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Arbeitsrecht | 02.06.2020

Infektions­schutz

Schutzmaske am Arbeits­platz: Muss der Arbeitgeber die Maske bezahlen?

Für derartige Sicherheits­ausrüstung sollte in der Regel der Arbeitgeber aufkommen

In der Gastronomie, im Einzel­handel, im Friseur­salon: In Zeiten von Corona sind Beschäftigte dazu verpflichtet, bei der Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Muss der Arbeitgeber dafür aufkommen?

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Nach wochen­langen Schließungen gelten nun an vielen Arbeits­plätzen besondere Hygiene­regeln. In Restaurants etwa oder in Kosmetik­studios müssen Arbeit­nehmer und Arbeit­nehmerinnen eine Maske tragen. Muss der Arbeitgeber dann für die Kosten aufkommen?

Arbeitgeber ist verpflichtet zur Bereitstellung von Schutzbekleidung

„Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass der Infektions­schutz am Arbeits­platz gewahrt ist“, erklärt Nathalie Oberthür, Fach­anwältin für Arbeits­recht aus Köln. Verpflichtet er in diesem Zusammenhang Angestellte dazu, bei der Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, müsse er diese auch bereit­stellen oder dafür bezahlen. „Das ist auch die Erfahrung, die wir in der Praxis machen.“

Der Unterschied: Maske als Dienstkleidung oder Schutzkleidung

Grund­sätzlich kommt es bei der Frage darauf an, ob man die Maske zur Dienst­kleidung oder zur Schutz­kleidung zählt. Dienst­kleidung müssen Arbeit­nehmer selbst bezahlen - auch wenn sich Unternehmen in der Praxis oft an den Kosten beteiligen oder Beschäftigte die Ausgaben steuerlich absetzen können.

Mund-Nasen-Schutz zur Infektionsvermeidung muss bezahlt werden

Persönliche Sicherheits­ausrüstung wie etwa Sicherheits­schuhe oder einen Helm muss der Arbeitgeber in jedem Fall bezahlen. Sofern der Mund-Nasen-Schutz zur Infektions­vermeidung erforderlich ist, gehört er ebenfalls in diese Kategorie.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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