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Arbeitsrecht | 08.01.2019

Private Handynummer

Ständige Erreich­barkeit: Müssen Arbeit­nehmer ihre Handynummer herausgeben?

Keine generelle Pflicht zur Herausgabe der privaten Handynummer an Arbeitgeber

In manchen Berufen ist es wichtig, dass Arbeit­nehmer auch außerhalb ihres regulären Arbeits­platzes erreichbar sind. Das betrifft nicht nur Ärzte, sondern beispiels­weise auch IT-Fachkräfte oder Mitarbeiter im Gesundheits­amt. Nicht jeder möchte dann unbedingt seine private Handynummer herausgeben, um für den Arbeitgeber im Fall der Fälle erreichbar zu sein. Aber müssen Arbeit­nehmer das? Wie sind hier die Regeln?

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Das ergibt sich meist aus den Pflichten, die im Arbeits­verhältnis fest­geschrieben sind, erklärt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin und Mitglied des Geschäfts­führenden Ausschusses der Arbeits­gemeinschaft Arbeits­recht im Deutschen Anwalt­verein (DAV).

Zur Absicherung der Rufbereitschaft kann die Herausgabe der Handynummer notwendig sein

Ist im Arbeits­vertrag festgelegt, dass der Mitarbeiter innerhalb bestimmter Zeiten für seine Ruf­bereitschaft erreichbar sein muss, komme er um die Herausgabe seiner privaten Handynummer meist nicht herum, erläutert Rechtsanwalt Peter Meyer. Der Mitarbeiter müsse sicher­stellen, dass er „in einer Zeit von meist wenigen Minuten“ zu erreichen ist. Das klappt oft nur unter der privaten Handynummer. „Es sei denn, der Arbeit­nehmer kann belegen, dass er immer auch unter seiner Festnetz­nummer anzutreffen ist“, erklärt Rechtsanwalt Peter Meyer.

Keine Rufbereitschaft - keine Handynummer

Und was gilt für Arbeitnehmer, die keine Bereitschaftsdienste schieben? Die müssen ihre private Handynummer dem Arbeitgeber in der Regel nicht mitteilen, erklärt Rechtsanwalt Peter Meyer. Für diese Forderung müsse der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse nachweisen. „Dieses besteht zum Beispiel, wenn der Arbeitgeber darlegen kann, dass etwa im Falle einer Betriebs­störung ein einzelner Mitarbeiter, der über die für die Störungs­beseitigung relevante Informationen verfügt, auch erreichbar sein muss.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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