wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Verbraucherrecht | 08.06.2022

Auskunfteien

Schufa und Co.: Das können Sie gegen negative Schufa-Einträge tun

Fragen und Antworten im Überblick

Schufa und Co. erfüllen für Unternehmen einen wichtigen Zweck: Sie errechnen, wie kredit­würdig ein Kunde ist. Für Verbraucher können negative Einträge aber weitreichende Folgen haben. Was dagegen tun?

Werbung

Vermieter verlangen sie häufig, Banken fragen sie ab, bevor sie Kredite vergeben, und auch für den neuen Handy­vertrag ist sie meist nötig: eine sogenannte Bonitätsa­uskunft. Meist gibt es die von der Schufa, der Schutz­gemein­schaft für allgemeine Kredit­sicherung.

Fällt die Auskunft negativ aus, bedeutet das häufig: Der neue Handy- oder Kredit­vertrag kommt nicht zustande. Deswegen lohnt es sich, die Einträge rechtzeitig zu kontrollieren und gegebenenfalls Einspruch dagegen einzulegen.

Welche sind die wichtigsten Auskunfteien für Verbraucher?

Deutschlands größte Auskunftei im Bereich Privat­kunden ist die Schufa. Sie ist eine Aktien­gesellschaft mit Sitz in Wiesbaden. Zu den Aktionären gehören nahezu alle Banken und Kredit­institute, aber auch Online­händler, Telefon­anbieter und andere. Nach eigenen Angaben hat sie Daten von mehr als 68 Millionen Privat­kunden und 6,25 Millionen Unternehmen gesammelt, die sie an ihre rund 10.000 Vertrags­partner herausgeben kann.

Aber die Schufa ist nicht die einzige Auskunftei. Ihre Mitbewerber heißen zum Beispiel Crif GmbH mit 56 Millionen gespeicherten Kundendaten oder Credit­reform, deren Schwerpunkt auf der Prüfung der Kredit­würdigkeit von Unternehmen liegt.

Was machen Auskunfteien?

„Der Sinn ist, Daten von Verbrauchern und Unternehmen zu sammeln“, sagt Rechtsanwältin Daniela Bergdolt aus München, Mitglied im Deutschen Anwalt­verein. Aus diesen Daten werde eine Kennzahl mit einem sogenannten Scoring ermittelt. Anhand der Kennzahl könnten abrufende Unternehmen dann entscheiden, „ob sie Verträge mit jemandem schließen wollen oder nicht“.

„Gespeichert werden Daten über Bankkonten, Mobilfunk­konten, Kredit­karten, Leasing­verträge, Raten­zahlungs­geschäfte und über Kredite und Bürg­schaften“, sagt Annabel Oelmann von der Verbraucher­zentrale Bremen. „Gespeichert werden auch Zahlungs­störungen oder Kündigungen.“ Im Laufe der Zeit könne sich der Scorewert verändern.

Werbung

Wie erfahre ich von negativen Einträgen?

„Sie erfahren das nicht von selber“, sagt Birgit Vorberg von der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssten dafür bei der Schufa - oder jeder anderen Auskunftei - eine Datenkopie nach Artikel 15 der Daten­schutz-Grund­verordnung (DSGVO) beantragen. Diese ist kostenlos.

Sabine Bernstein, Presse­sprecherin der Schufa, empfiehlt, die Datenkopie regelmäßig einzuholen, „zumindest immer dann, bevor man einen Kredit oder einen neuen Mietvertrag abschließen will“. Dann bestehe die Möglichkeit, dass die Menschen fehlerhafte Einträge erkennen und korrigieren lassen können.

Was kann ich gegen negative Einträge tun?

Negative Einträge sind häufig auf unbezahlte Rechnungen oder Kreditraten sowie gekündigte Girokonten mit unbezahlten Dispo­krediten zurückzuführen. Darum gilt es, die Datenkopie genau zu kontrollieren.

„Eventuell steht eine Rechnung als unbezahlt drin, die man längst beglichen hat“, sagt Verbraucher­schützerin Vorberg. Möglich sei auch, dass der Name verwechselt und Daten deswegen falsch eingetragen wurden.

Wichtig ist: Eine unbezahlte Rechnung darf nur vermerkt werden, wenn zweimal gemahnt wurde. Das müsse das Unternehmen, das die Mahnung ausgestellt hat, nachweisen können, sagt Schufa-Sprecherin Bernstein.

Halten Verbraucherinnen und Verbraucher einen Eintrag für falsch, können sie bei der Schufa anrufen. Diese halte dann Rück­sprache mit dem Unternehmen, das den Eintrag veranlasst hat, so Bernstein.

Handelt es sich tatsächlich um einen Fehler, werde der Vermerk korrigiert. In Streit­fällen hätten Privat­personen die Möglichkeit, einen Ombudsmann einzuschalten.

Alternativ könnten sich Betroffene auch direkt an das Unternehmen wenden, das den falschen Eintrag veranlasst hat. Lehne die Firma es ab, den Eintrag zu widerrufen, könnten sich Verbraucherinnen und Verbraucher auch an einen Anwalt wenden, sagt Bergdolt.

Werbung

Werden negative Einträge jemals gelöscht?

Ja, werden sie. Dazu gibt es festgelegte Fristen. „Wird eine offene Rechnung letztendlich bezahlt, wird der Schufa-Eintrag taggenau nach drei Jahren gelöscht“, erklärt Schufa-Sprecherin Bernstein. Der Vermerk über eine Privat­insolvenz wird nach Abschluss des Verfahrens aktuell ebenfalls noch drei Jahre gespeichert.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9438

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d9438
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!