wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Immobilienrecht und Mietrecht | 20.11.2017

Ausnahme­zustand Silvester

Silvester­party: Wie viel Lärm ist erlaubt?

Die goldene Regel heißt „gegen­seitige Rücksicht­nahme“

Am Himmel leuchten die Raketen, in der Wohnung knallen die Sektkorken, die Stimmung ist auf dem Höhepunkt - so sieht eine gute Silvester­party aus. Wer die lauteste Nacht des Jahres so richtig genießen möchte, sollte Rücksicht auf die Nachbarn nehmen.

Werbung

An Silvester knallt, zischt und heult es. Der eine mag das und macht Party bis zum Morgen, der andere ist genervt und verkriecht sich mit dem Kissen über dem Kopf im Bett. Wohnen beide im selben Haus, kann das Probleme geben - muss es aber nicht. „gegen­seitige Rücksicht­nahme“ lautet nach Aussage von Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin das Stichwort für Silvester.

Partymuffel sollten in dieser Nacht eine „erweiterte Toleranz­grenze“ haben: „Wer Silvester um halb zwölf die Polizei anruft und sagt: „Bei mir ist es zu laut“ - ich glaube nicht, dass die Polizei ausrückt“, sagt Ulrich Ropertz. Gleich­zeitig gelte für die Feiernden: „Es ist kein Freibrief, am 31.12. die Wände wackeln zu lassen.“

Antworten auf wichtige Fragen:

Ab wann muss Ruhe herrschen?

Rein rechtlich gesehen gibt es an Silvester keine Ausnahme. Auch dann gilt ab 22.00 Uhr die Nachtruhe. Das heißt, es darf nur noch so leise gefeiert werden, dass der Nachbar nichts davon hört. In der Realität sieht es allerdings anders aus - aus nach­vollziehbaren Gründen. „Wenn um 24.00 Uhr geböllert wird und Raketen gestartet werden, ist es einfach absurd, wenn ich darauf bestehe, dass aus der Nachbar­wohnung nichts zu hören ist“, erläutert Ulrich Ropertz. Schließlich seien die Umgebungs­geräusche zehnmal lauter als das, was aus der Nachbar­wohnung kommen könne.

Generell können Mieter auch bei der Silvester­party mit kleinen Gesten Rücksicht zeigen, meint Julia Wagner vom Eigentümer­verband Haus & Grund Deutschland in Berlin. „Man kann die Bässe aus der Musik rausdrehen, dass es nicht so dröhnt und donnert, die Fenster schließen oder Filzgleiter unter den Stühlen befestigen. Gerade wenn man Parkett hat, kann man die Gäste bitten, die Schuhe aus zuziehen.“

Muss die Feier angekündigt werden?

Nein, denn rein rechtlich hat dieser Hinweis keine Bedeutung. Allerdings: „Als freundliche Geste könnte man bei den unmittelbaren Nachbarn Bescheid geben“, rät Norbert Schönleber, Rechtsanwalt in Köln und im Vorstand der Arbeits­gemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwalt­verein (DAV).

Wer informiert oder vielleicht sogar gleich selbst zur Feier eingeladen wird, zeigt sich bei Partylärm vermutlich toleranter. Aber: Eine Ankündigung berechtigt nicht zu mehr Lärm. „Wenn ich eine Party ankündige, kann der Nachbar trotzdem verlangen, dass ich ab 22.00 Uhr die Musik leiser stelle“, sagt Julia Wagner.

Werbung

Wo darf geknallt werden?

Das Gesetz verbietet das Zünden von Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Kranken­häusern, Kirchen, Kinder- und Alters­heimen sowie Reet- und Fachwerk­häusern. In einigen Städten und Gemeinden gibt es weitere Feuerwerk-Verbots­zonen. Ansonsten gelten keine Einschränkungen.

„Miet­rechtlich ist es völlig egal, ob ich vom Hof, vom Balkon oder von der Straße die Raketen abfeuere“, sagt Ulrich Ropertz. „Es muss aber gewähr­leistet sein, dass durch das Abschießen der Raketen keine Nachbarn gefährdet sind.“

Anwalt Norbert Schönleber ergänzt: „Ich muss darauf achten, dass es nicht zu Beschädigungen kommt. Da kann es vom Balkon aus kritisch werden, weil ich ins Dach oder Nachbar­fenster schießen kann.“

Wer haftet für Schäden?

