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Reiserecht, Verbraucherrecht und Verwaltungsrecht | 09.07.2021

Ferien­planung

Sommer­urlaub in Europa - Was geht und was nicht?

Ein Überblick, was bei der Reise­planung zu bedenken ist

Die Ferien­planung geht in diesem Jahr teils mit bangem Blick auf die Inzidenz­zahlen einher. Doch trotz Sorgen vor der Delta-Variante: Für Urlaubs­hungrige ist derzeit in Europa viel möglich - ein paar Auflagen sind aber zu beachten.

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In sechs deutschen Bundes­ländern sind bereits Schulferien - und viele wichtige Urlaubs­regionen in Europa haben ihre Türen im zweiten Corona-Sommer weit geöffnet. Insgesamt ist die Infektions­lage trotz wieder steigender Zahlen immer noch vergleichsweise entspannt, auch wenn es vereinzelt beunruhigende Entwicklungen gibt. Also erstmal gute Voraus­setzungen für Urlauber, die nach den zähen Lockdown-Monaten etwa ans Meer oder in die Berge wollen. Es gibt aber Auflagen, etwa eine Testpflicht für alle, die mit dem Flugzeug nach Deutschland zurück­kehren und nicht vollständig geimpft oder von Covid-19 genesen sind.

Baltische Staaten

Estland, Lettland und Litauen haben ihre lange strengen Corona-Regeln stark gelockert. Das öffentliche Leben hat sich inzwischen weitgehend normalisiert. Weiter gibt es aber Corona-Auflagen in vielen Bereichen - teils mit Vorrechten für nachweislich Geimpfte und Genese. Zugleich ist eine zunehmende Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus und eine Verlangsamung der Impfungen zu beobachten.

Wer von Deutschland oder aus anderen EU-Ländern einreist, muss sich registrieren. In Abhängigkeit von der Infektions­lage im Herkunfts­land muss gegeben­falls ein negativer Corona-Test vorgelegt werden und es gilt teils auch eine Quarantäne­pflicht. In Estland sind Einreisende aus Deutschland von beiden Verpflichtungen befreit, in Lettland müssen Nicht-Geimpfte und in Litauen sämtliche Einreisende einen negativen Corona-Test vorzuweisen. Bei der Rückreise nach Deutschland gibt es außer bei Flugreisen keine besonderen Auflagen.

Belgien

Die Zahl der Neu­infektionen ist in dem Land mit 11,5 Millionen zuletzt wieder leicht angestiegen. Knapp 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft. Einreisende aus Deutschland unterliegen derzeit keiner Test- oder Quarantäne­pflicht, gleiches gilt für die Rückreise über den Landweg.

Wer länger als 48 Stunden im Land bleibt, muss sich bei den Behörden anmelden. Wer aus einer EU-Region mit aktiverem Infektions­geschehen kommt, muss in Quarantäne, wenn er nicht geimpft, getestet oder genesen ist. Die Gastronomie darf mit begrenzter Kapazität sowohl innen als auch außen öffnen. Auch Hotels oder Vergnügungs­parks empfangen unter Auflagen Gäste.

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Bulgarien

Lokale und Einkaufs­zentren, Wellness- und Fitness­zentren, Diskotheken und Casinos sind unter Auflagen geöffnet. Auch Theater, Kinos und Museen können besucht werden. In Super­märkten, Apotheken und Banken sowie in Kirchen und öffentlichen Verkehrs­mitteln gilt Masken­pflicht. Bulgariens Badeorte am Schwarzen Meer empfangen wieder Ferien­gäste aus dem Ausland, doch viele große Hotels sind noch weitgehend leer. Die Impfquote ist bei knapp 12 Prozent vollständig Geimpften im EU-Vergleich sehr niedrig.

