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Arbeitsrecht | 23.04.2019

Zeit­erfassung

Stempel­karte, Stechuhr oder digitale Arbeits­zeit­messer - Darf der Arbeitgeber eine Zeit­erfassung einführen?

Einführung einer Zeit­erfassung unterliegt grund­sätzlich dem Direktions­recht des Arbeit­gebers

Stempel­karte und Stechuhr gehören in den meisten Unternehmen der Vergangenheit an. Die Zeit­erfassung ist dennoch in vielen Betrieben Thema - auch wenn das heute zumeist über spezielle Software und digitale Arbeits­zeit­messer erfolgt. Darf jeder Arbeitgeber eine solche Zeit­erfassung einführen? Wie sind hier die Regeln?

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„Teilweise müssen Arbeitgeber sogar eine Regelung zur Zeit­erfassung treffen“, erklärt Roland Gross, Fachanwalt für Arbeits­recht in Leipzig. Etwa in Unternehmen, in denen Mindest­lohn­tarife gelten. Für solche Betriebe ist vorgeschrieben, dass sie Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit ihrer Angestellten aufzeichnen und aufbewahren - sodass die Einhaltung der Tarife überprüft werden kann.

Arbeitgeber kann über das „ob“ und „wie“ der Arbeitszeiterfassung bestimmen

grund­sätzlich unterliegt die Einführung einer Zeit­erfassung dem Direktions­recht des Arbeit­gebers, erklärt Rechtsanwalt Gross, der Mitglied in der Arbeits­gemeinschaft Arbeits­recht des Deutschen Anwalt­vereins ist. Das heißt, ein Arbeitgeber kann bestimmen, ob und wie Mitarbeiter künftig ihre Arbeits­zeiten dokumentieren müssen.

Betriebsrat darf mitbestimmen

Allerdings fällt die Entscheidung zur Einführung eines Zeit­erfassungs­systems in den Mit­bestimmungs­bereich des Betriebs­rats. Die Arbeit­nehmer­vertretung bestimmt also zum Beispiel mit, wie die Zeit­erfassung im Detail aus­gestaltet wird.

Quelle: dpa/DAWR/kg
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