wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 11.07.2016

Versicherungen

Ratgeber zum Thema Bau­versicherungen: Welche Policen für Bauherren sinnvoll sind

Wer ein Haus baut, sollte sich mit den passenden Versicherungen gegen unkalkulierbare Risiken schützen - ein Überblick

Beim Hausbau drohen viele Gefahren. Versicherungs­unternehmen bieten zahlreiche Policen. Nicht alle sind wirklich nötig, einige aber unerlässlich.

Werbung

Es kann immer etwas passieren beim Hausbau. Zum Beispiel wenn ein Kran umstürzt. Dann prallt er vielleicht auf das Nachbar­gebäude und beschädigt es. Oder er zertrümmert den davor stehenden Sportwagen. Oder, noch schlimmer: Ein Spazier­gänger wird schwer verletzt. In solchen Fällen zahlt die Bauherren­haftpflicht. „Der Bauherr ist gut beraten, eine solche abzuschließen“, sagt Inka-Marie Storm vom Verband Haus & Grund Deutschland in Berlin. Das gilt auch für die Bauleistungs­versicherung. Wogegen sich Bauherren absichern müssen - eine Übersicht:

Schäden bei Bauarbeiten:

Eine Bauherren­haftpflicht leistet Schaden­ersatz für alle Schäden, die vom Bau und Bau­grundstück ausgehen. Sie wehrt auch unberechtigte Ansprüche gegen den Bauherren ab. „Als Bauherr gilt, wer auf dem im Versicherungs­schein bezeichneten Grundstück Bau-, Umbau-, Instandsetzungs- oder Modernisierungs­maßnahmen ausführen lässt, deren Planung, Bauleitung und Ausführung an einen Dritten vergeben wurde“, erläutert Florian Becker, Geschäfts­führer des Bauherren-Schutzbundes (BSB) in Berlin.

Die Bauherren­haftpflicht sollte bereits beim Kauf eines Grundstücks abgeschlossen werden. „Dann ist der Abschluss einer Haus- und Grund­besitzer­haftpflicht­versicherung überflüssig“, erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Sie rät, die Deckungs­summe auf fünf Millionen Euro für Personen- und Sach­schäden festzulegen. Die Beitrags­höhe richtet sich nach den Baukosten. Eigen­leistungen müssen gesondert angegeben werden.

Wer eine Privathaft­pflicht abgeschlossen hat, die ein Bauvorhaben einschließt, sollte die Bausumme mit der in der Versicherung genannten Summe vergleichen. Liegen die Baukosten darüber, entfällt der Versicherungs­schutz komplett. „Dann muss eine Bauherren­haftpflicht abgeschlossen werden“, betont Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg . Eine solche ist nach ihren Aussagen dann unnötig, wenn Haus und Grundstück von einem Bauträger gekauft werden.

Werbung

Schäden am Bau:

Unwetter­schäden, Diebstahl von Gebäude­bestandteilen oder mutwillige Beschädigung durch Unbekannte: Hierfür kommt die Bauleistungs­versicherung auf. Versichert ist der Wert der Bau­leistungen. „Ausgeschlossen sind Schäden durch normale orts- und jahreszeitlich übliche Witterungs­einflüsse sowie mangelhafte Handwerker­leistungen“, erläutert Florian Becker Geschäfts­führer des Bauherren-Schutzbundes (BSB). Der Versicherungs­schutz kann um weitere Risiken vergrößert werden - etwa Über­schwemmungen oder Vandalismus.

Die genaue Beitrags­höhe richtet sich nach den Baukosten. „Bauherren sollten mit der Baufirma und den Handwerkern klären, ob diese sich am Beitrag für die Bauleistungs­versicherung beteiligen“, rät Biance Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg. Die Versicherung kommt nach ihren Angaben nämlich auch dann auf, wenn der Schaden zu Lasten der Baufirma geht - etwa bei Folgen von Material­fehlern

Pleite der Baufirma:

Häusle­bauer sollten das bauausführende Unternehmen fragen, ob dieses eine sogenannte Baufertig­stellungs­versicherung hat. Denn auch das ist ein Risiko, mit dem Bauherren rechnen müssen. Wenn die Firma Insolvenz anmelden muss, bleibt dem Häusle­bauer nichts anderes übrig, als ein anderes Bau­unternehmen zu beauftragen. Dadurch kann alles teurer werden. Hat die Firma eine Baufertig­stellungs­versicherung, dann ist das für den Bauherren von Vorteil. „Die Baufertig­stellungs­versicherung kommt für Mehrkosten auf, die durch die Beauftragung anderer Firmen entstehen können“, erläutert Biance Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg. Kann das Bau­unternehmen eine Fertigstellungs­bürgschaft seiner Bank vorweisen, dann ist diese Police unnötig.

Werbung

Pleite der Baufirma während der Gewährleistung:

Auf der sicheren Seite sind Bauherren auch dann, wenn die Baufirma eine Bau­gewährleistungs­versicherung vorweisen kann. „Oft stellen Haus­eigentümer noch Jahre nach der Schlüssel­übergabe Gewährleistungs­mängel fest“, erklärt Biance Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg . Die Baufirma haftet für fünf Jahre. Sollte in dieser Zeit das Unternehmen Konkurs anmelden müssen, kommt die Police für eventuelle Mängel auf.

Unfall von Helfern:

Wer Unterstützung von Freunden oder Familien­angehörigen beim Hausbau hat, sollte für einen ausreichenden Unfall­versicherungs­schutz seiner Helfer sorgen, rät Florian Becker Geschäfts­führer des Bauherren-Schutzbundes (BSB). Private Bauherren haben Melde- wie Anzeige­pflichten. Ansprech­partner ist die Bauberufs­genossenschaft. Bauherren, die selbst am Hausbau mitwirken, sollten prüfen, ob sie gegen Unfall­folgen ausreichend abgesichert sind.

Tipps für den Versicherungsabschluss

„Von Versicherungs­gesellschaft zu Versicherungs­gesellschaft gibt es teils enorme Unterschiede bei den Prämien“, erklärt Inka-Marie Storm vom Bund Haus & Grund. Bauherren sollten daher von mehreren Anbietern Angebote für eine Bauherren­haftpflicht­versicherung und für eine Bauleistungs­versicherung einholen und miteinander vergleichen. Auf dem Markt gibt es zudem viele weitere Versicherungen rund um den Bau. Häusle­bauer sollten genau checken, welche solcher Policen sie wirklich brauchen - und im Zweifel Experten fragen. Das kann der Architekt sein, aber auch Fachleute des Bauherren-Schutzbundes, eines Haus & Grund-Vereins und der Verbraucher­zentralen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 2 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#2737

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2737
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!