Das südost­europäische Urlaubsland gilt aus deutscher Sicht nicht als Risiko­gebiet. Deutsche Touristen müssen bei der Rückkehr aus Bulgarien nicht in Quarantäne, nur bei Flugreisen ist ein negativer Test erforderlich. Geimpfte, getestete und von Covid-19 genesene Reisende aus Deutschland und vielen anderen EU-Staaten dürfen ohne Beschränkungen einreisen. Touristen aus Russland, Spanien und Zypern müssen aber einen negativen PCR-Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Dänemark

Dänemark stuft Deutschland als grünes Land ein - damit können Deutsche selbst dann wieder in Dänemark Urlaub machen, wenn sie noch nicht geimpft sind. An der Grenze müssen Reisende jedoch einen negativen Corona-Test vorzeigen, es reicht ein Schnelltest. Für die Rückreise nach Deutschland auf dem Landweg gibt es keine Auflagen. Innerhalb Dänemarks gibt es kaum noch Beschränkungen:

Geschäfte, Restaurants und Kneipen sind offen, Fitness­studios, Museen und Kinos ebenso. Man muss auch keine Maske mehr tragen, abgesehen von Bus, Bahn oder Metro. Vielerorts muss man aber seinen Corona-Pass vorlegen, mit dem man negative Tests, Impfungen und überstandene Infektionen nachweisen kann. Knapp 60 Prozent der Bevölkerung haben ihre erste Impfung erhalten, mehr als jeder dritte Däne ist bereits fertig geimpft.

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Frankreich

In Frankreich sind viele Einrichtungen mit Hygiene­bestimmungen offen, dazu gehören Geschäfte, Kinos oder Schwimm­bäder. Nächtliche Ausgangs­sperre gibt es nicht mehr, im Freien gilt keine allgemeine Masken­pflicht. Über die Hälfte der französischen Bevölkerung ist mindestens einmal geimpft. Für Reisende aus Deutschland und anderen Ländern reicht zur Einreise ein aktueller Schnelltest. Auch mit einem Impf­nachweis können Menschen einreisen.

Ausländische Touristen müssen seit Mittwoch im Land für Tests zahlen - für einen PCR-Test werden 49 Euro fällig, für einen Antigen-Schnelltest 29 Euro. Wer aus Frankreich auf dem Landweg zurück nach Deutschland reist, muss keine Einreise­beschränkungen beachten. Bei Flugreisen muss ein negativer Test, ein Impf- oder Genesungs­nachweis vorgezeigt werden.

Griechenland

Das Land erlebt derzeit einen starken Anstieg bei Corona-Neu­infektionen - allerdings konzentrieren sich die Ausbrüche vornehmlich auf junge Leute in der Region Athen. Weil der Anstieg auf das erst jüngst gelockerte Nachtleben zurück­geführt wird, gelten für Bars nun wieder strengere Regeln, etwa ein Tanzverbot.

Griechen­land-Besucher müssen vor der Einreise online ihre Daten registrieren und erhalten einen QR-Code zur Nach­verfolgung. Außerdem müssen sie bei der Einreise einen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Griechen­land ist kein Risiko­gebiet mehr. Für die Rückreise nach Deutschland per Flugzeug reichen deshalb ein negativer Test oder ein Impf­nachweis.

Großbritannien

Die hoch­ansteckende Delta-Variante treibt die Fallzahlen im Vereinigten Königreich in die Höhe, die Inzidenz für sieben Tage lag zuletzt bei rund 244 pro 100 000 Einwohner.

Allerdings steigt die Zahl der Ein­lieferungen ins Krankenhaus und der Todesfälle deutlich weniger stark als in vorherigen Wellen - ein Erfolg der fortgeschrittenen Impf­kampagne. Mehr als 64 Prozent der britischen Erwachsenen sind vollständig geimpft, mehr als 86 Prozent haben zumindest eine erste Dosis bekommen. Die Regierung verlässt sich auf diese Schutz­wirkung und plant für England weitreichende Lockerungen Mitte Juli. Dann sollen trotz hoher Fallzahlen auch Nachtclubs öffnen und Kontakt­beschränkungen und Masken­pflicht fallen.

