wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Verbraucherrecht | 20.12.2016

Geschenk­gutscheine und Tickets

Ratgeber für Verbraucher: Geschenk­gutscheine und Tickets

Wissens­wertes über Gültigkeit, Auszahlung und Weiter­verkauf von Gutscheinen und Tickets

An Weihnachten werden stets viele Umschläge geöffnet. In einigen stecken Karten, in anderen Bargeld - und in wieder anderen ein Gutschein oder Ticket. Doch solche Geschenke sind nicht ewig gültig.

Werbung

Gutschein oder ein Ticket für ein Konzert sind verhältnismäßig leicht gemachte Weihnachts­geschenke. Kein Wunder, dass sie jedes Jahr regelmäßig unterm Christbaum landen. Doch dann verschwinden sie in der Schublade und werden vergessen - oder der Beschenkte findet die Musik, die er sich auf dem Konzert anhören könnte, furchtbar. Was Verbraucher in solchen Fällen wissen sollten:

Wie lange ist ein Gutschein gültig?

Hat der Händler den Gutschein nicht befristet, gilt eine drei­jährige Verjährungsf­rist. Die sogenannte regelmäßige Verjährungsf­rist ist im Bürgerlichen Gesetzbuch festgehalten. Die Frist beginnt immer am Ende des Kalender­jahres, erklärt Dorothea Kesberger von der Verbraucher­zentrale Berlin. Wer also zum Beispiel am 15. Februar 2013 einen Gutschein bekommen hat, kann ihn noch bis Ende 2016 einlösen. Manchmal befristen Händler aber auch den Gutschein - er ist dann bis zu einem bestimmten Datum einzulösen. „Im Gesetz ist keine Mindest­dauer festgehalten, wie lange diese Frist sein muss“, sagt Dorothea Kesberger von der Verbraucher­zentrale Berlin. Das Oberlandesgericht München, Urteil vom 17.01.2008, Az. 29 U 3193/07 zum Beispiel entschied 2008, dass Geschenk­gutscheine nicht nach einem Jahr verfallen dürfen. Das ist allerdings ein Einzelfall - solange es keine gesetzliche Regelung gibt, müssen Gerichte immer wieder entscheiden.

Hat die Art des Gutscheins Auswirkungen auf die Gültigkeit?

Ja. Gutscheine für ein Theater­stück oder einen Kinofilm können durchaus kürzer gültig sein. „Wenn die Spielzeit für das Theater­stück vorbei ist, dann erlischt damit auch der Gutschein“, warnt Dorothea Kesberger von der Verbraucher­zentrale in Berlin.

Kann ich mir einen Gutschein in bar auszahlen lassen?

Nein, dazu ist der Händler nicht verpflichtet. Ist der Gutschein abgelaufen, die drei­jährige Verjährungs­pflicht aber noch nicht, können Kunden aber durchaus darauf pochen, sich den Geldwert auszahlen zu lassen. „Der Händler hat ja bereits Geld erhalten. Er würde sich ungerechtfertigt bereichern, wenn er das Geld behält“, erklärt Dorothea Kesberger von der Verbraucher­zentrale in Berlin. Der Händler kann allerdings seinen entgangenen Gewinn einbehalten.

Werbung

Kann ich Gutscheine oder Tickets einfach weiterverkaufen?

Im Prinzip spricht nichts dagegen. Gutscheine sind selten personalisiert. Problematisch wird es nur, wenn die Einlösung des Gutscheins an persönliche Voraus­setzungen gebunden ist - etwa die Körpergr­öße oder das Alter. Auch Astrid Auer-Reinsdorff, Anwältin aus Berlin, erklärt, der Verkauf von Tickets und Gutscheinen sei generell erlaubt. Preiser­höhungen zum Beispiel bei Tickets sind dabei zulässig, solange sie nicht gegen die Allgemeinen Geschäftsb­edingungen verstoßen. Private Verkäufer müssten allerdings darauf achten, dass sie nicht gewerbsmäßig handeln. „Das fängt relativ schnell an“, warnt Rechtsanwältin Astrid Auer-Reinsdorff. Der regelmäßige private Verkauf von Tickets zum Beispiel sei illegal.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#3567

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d3567
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!