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Versicherungsrecht | 23.05.2018

Zusatz­versicherungen

Sinnvoll oder überflüssig: Kassen­patienten können sich mit viel­fältigen Versicherungen zusätzlich absichern

Private Zusatz­versicherung kann sich lohnen - aber nicht alle Policen sind sinnvoll

Chef­arzt­behandlung, Zahn­zusatz­versicherung? Kassen­patienten können sich mit viel­fältigen Versicherungen zusätzlich absichern. Doch lohnt sich der Schutz?

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Für ein Einzel­zimmer im Krankenhaus oder eine Behandlung beim Heil­praktiker müssen Kassen­patienten häufig extra zahlen. Das gilt auch bei Zahnersatz oder Brillen. Eine passende Zusatz­versicherung kann solche Kosten senken. Doch lohnt sich so eine Versicherung überhaupt? Die Antwort: in manchen Fällen schon.

Private Zusatzversicherung kann sich lohnen

„Für haupt­beruflich Selbstständige und Besser­verdiener ist in der Regel eine Kranken­tagegeld­versicherung anzuraten“, erklärt zum Beispiel Julika Unger von der Verbraucher­zentrale Rheinland-Pfalz in Mainz.

Zwar müssen sich gesetzlich versicherte Beschäftigte bei längerer Krank­schreibung zwar zunächst keine Sorgen machen. In den ersten sechs Wochen bekommen sie in der Regel weiter ihr Gehalt. Danach springt die Kranken­kasse ein und zahlt Krankengeld. Das fällt jedoch niedriger aus als das Gehalt. Hier hilft eine Kranken­tagegeld­police.

Dominik Heck vom Verband der Privaten Kranken­versicherung gibt zu bedenken: „Bei Personen, deren Einkommen über der Beitrags­bemessungs­grenze liegt, ist das ausgezahlte Krankengeld im Verhältnis niedriger.“ Denn laut Gesetz darf das Krankengeld insgesamt den monatlichen Netto­verdienst nicht übersteigen.

Auslandsreise-Krankenversicherung ist ein Muss

Zudem sollten gesetzlich Kranken­versicherte vor Reisen eine Auslands­reise­kranken­versicherung abschließen. Das gelte auch bei Reisen innerhalb der EU. „Denn die gesetzlichen Kranken­kassen zahlen beispiels­weise nicht für Rück­transporte oder private Leistungen“, ergänzt Dominik Heck.

Kosten und Nutzen abwägen

„Alle anderen Zusatz­versicherungen sind im Prinzip Luxus“, sagt Julika Unger. In der Regel sei es wichtiger, andere Risiken wie die Haftpflicht oder Berufs­unfähigkeit abzusichern. Darum sollten Verbraucher bei Zusatz­versicherungen immer Kosten und Nutzen abwägen.

Ist zum Beispiel eine Zusatz­versicherung nötig, die dem Patienten erlaubt, den behandelnden Arzt aus­zuwählen? Lohnt es sich wirklich, wenn die neue Sehhilfe über eine Zusatz­versicherung abgerechnet wird?

Bei der Beantwortung sollten sich Verbraucher immer fragen, ob sie die Kosten nicht selbst ansparen können. Ist die Leistung tatsächlich von Nutzen und wird sie auch in Anspruch genommen, kann sich eine Zusatz­versicherung lohnen. „Viele Versicherungen bieten inzwischen sehr gute Tarife und Absicherungen“, sagt Aylin Pratsch, Fach­anwältin für Versicherungs­recht in München.

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Angebote vergleichen

Wichtig deshalb: verschiedene Angebote einholen und vergleichen. „Allgemein ist darauf zu achten, welche Leistungen und bis zu welcher Höhe sie erstattungs­fähig sind“, sagt Julika Unger. Verbraucher sollten sich auch die Versicherungs- und Tarif­bedingungen ansehen.

Viele gesetzliche Kranken­kassen kooperieren mit privaten Zusatz­versicherern, die häufig mit speziellen Konditionen und Versicherungs­paketen werben. Auch diese sollte man mit anderen Angeboten vergleichen, rät Rechtsanwältin Aylin Pratsch. Das gelte besonders bei Versicherungs­paketen.

Wer sich zum Beispiel auf ein Zusatz­versicherungs­paket einlässt, das Heil­praktiker-Behandlungen beinhaltet, aber diese gar nicht nutzt, zahlt eventuell drauf. Brillenzusatzversicherungen können ebenfalls überflüssig sein, wenn man nur alle paar Jahre eine neue Brille benötigt.

Das Kleingedruckte beachten

Das Klein­gedruckte sollten Verbraucher nicht außer Acht lassen: „So sind Kinder nicht in jeder Zusatz­versicherung mit­versichert“, sagt Rechtsanwältin Aylin Pratsch. Außerdem arbeiten viele Zusatz­versicherungen mit Wartezeiten von bis zu zwölf Monaten. Zudem sind Leistungen anfangs oft beschränkt oder nach Laufzeit des Versicherungs­vertrags gestaffelt.

Insbesondere bei Zahnzusatz­versicherungen sollten Verbraucher auf eventuelle Lücken im Versicherungs­schutz achten, rät Rechtsanwältin Pratsch. Dem Versicherten sollte bewusst sein, wann er selbst einen Teil der Behandlungs­kosten tragen muss.

Versicherung zahlt nicht sofort

Wer seinen Zusatz­vertrag wieder loswerden möchte, kann ihn kündigen. Wichtig hierbei: Oftmals wird eine Mindest­vertrags­lauf­zeit bis zu drei Jahren vereinbart.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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