Von deutscher Seite aus wurde die Einstufung Großbritanniens und Nordirlands als Virus­varianten­gebiet zurück­genommen, das Land gilt nun als Hoch­inzidenz­gebiet. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personen­gruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die bislang strikte 14-tägige Quarantäne­pflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt - sie müssen zudem einen negativen Test vorlegen. Auch von britischer Seite zeichnet sich eine Lockerung der Regeln ab. Die britische Regierung will Medien­berichten zufolge noch an diesem Donnerstag ein Ende der Quarantäne­pflicht für geimpfte Reisende aus vielen europäischen Ländern, darunter Deutschland, beschließen.

Irland

Auch Irland plant Mitte Juli weitgehende Lockerungen für Reisende. Bislang wird noch von nicht notwendigen Reisen abgeraten. Einreisende müssen einen negativen PCR-Test vorweisen und sich in Quarantäne begeben. Für Reisende aus Ländern mit besonders hohen Corona-Fallzahlen oder gefährlichen Varianten gilt sogar verpflichtende Isolation im Hotel. Vom 19. Juli können Reisende aus EU-Staaten, die über ein EU-Zertifikat verfügen, das die vollständige Impfung, Genesung oder einen negativen PCR-Test belegt, wieder ohne Pflicht zur Quarantäne einreisen. Deutschland hat mehrere irische Regionen als Risiko­gebiete eingestuft, bei Rückkehr von dort muss innerhalb von 48 Stunden ein negativer Test oder ein Impf­nachweis vorgelegt werden - den es aber für eine Rückkehr per Flieger ohnehin braucht.

Italien

Die Infektions­lage in dem Mittelmeer­land ist entspannt, es gelten weiterhin besonders lockere Corona-Regeln. Die Masken­pflicht im Freien entfällt deshalb. Allerdings muss jeder den Schutz tragen, wenn der Mindest­abstand nicht einhalten werden kann, man mit Bus und Bahn fährt oder sich in Innen­räumen aufhält. Knapp 40 Prozent der Bevölkerung ist vollständig gegen Covid-19 geimpft. Wer in das Land reist, soll ein digitales Einreise­formular ausfüllen. Zudem ist ein Nachweis über Impfung, Genesung oder ein negativer Test erforderlich. Wer auf dem Landweg nach Deutschland zurück­reist, muss keine Beschränkungen beachten.

Kroatien

Das beliebte Urlaubsland verlangt von Reisenden das EU-weit gültige Corona-Zertifikat, unabhängig davon, woher sie kommen. Akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist. Die Hotels empfangen Gäste hingegen ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen Gäste in ihren Innen­bereichen bewirten, ausgenommen sind Cafés ohne Speisen­angebot, die nur draußen bedienen dürfen. Nicht zulässig ist außerdem das Bedienen von Gästen, die nicht an Tischen sitzen. Die Cafetiers in Dubrovnik hadern mit den Behörden, weil sie jene Gäste, die es sich gerne auf den barocken Treppen der Altstadt bequem machen, nicht bedienen dürfen. Deutschland hat die Küsten­region Zadar als Risiko­gebiet eingestuft, bei Rückkehr von dort muss innerhalb von 48 Stunden ein negativer Test oder ein Impf­nachweis vorgelegt werden.

Luxemburg

Bei der Einreise von Deutschland nach Luxemburg gelten derzeit keine größeren Einschränkungen. Nur Flug­reisende müssen einen negativen Corona-Test (PCR- oder Schnelltest) vorlegen. Impf- oder Genesenen-Nachweise sind ebenfalls zulässig. Hotels und Gastronomie sind geöffnet. Restaurants, Bars und Cafés, die nur nachweislich geimpfte, genesene, oder negativ getestete Gäste empfangen, müssen drinnen wie draußen keine besonderen Hygiene­regeln mehr einhalten.

Für alle anderen Betriebe gelten Auflagen wie ein reines Sitzplatz­angebot oder maximal vier Personen an einem Tisch im Innen­bereich, sofern diese nicht zusammen wohnen. Der Kultur- und Sport­bereich ist geöffnet. In vielen öffentlichen Bereichen gilt weiterhin die Masken­pflicht. Bei der Rückreise nach Deutschland sind (außer bei Flugreisen) keine Auflagen zu erfüllen, da Luxemburg kein Risiko­gebiet mehr ist.

