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Steuerrecht | 16.11.2017

Haushaltsnahe Dienst­leistungen

Putzhilfe und Winter­dienst: Wie das Finanzamt im Haushalt hilft

Kosten für haushaltsnahe Dienst­leistungen können gegenüber dem Finanzamt geltend gemacht werden

Vom Schneeschippen bis zum Streichen der Wände: Nahezu 6.000 Euro können Steuer­zahler pro Jahr beim Finanzamt geltend machen, wenn sie Minijobber oder Handwerker engagieren.

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Nicht jeder kann oder will Schnee schippen und bei Glatteis streuen - und das auch noch mehrmals am Tag. Aber es gibt ja Studenten, Nebenjobber oder professionelle Anbieter, die für einen den Winter­dienst verrichten - gegen Entgelt natürlich. Das Gute: Die Kosten hierfür kann man gegenüber dem Finanzamt geltend machen.

20 Prozent der Arbeitskosten sind steuerlich absetzbar

Wer Dritte im Umfeld von Haus und Garten beschäftigt, kann dies in seiner Steuer­erklärung auf Seite drei des Mantel­bogens angeben. „Die Beträge werden von der Steuer­schuld, nicht vom zu ver­steuernden Einkommen abgezogen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler Deutschland in Berlin. Möglich ist laut Isabel Klocke ein Abzug von bis zu 5.710 Euro pro Jahr für Haushalts­hilfen, Minijobber oder Handwerker.

Auch wer nur für einige Wochen im Winter einen Dritten beauftragt, um das Haus herum Schnee zu schippen und Streugut auf den glatten Wegen zu verteilen, kann die Kosten dafür beim Finanzamt geltend machen. „Es zählen Lohn- und Arbeits­kosten sowie Maschinen- und Fahrtkosten, ebenso Kosten für Reinigungs- und Schmier­mittel sowie Streugut“, erklärt Markus Fischer von der Stiftung Warentest in Berlin.

Generell gilt, dass 20 Prozent der Arbeits­kosten steuerlich abgesetzt werden können. Arbeitet im Haushalt ein Minijobber, der kocht, putzt oder bügelt, dann lassen sich bis zu 510 Euro im Jahr geltend machen. Voraussetzung: Der Minijobber ist bei der Minijob­zentrale angemeldet. „Die steuerliche Höchstg­renze für Minijobber liegt bei 2.550 Euro im Jahr, 20 Prozent davon sind 510 Euro“, erläutert Uwe Rauhöft vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine in Berlin.

Wer eine Voll- oder Teilzeit­kraft für seinen Haushalt engagiert hat und für sie Pflicht­beiträge zur gesetzlichen Sozial­versicherung entrichtet, kann 20 Prozent der Aufwendungen in der Steuer­erklärung geltend machen. Die Höchstg­renze liegt bei 20.000 Euro, man kann also bis zu 4.000 Euro von der Steuer­schuld abziehen. In gleicher Höhe sei ein Abzug möglich, wenn man haushaltsnahe Dienst­leistungen einschließlich Pflege und Betreuung zum Beispiel von einer Agentur erledigen lässt, erklärt Isabel Klocke.

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Handwerkerarbeiten werden nur mit Rechnung anerkannt

Handwerker­arbeiten, zu denen auch Wartungs­arbeiten zählen, erkennt der Fiskus mit maximal 1.200 Euro pro Jahr an. Diese Summe entspreche 20 Prozent von 6.000 Euro Gesamt­ausgaben für Lohn-, Fahrt- und Maschinen­kosten, rechnet Markus Fischer vor. Verbraucher sollten unbedingt darauf achten, dass der Handwerker auf der Rechnung die Lohn- und Fahrtkosten getrennt von den Material­kosten ausweist. Denn nur für Lohn-, Fahrt- und Maschinen­kosten gibt es einen Steuerabzug.

Barzahlungen werden nicht anerkannt

Das Finanzamt will eine datierte Rechnung sehen. Auf Nachfrage muss der Steuer­zahler per Beleg beweisen, dass er den Betrag auf das Konto des Handwerkers überwiesen hat, wie aus einem Urteil des Finanz­gerichts Düsseldorf hervorgeht (Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 12.06.2008, Az. 15 K 3449/06 E).

Außerdem muss auf der Handwerker-Rechnung erkennbar sein, dass die Leistungen tatsächlich im Haushalt vorgenommen wurden. Wurde zum Beispiel die Wasch­maschine von Handwerkern zu Hause abgeholt und in der Fach­werkstatt repariert, dann gibt es keinen Abzug.

Auch Mieter dürfen Ihre Nebenkosten absetzen

Auch Mieter können Handwerker­arbeiten in ihrer Steuer­erklärung geltend machen - das ist zum Beispiel der Fall, wenn sie auf ihre Rechnung Wände streichen oder andere Schönheits­reparaturen ausführen lassen.

Mieter sollten ihre jährliche Neben­kosten­abrechnung im Blick haben. So können sie ihre Anteile an den Kosten für den Hausmeister, die Treppen­haus­reinigung, die Fahrstuhl­wartung, die Garten­arbeit und den Schornstein­feger in ihrer Steuer­erklärung angeben. „Grund­sätzlich lassen sich alle möglichen Varianten für einen maximalen Steuerabzug von 5.710 Euro miteinander kombinieren“, betont Isabel Klocke.

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Leistungen von Familienmitglieder nicht immer absetzbar

Ein steuerlicher Abzug kommt nicht in Frage, wenn es sich um Beschäftigungs­verhältnisse mit nahen Angehörigen handelt - zum Beispiel zwischen Eltern und im Haushalt lebenden Kindern. Haushaltsnahe Beschäftigungs­verhältnisse mit Angehörigen, die nicht im Haushalt des Steuer­pflichtigen leben, werden anerkannt. Voraussetzung: Die Verträge sind wie unter Fremden wirksam zustande gekommen und die vereinbarten Leistungen wurden auch tatsächlich erbracht.

Was gehört alles zu den haushaltsnahen Dienstleistungen?

Für Steuer­pflichtige ist es mitunter schwierig auszumachen, was unter haushaltsnahe Dienst­leistungen fällt. Dazu zählen Wohnungs­reinigung, Garten­pflege sowie Betreuung und Versorgung von Pflege­bedürftigen. Kosten für Friseure, die ins Haus kommen, können nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn man pflege­bedürftig ist. „Nicht unter haushaltsnahe Dienst­leistungen fallen etwa die Erteilung von Sprach­unterricht oder Frei­zeit­betätigungen“, sagt Isabel Klocke.

Generell gilt: Haushaltsnahe Dienst­leistungen können nur dann abgesetzt werden, wenn der Verbraucher auch Einkommen­steuer bezahlt hat - das hat der Bundesfinanzhof entschieden (Bundesfinanzhof, Urteil vom 29.01.2009, Az. VI R 44/08). Ein Jahr rückwirkend oder im Voraus könnten die haushaltsnahen Dienst­leistungen nicht berücksichtigt werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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