Zeit hat der Verschuldete bestimmte Informations- und Mitwirkungspflichten. Er muss beispielsweise den Insolvenzverwalter informieren, wenn er den Wohnort oder Arbeitsplatz wechselt, ja sogar wenn er heiratet oder sich scheiden lässt.

Wie lange dauert das Insolvenzverfahren?

In der Regel dauert das Verfahren sechs Jahre. Danach können Gläubiger den Schuldner nicht mehr belangen. Seit 1.Juli 2014 können Verschuldete die Verfahrenslaufzeit auf fünf Jahre verkürzen, wenn sie innerhalb dieses Zeitraumes die Verfahrenskosten bezahlen. Wer seine Schulden schneller abbauen kann, darf bereits nach drei Jahren die vorzeitige Restschuldbefreiung beantragen.

Die Voraussetzung: Der Schuldner hat bis dahin alle Verfahrenskosten und 35 Prozent der Gläubigerforderungen getilgt. Erfahrungsgemäß ist das schwer durchzuhalten, denn die Verfahrenskosten sind relativ hoch. Meist könnten sie nicht in einem so kurzen Zeitraum zurückgezahlt werden. Wer es doch schafft, muss selbst einen Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung beantragen.

Werbung

Wer trägt die Kosten des Insolvenzverfahrens?

Neben den Forderungen der Gläubiger muss der Schuldner aus seinem pfändbaren Vermögen auch die Verfahrenskosten aufbringen. In der Regel sind dies die Kosten für das Gericht, den Insolvenzverwalter beziehungsweise den Treuhänder und gegebenenfalls für den vom Schuldner beauftragten Anwalt. Wenn die eigenen Mittel nicht ausreichen, muss der Verschuldete einen Antrag auf Stundung der Kosten stellen. Für die gestundeten Verfahrenskosten muss der Schuldner für maximal vier Jahre nach Ende des Verfahrens gerade stehen.

Was bleibt Verschuldeten während des Verfahrens zum Leben?

Die Pfändungsfreigrenzen sollen sicherstellen, dass verschuldete Bürger auch bei einer Pfändung ihres Arbeitseinkommens über das Existenzminimum verfügen und ihre gesetzlichen Unterhaltspflichten erfüllen können. Die Höhe der Pfändungsfreibeträge steht in der sogenannten Pfändungstabelle, die alle zwei Jahre angepasst wird.

Zum 1. Juli wurden die Freigrenzen erhöht: Jedem Schuldner stehen mindestens 1073,88 Euro pro Monat zu, wenn er keine Unterhaltspflicht hat. Liegt das Einkommen des Schuldners unterhalb dieser Einkommensgrenze, ist nichts pfändbar und der Gläubiger geht leer aus. Zahlt der Schuldner Unterhalt, erhöht sich der Freibetrag für die erste Person um rund 400 Euro und für die zweite bis fünfte Person um jeweils weitere 225,17 Euro.

Was, wenn der Verschuldete während des Verfahrens arbeitslos wird?

Eine Restschuldbefreiung ist auch bei plötzlicher Arbeitslosigkeit möglich. Wichtig ist nur, dass sich der Schuldner aktiv um einen neuen Arbeitsplatz bemüht und dies auch nachweisen kann. Eine Ausnahme: Wenn jemand beispielsweise Kleinkinder erzieht, kann eine Aufnahme einer Arbeit unter Umständen unzumutbar sein.

Werbung

Gilt die Restschuldbefreiung für alle Schulden?

Grundsätzlich gilt: Wer ein Insolvenzverfahren beantragt, wird am Ende der Laufzeit von allen Schulden befreit, die er zur Eröffnung des Verfahrens angegeben hat. Doch es gibt Ausnahmen: wer Steuern hinterzogen hat und deswegen verurteilt wurde oder seine Unterhaltspflicht vorsätzlich verletzt hat, muss diese Schulden in der Regel auch nach der Restschuldbefreiung weiter ab bezahlen. Das gilt auch bei Schulden aus Geldstrafen oder Bußgeldern. Schulden, die während des Insolvenzverfahrens neu entstehen, werden nicht erlassen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#1221

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Testament

Verfolgungs­wahn im Testament?

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[23.10.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIst der Verstorbene bei Errichtung seines Testaments nicht testierfähig, etwa weil er geistig verwirrt ist, ist sein letzter Wille – auch ohne dass er angefochten wird - ungültig. Wann die Grenze zum krankhaften Wahn erreicht ist konkretisieren die Richter des Ober­landes­gerichts Frankfurt nun in einer neuen Entscheidung.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

IWS Interactive Web­marketing Service UG: Mahnung in Sachen branchen­regional24.de

RechtsanwaltRobert Binder

[20.10.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIWS Interactive Web­marketing Service UG verschickt Mahnungen wegen „Standard Business Eintrags“ auf www.branchen­regional24.de

Rechtsanwalt Peter Hahn

Schadens­ersatz

Kartell­rechts­verstoß: SCANIA-Kunden können wegen der LKW-Preis­absprachen Schadens­ersatz geltend machen

RechtsanwaltPeter Hahn

[19.10.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAktuell hat die EU-Kommission gegen den LKW-Hersteller Scania wegen etwaigem Kartell­rechts­verstoß ein Bußgeld in Höhe von 880 Mio. Euro verhängt. Vorher hatten sich die Hersteller MAN, DAF, Daimler, Iveco, und Volvo/Renault mit der Kommission auf ein Rekord­bußgeld von insgesamt 2,93 Mrd. Euro geeinigt.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Makler­haftung

Berufs­unfähigkeit: Haftung und Schadens­ersatz des Maklers für fehlerhafte Beratung und Vermittlung

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[18.10.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn dem heutigen Beitrag informiere ich über Ansprüche aus einer privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung und Wissens­wertes zu der Frage der Haftung des Maklers.

Rechtsanwältin Almuth Arendt-Boellert

Verkehrs­sicherungs­pflicht

Verletzung der Verkehrs­sicherungs­pflicht: Wer haftet bei einem Unfall auf dem Trampolin?

RechtsanwältinAlmuth Arendt-Boellert

[17.10.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternTrampoline sind bei Kindern besonders beliebt und liegen voll im Trend. Der Anblick eines Garten­trampolin ist inzwischen nahezu typisch für die Reihen- oder Einfamilien­haus­siedlung. Auch die Betreiber von Freizeit­anlagen haben sich auf den Trend eingestellt. Doch wer haftet bei einem Trampolin-Unfall?

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Handels­vertreter­vertrag

Die Neben­pflichten aus dem Handels­vertreter­vertrag als Konflikt­feld

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[16.10.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei Streitig­keiten zwischen Handels­vertretern und Unter­nehmern ist in letzter Zeit fest­zustellen, dass sich der Fokus der ungeklärten Rechts­fragen zunehmend auf das Gebiet der handels­vertreter­vertraglichen Neben­pflichten verlagert.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Berufs­unfähigkeits­versicherung

Rechtstipp zur Berufs­unfähigkeits­versicherung: Ansprüche durchsetzen bei Burnout und Depressionen

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[13.10.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternSeit einiger Zeit nehmen die Krankheits­bilder Burnout und Depressionen den ersten Platz der Ursachen für Berufs­unfähigkeit ein und das mit großem Abstand.

Rechtsanwalt Robert Binder

Unklare Vertragslaufzeit

www.clever-gefunden.com: deal UP geht mit „clever gefunden“ auf Kundenfang

RechtsanwaltRobert Binder

[12.10.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Firma deal UP betreibt im Internet unter dem Slogan „clever gefunden“ ein Branchen­verzeichnis.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1221
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!