Malta

Im kleinsten EU-Land sind große Veranstaltungen wieder erlaubt, aber unter strengen Auflagen. Rein darf nur, wer ein anerkanntes Covid-19-Impf­zertifikat vorweisen kann. Im Freien dürfen sich Corona-Geimpfte ohne Mund-Nasen-Schutz bewegen, wenn sie alleine oder mit anderen Geimpften unterwegs sind. Ansonsten gilt die Masken­pflicht, außer an Stränden. Die Gastronomie sowie Kinos und Museen sind geöffnet. Die Fallzahlen sind niedrig, auch wenn sie in der vergangenen Woche leicht gestiegen waren. Knapp 80 Prozent der Erwachsenen sind gegen Covid-19 durch­geimpft. Wer aus Deutschland nach Malta reist, braucht entweder das EU-Impf­zertifikat oder einen negativen PCR-Test. Für die Rückreise nach Deutschland gilt nur die Auflage, bei Flugreisen ein negatives Test­ergebnis oder einen Nachweis der vollständigen Impfung vorzulegen.

Niederlande

Das öffentliche Leben läuft fast normal. Museen, Theater Zoos und Kinos sind geöffnet. Das gilt auch für Restaurants und Geschäfte. Im Prinzip müssen auch keine Masken mehr getragen werden - Ausnahmen gelten für Busse und Bahnen und Flughäfen. Die Grundregel ist der Abstand von 1,5 Metern. In Discos und Nachtclubs oder bei Festivals und Konzerten, wo der Sicherheits­abstand nicht eingehalten werden kann, wird von Besuchern ein negatives Test­ergebnis verlangt oder ein Impf­nachweis. Während der Fußball-EM dürfen Kneipen Spiele auf Video­schirmen zeigen. Deutsche können das Land ohne Ein­schränkung besuchen, auch bei der Heimkehr nach Deutschland gibt es keine Auflagen mehr - mit Ausnahme von Flug­reisenden. In den vergangenen Tagen stiegen die Infektions­zahlen dramatisch durch die Delta-Variante.

Norwegen

Deutsche Touristen können seit kurzem wieder Urlaub in Norwegen machen. Das skandinavische Land hat die Bundes­republik ebenso wie mehrere andere EU-Länder kürzlich als grün eingestuft, was bedeutet, dass man aus diesen Staaten wieder einreisen darf, ohne in Quarantäne zu müssen. Jeder Einreisende mit Ausnahme von Geimpften und Genesenen muss aber eine Einreise­anmeldung ausfüllen und an der Grenze einen Corona-Schnelltest machen. Bei Rückreise nach Deutschland ist zu beachten, dass zwei Provinzen als Risiko­gebiete eingestuft sind - nach einem Aufenthalt dort muss innerhalb von 48 Stunden ein negativer Test oder ein Impf­nachweis vorgelegt werden.

Die Geschäfte und Lokale sind fast überall in Norwegen uneingeschränkt geöffnet. In Bussen und Bahnen muss man einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zwei Drittel aller Erwachsenen im Land haben ihre erste Impfdosis erhalten, knapp 37 Prozent sind vollständig geimpft.

Österreich

Wer im Land ist, muss beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrs­mitteln und Museen einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen.

In praktisch allen anderen Bereichen ist die Masken­pflicht aufgehoben. Außerdem gibt es keine Sperrstunde mehr, so dass auch Diskotheken und die Nacht­gastronomie wieder offen haben. Obendrein sind volle Stadien, Konzert­säle und Kinos erlaubt. Alle Freiheiten können aber nur die genießen, die getestet, genesen oder geimpft sind. Das gilt auch für die Einreise. Die Rückreise von Österreich nach Deutschland ist ohne besondere Auflagen möglich. Nur Flug­reisende benötigen einen negativen Test.

