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Sozialrecht | 11.01.2016

Wohngeld

Seit dem 01.01.2016 gilt das neue Wohngeldgesetz – Wohngeld gibt es nur auf Antrag

Anträge gibt es bei der Wohngeldstelle bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung

Wohngeld gibt es nur auf Antrag. Gezahlt wird es nicht rückwirkend, sondern ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Wer seinen Wohngeld-Antrag erst im Februar stellt, verschenkt möglicherweise den staatlichen Zuschuss für einen Monat. Deshalb sollte der neue Wohngeldantrag noch im Januar gestellt werden. Seit dem 1. Januar gilt ein neues Wohngeldgesetz. Das bedeutet, es gibt mehr Wohngeld als bisher.

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Anträge gibt es bei der Wohngeldstelle bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung

Zuständig für den Antrag ist die Wohngeldstelle, die es bei jeder Stadt- oder Gemeindeverwaltung gibt. Hier stehen auch die entsprechenden Antragsformulare zur Verfügung. Wer bisher schon Wohngeld erhalten hat und die Voraussetzungen dafür weiter erfüllt, bekommt automatisch das erhöhte Wohngeld. Ein neuer Antrag ist nicht erforderlich.

Grundlage für die Höhe des Wohngeldes ist die vertraglich vereinbarte Miete einschließlich der kalten Nebenkosten

Die Höhe des Wohngeldes hängt ab von der Anzahl der Haushaltsmitglieder, deren monatliches Gesamteinkommen und der zu berücksichtigenden Miete. Grundlage hierfür ist die vertraglich vereinbarte Miete einschließlich der kalten Nebenkosten. Heiz- und Warmwasserkosten bleiben dagegen außen vor. Allerdings werden die tatsächlichen Wohnkosten nicht unbedingt in voller Höhe berücksichtigt. Es gibt gesetzlich vorgegebene Höchstbeträge.

Jahreseinkommen aller Haushaltsmitglieder werden zusammengerechnet

Bei dem zu berücksichtigenden Gesamteinkommen werden alle Jahreseinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder mitgezählt und zusammengerechnet. Zum Einkommen zählen alle zu versteuernden Einkünfte, zum Beispiel Löhne, Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen.

Vom jährlichen Gesamtbetrag können noch die gesetzlich festgelegten steuerlichen Freibeträge geltend gemacht werden

Arbeitnehmer können von dem jährlichen Gesamtbetrag den steuerlichen Freibetrag von 1000 Euro abziehen. Bezieher von Alters- oder Witwenrente können 102 Euro abziehen. Wer höhere Werbungskosten geltend machen will, muss diese nachweisen. Außerdem gibt es noch einen zusätzlichen pauschalen Abzug für all diejenigen, die Steuern und Sozialabgaben zahlen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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