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Arzthaftungsrecht und Schadensersatzrecht | 16.02.2017

Schönheits­operationen

„Schönheits­chirurg“ oder „Ästhetischer Chirurg“: Auf die Bezeichnung des Arztes kommt es an

Plastische und Ästhetische Chirurgen gelten als Fachärzte

Wer für einen plastischen Eingriff wie eine Brust-Operation auf der Suche nach einem passenden Arzt ist, sollte genau auf die Bezeichnung des Mediziners achten. Denn Begriffe wie „Kosmetischer Chirurg“, „Schönheits­chirurg“ oder „Ästhetischer Chirurg“ sind nicht geschützt und können von jedem Arzt geführt werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen hin (DGPRÄC). Diese Be­zeichnungen sagen nichts über die Aus- und Weiter­bildung des Mediziners aus.

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Plastische und Ästhetische Chirurgen sind anerkannte Fachärzte

Der Plastische und Ästhetische Chirurg ist hingegen ein anerkannter Facharzt. Er darf sich als „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ (früher „Facharzt für Plastische Chirurgie“) bezeichnen. Ein solcher Facharzt muss nach seinem Medizin­studium eine sechs­jährige Weiter­bildung absolviert haben. „In dieser Zeit müssen bestimmte Operationen durch­geführt und Tätigk­eiten erlernt werden“, erklärt Prof. Raymund E. Horch, Leiter der Plastisch- und Hand­chirurgischen Klinik des Universitäts­klinikums Erlangen und Mitglied in der DGPRÄC.

Vorsicht vor Schnäppchen und Sonderangeboten

Prof. Horch rät, im Zweifel bei den Landesärzte­kammern nachzufragen, ob es sich wirklich um einen Facharzt handelt. Auch in der DGPRÄC dürfen Mediziner nur Mitglied werden, wenn sie eine entsprechende Fach­arzt­weiter­bildung erfolgreich absolviert haben. Wer sich im Ausland operieren lassen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dort andere Regeln gelten. Prof. Horch warnt vor Schnäppchen und Sonder­angeboten. „Man muss sich dann schon fragen: Wie kann etwas so preiswert sein, ohne dass die Qualität leidet?“

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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