Polen

In dem Nachbarland sind Einkaufs­zentren, Hotels, Museen und Kunst­galerien unter Auflagen geöffnet. Restaurants dürfen in Außen­bereichen Gäste bedienen, in Innen­räumen gilt dies mit 75 Prozent Kapazität. Geimpfte werden bei den Kapazitäts­beschränkungen nicht mitgezählt - sie können also gegebenenfalls auf ein freies Hotelzimmer oder einen freien Tisch im Restaurant zählen.

Fitness­studios und Hallen­bäder sind in Betrieb. Bei Feiern sind maximal 150 Gäste erlaubt. In Innen­räumen sowie in Bussen und Bahnen gilt Masken­pflicht. Gut 30 Millionen Menschen des 38-Millionen-Einwohnerlands haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als ein Drittel haben den kompletten Impfschutz.

Bei der Einreise aus Deutschland und anderen EU-Ländern gilt eine Quarantäne­zeit von zehn Tagen. Dies gilt nicht für Reisende, die bei der Einreise einen negativen Coronatest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Auch vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene sind von der Quarantäne befreit. Für die Bundes­regierung ist Polen kein Risiko­gebiet mehr, damit gibt es bei Rückreise auf dem Landweg keine besonderen Auflagen. Bei Flügen besteht aber weiterhin die Pflicht zur Vorlage eines negativen Tests.

Portugal

In Portugal verschlechtert sich die Corona-Lage bereits seit vielen Wochen. Die landesweite 14-Tage-Inzidenz, die vor einem Monat noch bei 55 lag, stieg jüngst auf 247. Das liegt vor allem an der Ausbreitung der Delta-Variante. Zur Eindämmung wurde vor einigen Tagen wieder eine nächtliche Ausgeh­sperre eingeführt. In den Regionen mit besonders schlechter Lage (darunter die Hauptstadt Lissabon) dürfen die Menschen zwischen 23.00 und 5.00 nur mit triftigem Grund auf die Straße.

Allerdings gab es für Portugal und deutsche Portugal-Fans auch gute Nachrichten: Das Land wurde von Deutschland vom Virus­varianten­gebiet zum Hoch­inzidenz­gebiet zurück­gestuft. Damit ist die Einreise nach Deutschland für Urlaubs­rückkehrer und alle anderen Personen­gruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantäne­pflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt - sie müssen zudem einen negativen Test vorlegen. In Portugal haben bisher mehr als 5,8 Millionen Menschen (gut 56 Prozent) mindestens eine Impfung erhalten, mehr als 3,6 Millionen (35 Prozent) sind vollständig geimpft.

Rumänien

In dem südost­europäischen Land ist die Außen­gastronomie uneingeschränkt geöffnet. Im Freien und damit an Stränden gelten Abstands­pflichten, ein Mund-Nasen-Schutz muss nur in geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden. Abhängig von der Corona-Inzidenz kann es in einzelnen Orten aber jederzeit zu Einschränkungen kommen, wie etwa der Besucher­zahl in Restaurants. Clubs, Diskotheken, Spielhallen und Bars sind nur für vollständig Geimpfte geöffnet.

Deutsche Touristen brauchen weder Impf- noch Test­nachweis und müssen auch nicht in Quarantäne. Dies gilt auch bei der Rückkehr aus Rumänien nach Deutschland, Ausnahme ist die Testpflicht bei Flugreisen.

Schweden

Schweden hat keine Einschränkungen für Reisende aus Deutschland und anderen EU-Ländern, aber man muss einen negativen Corona-Test vorweisen. Menschen aus dem restlichen Skandinavien sind davon ausgenommen. Von Reisen in die Provinzen Kronoberg, Norrbotten und Värmland rät das Auswärtige Amt ab, sie gelten als Risiko­gebiete - bei Rückkehr von dort muss innerhalb von 48 Stunden ein Test vorgelegt werden. In Schweden gibt es keine Masken­pflicht, die geltenden Beschränkungen sind nach wie vor lockerer als in vielen anderen Ländern Europas. Knapp zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft worden, über 40 Prozent haben auch schon ihre zweite Impfdosis erhalten.