Geht einem Partygast das Sektglas zu Bruch, zahlt dessen Haft­pflicht­versicherung. Ist dagegen kein Verursacher fest­zustellen, bleibt der Geschädigte auf den Kosten sitzen. Als Gastgeber einer Party haftet man für alle mit, die man bewusst und gewollt eingeladen hat, sagt Rechtsanwalt Norbert Schönleber. „Wenn nach­zuweisen ist, dass für einen Schaden im Hausflur irgendein Besucher des Mieters verantwortlich ist, haftet dieser Mieter als Gastgeber.“

Selbst wenn herausgefunden würde, welcher Besucher es war, haftet der Mieter gegenüber dem Vermieter mit. Der geschädigte Vermieter kann seinen Mieter oder dessen Gast in Anspruch nehmen. Generell gilt: Wer einen Schaden mutwillig oder grob fahrlässig herbeiführt, kann die Versicherung nicht in Anspruch nehmen. „Wenn ich dadurch Schäden anrichte, dass ich gezielt in Wohnungen herein­schieße, kann ich anschließend nicht sagen: Meine Versicherung bezahlt den Schaden. Da hafte ich selbst“, betont Ulrich Ropertz.

Werbung

Wer beseitigt den Dreck?

Wer zum Beispiel im Hausflur groben Dreck verursacht hat, macht ihn auch wieder weg. Wem das nicht schon der gesunde Menschen­verstand sagt, der ist auch als Mieter dazu verpflichtet. „Das entsteht aus der Obhuts­pflicht aus dem Miet­verhältnis heraus, dass ich die Sachen, die über den normalen Gebrauch hinaus gehen, auch entferne, so dass es wieder einigermaßen sauber ist“, sagt Rechtsanwalt Norbert Schönleber. „Das betrifft alles, was zum Grundstück gehört.“

Auf den Straßen sind in der Regel am folgenden Tag die Reinigungs­fahrzeuge der Stadt unterwegs. Das kann aber je nach Gemeinde unterschiedlich sein. Julia Wagner warnt: „Bei grober Verschmutzung können sogar theoretisch vom Ordnungsamt Bußgelder verhängt werden.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#4806

Rechtsanwalt Philipp Neumann

Abgas­skandal

Manipulation auch bei Audi: Modelle A6 und A7 betroffen

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[18.05.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNach Presse­berichten sind die aktuellen Modelle Audi A 6 und Audi A7 (Abgasnorm EURO 6) ebenso in der Abgas­reinigung manipuliert.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

Fürsorgepflicht

Fürsorge­pflicht­verletzung: Mangelnde Fürsorgepflicht des Arbeit­gebers und ihre Konsequenzen

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[17.05.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDass Arbeitgeber gegenüber Arbeit­nehmern eine Fürsorgepflicht haben, und zwar als juristische und nicht nur als moralische Verpflichtung, war vor kurzem Thema eines Blog­beitrags: „Fürsorge für Arbeit­nehmer ist Arbeitgeber­pflicht“. Doch was passiert, wenn den Arbeitgeber mangelnde Fürsorge trifft? Diese hat schließlich ganz konkrete Auswirkungen. Verstöße haben ebenso konkrete Folgen.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

„Kreis-Stadt­informations­karten“: Vorsicht bei Anzeigen­aufträgen der Stadt Media Verlag GmbH

RechtsanwaltRobert Binder

[16.05.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Stadt Media Verlag GmbH vertreibt nach eigenen Angaben „Kreis-Stadt­informations­karten“. Dabei handelt es sich wohl um eine Werbe­broschüre, die an Behörden, Handel und Handwerk ausgeliefert werden soll. Inhalt der „Kreis Stadt­informations­karten“ sollen Anzeigen von Gewerbe­treibenden und Frei­beruflern sein.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Immobiliar­darlehens­vertrag

Auch Nachbelehrung fehlerhaft: Haspa zur Rück­abwicklung eines Darlehens­vertrags vom 12.08.2010 verurteilt

RechtsanwaltPeter Hahn

[15.05.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 23. April 2018 - 318 O 341/17 - die Hamburger Sparkasse AG zur Rück­abwicklung eines Immobiliar­darlehens­vertrages vom 06./12. August 2010 über 175.000 Euro verurteilt.

Rechtsanwalt Philipp Neumann

VW-Abgas­skandal

LG Darmstadt: Volkswagen AG zur Rück­abwicklung des Kaufs eines VW Golf aus 2009 verurteilt

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[14.05.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMit Urteil vom 20. April 2018 hat das Landgericht Darmstadt die Volkswagen AG wegen sittenwidriger vorsätzlicher Schädigung gem. §§ 826, 31 BGB zur Rück­abwicklung eines Kauf­vertrags aus dem Jahre 2009 über einen VW Golf Trendline 2,0 I TDI verurteilt.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Anlage­skandal

Container Investments: Insolvenz der P&R breitet sich aus

RechtsanwaltGuido Lenné

[11.05.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWie wir vor einiger Zeit berichtet haben, meldeten bereits drei Töchter des Münchener Geldanlage-Unter­nehmens P&R im März 2018 Insolvenz an, konkret die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, die P&R Gebraucht­container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH sowie die P&R Container Leasing GmbH.