Schweiz

Die Infektions­zahlen steigen zwar wieder leicht, aber Verschärfungen der längst weitgehend zurück­gefahrenen Corona-Maßnahmen gibt es in der Schweiz nicht. In Innen­räumen und öffentlichen Verkehrs­mitteln müssen Masken getragen werden. Nur Flug­reisende, die weder geimpft noch genesen sind, brauchen vor der Einreise einen negativen Corona-Test und müssen Kontakt­daten hinterlegen. Auch die Rückreise nach Deutschland ist auf dem Landweg ohne besondere Auflagen möglich. Das EU-Impf­zertifikat wird anerkannt und erlaubt es unter anderem, an Großv­eranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen teilzunehmen. Darüber hinaus können Clubs oder Diskotheken auch Impf­zertifikate verlangen, um ihren Gästen dadurch größere Hygiene­auflagen zu ersparen. In manchen Kantonen können Restaurants und Veranstalter noch die Zahl der Gäste pro Tisch oder Sitzreihe begrenzen.

Slowakei

Nach kurz­fristigen Ein­reise-Erleichterungen im Juni hat die Slowakei aus Furcht vor der Delta-Variante eine abrupte Kehrt­wendung vollzogen. Ab 9. Juli (Freitag) gilt für Nicht-Geimpfte abgesehen von wenigen Ausnahme­fällen eine Quarantäne­pflicht, von der man sich frühestens nach fünf Tagen freitesten kann. Auch für Geimpfte gilt ausnahmslos eine Registrierungs­pflicht vor der Einreise, unabhängig davon, wie sicher das Herkunfts­land ist. Hintergrund ist, dass die Impfungen abgesehen von der Vorbild­region Bratislava sehr schleppend verlaufen. Bis Mittwoch waren nur 2 Millionen der 5,5 Millionen Einwohner (38 Prozent) wenigstens einmal geimpft. Im Inneren von Geschäften und öffentlichen Verkehrs­mitteln sowie bei Massen­veranstaltungen auch im Freien gilt eine Masken­pflicht. Bei der Rückreise nach Deutschland ist nur bei Flugreisen eine Testpflicht zu beachten.

Slowenien

Menschen, die sich zuletzt nur in Deutschland oder einem anderen Land der sogenannten „Grünen Liste“ aufgehalten haben, können ohne Auflagen und Einschränkungen nach Slowenien reisen. Für Hotel­übernachtungen gilt grund­sätzlich die Vorschrift, dass der urlaubende Gast entweder geimpft, genesen oder getestet sein muss.

Auch dürfen die Hotels nur teilweise ausgelastet sein. Die Außen­gastronomie ist für alle offen, die Innen­bereiche von Gaststätten, Casinos, Discos und Nachtclubs können nur von Geimpften, Genesenen oder Getesteten genutzt werden. Slowenien ist kein Risiko­gebiete, für die Rückreise nach Deutschland gelten also keine besonderen Auflagen abgesehen von der Testpflicht für Flugreisen.

Spanien

Im belieb­testen Urlaubsland der Deutschen wird die Corona-Lage seit Ende Juni immer schlechter. Die meisten Sorgen bereiten die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante sowie die bei jüngeren Menschen bis 29 Jahren besonders rapide steigenden Infektions­zahlen. In Katalonien, der Region mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz, soll das Nachtleben ab Freitagabend stark eingeschränkt werden, um der Pandemie wieder Herr zu werden.

Teilweise - zum Beispiel auf den Balearen - gibt es auch noch Beschränkungen bei der Zahl von Gästen in der Gastronomie, sowie in Kinos und Theatern. Ansonsten ist das Leben in Spanien weitgehend normalisiert. Nahezu überall sind die Strände, Straßen, Plätze, Kneipen, Restaurants und Hotels voll.

Touristen aus Deutschland können ohne Test oder einen Nachweis einer Impfung oder einer Genesung von einer Corona-Erkrankung einreisen.

Vor Einreise muss aber eine elektronische Einreise­karte ausgefüllt werden. Bei der Rückreise ist zu beachten, dass mehrere spanische Regionen als Risiko­gebiete eingestuft sind - hier muss ein Test vorgelegt werden, den es aber für Flugreisen ohnehin braucht.

Bundes­außen­minister Heiko Maas sagte am Montag in Madrid: „Es gibt keinerlei Hinweise auf Entwicklungen, die befürchten ließen, dass wir in absehbarer Zeit wieder Entscheidungen treffen müssten, die dazu führen, dass deutsche Touristen in Spanien keinen Urlaub mehr machen können.“ Gut 56 Prozent aller 47 Millionen Bewohner des Landes sind mindestens einmal, 41 Prozent vollständig geimpft. Vorteile für Geimpfte gibt es außer bei Reisen etwa zu den Kanaren bisher kaum.

Tschechien

Aus Sorge vor der ansteckenderen Delta-Variante gelten vom 9. Juli an schärfere Bestimmungen für Touristen. Wer aus einem grünen Land wie Deutschland kommt, muss ein negatives Schnelltest-Ergebnis dabei haben, das nicht älter als 48 Stunden ist, oder ein PCR-Test­ergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist. Zudem ist vorab ein Online-Melde­formular auszufüllen. Wer vollständig geimpft ist, braucht keinen Test. Zudem gibt es Ausnahmen für den Transit und den kleinen Grenz­verkehr. Die Corona-Lage in Tschechien hat sich stark verbessert. Zuletzt gab es innerhalb von sieben Tagen neun Neu­infektionen je 100 000 Einwohner. In Prag werden Hotelgäste mit kostenlosen Kultur­gutscheinen belohnt. Bei der Rückreise nach Deutschland sind abgesehen von Flugreisen keine besonderen Auflagen zu beachten.

Türkei

Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Restaurants, Cafés und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet. Ab 1. Juli werden zudem seit Monaten geltende Ausgangs­beschränkungen vollständig aufgehoben.

Touristen waren von denen jedoch ohnehin ausgenommen. Es gilt weiterhin eine Masken­pflicht in der Öffentlichkeit. Nach offiziellen Angaben geht die Zahl der Neu­infektionen im Land weiter zurück. Mitte April lag sie noch bei teils mehr als

60.000 am Tag, nun zwischen 5000 und 6000. Bisher haben mehr als 40 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung verabreicht bekommen. Die Türkei gilt als Risiko­gebiet - bei der Rückreise nach Deutschland muss entweder ein negativer Corona-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung vorgelegt werden.

Ungarn

Auf dem Land- oder Wasserweg können Menschen aus allen Nachbar­ländern außer der Ukraine uneingeschränkt einreisen. Mit dem Flugzeug können deutsche Touristen jedoch nur kommen, wenn sie das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat vorweisen können.

Hotel­übernachtungen sind wieder uneingeschränkt möglich, ebenso der Besuch der Innenräume von Gaststätten. Auch gilt - abgesehen von Kranken­häusern und Altenheimen - keine Masken­pflicht mehr. Für die Rückreise nach Deutschland sind abgesehen von der Testpflicht bei Flugreisen keine besonderen Auflagen zu beachten.

Zypern

Die Infektions­zahlen auf Zypern sind vergangene Woche stärker gestiegen als in jedem anderen EU-Land. Deshalb wird die Insel beim Aus­wärtigen Amt wieder als Risiko­gebiet eingestuft. In Quarantäne muss man bei der Rückreise dennoch nicht, wenn ein negativer Test, ein Impf- oder ein Genesenen­nachweis vorliegen. Um sich auf Zypern frei bewegen zu können, benötigen Touristen den „Cyprus Flight Pass“.

Er wird online beantragt und sollte während des Urlaubs stets mitgeführt werden. Zur Einreise benötigen die Gäste einen negativen Corona-Test. Alternativ müssen sie eine erste Impfung nachweisen, die mindestens drei Wochen zurückliegt.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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