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Steuerrecht | 13.04.2021

Homeoffice

Steuer­erklärung: Homeoffice-Pauschale und Fahrtkosten getrennt absetzen

Gleichzeitiger Ansatz der Homeoffice-Pauschale und Entfernungs­pauschale für einzelne Tage nicht möglich

Viele Beschäftigte arbeiten von zu Hause und können dann die Homeoffice-Pauschale nutzen. Wer in den Betrieb fährt, kann Fahrtkosten geltend machen. Beides gleich­zeitig geht nicht.

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Nach der Corona-Arbeits­schutz­verordnung sind Arbeitgeber angehalten, für ihre Mitarbeiter die Arbeit von zu Hause aus, wo immer es geht, möglich zu machen. Für Arbeitstage, an denen ausschließlich im Homeoffice gearbeitet wurde, können Beschäftigte die Homeoffice-Pauschale von 5 Euro am Tag, maximal 600 Euro im Jahr, als Werbungs­kosten in der Steuer­erklärung geltend machen.

Wichtig zu beachten

„Ein gleichzeitiger Ansatz der Homeoffice-Pauschale und der Entfernungs­pauschale oder Reisekosten für einzelne Tage ist nicht möglich“, erklärt Jana Bauer vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL) in Berlin. Das heißt: Wer von zu Hause arbeitet und am selben Tag auch in den Betrieb fährt, kann für diesen Tag nur die Entfernungs­pauschale geltend machen.

Zeitfahrkarte kann geltend gemacht werden

Wer eine Jahres- oder Monats­fahrtkarte für den öffentlichen Personennah­verkehr besitzt, kann die tatsächlich geleisteten Aufwendungen für eine solche Zeitfahr­karte für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitss­tätte als Werbungs­kosten abziehen. Das gilt zumindest wenn sie bei jahres­bezogener Betrachtungs­weise höher sind als der Ansatz der Entfernungs­pauschale von 0,30 Euro je Entfernungs­kilometer.

Das gilt auch, wenn die Zeitfahr­karte wegen der Arbeit im Homeoffice gar nicht im geplanten Umfang oder bisher nur für private Zwecke genutzt wurde, sie aber in Erwartung einer regel­mäßigen Nutzung für die Fahrten zur ersten Tätigkeitss­tätte erworben wurde. Eine Aufteilung der Aufwendungen für die Zeitfahr­karte auf einzelne Arbeitstage muss nicht erfolgen.

Homeoffice-Pauschale nur für Arbeit Zuhause

Beispiel: Eine Arbeit­nehmerin hat ein Jahres­abonnement für die Nutzung der öffentlichen Verkehrs­mittel zu einem Preis von 660 Euro erworben. Die einfache Entfernung zur ersten Tätigkeitss­tätte beträgt 2 Kilometer. In den Monaten April, Mai, Juni, November und Dezember 2020 war sie ausschließlich im Homeoffice tätig.

Für die betreffenden Tage kann sie die Homeoffice-Pauschale von 5 Euro und zusätzlich die gesamten Kosten für das Jahres­abonnement von 660 Euro als Werbungs­kosten in ihrer Steuer­erklärung geltend machen.

„Unabhängig von der Regelung, dass die Aufwendungen für die Zeitfahr­karte vollständig angesetzt und nicht gekürzt werden müssen, gilt aber, dass ein Ansatz der Homeoffice-Pauschale tatsächlich nur für diejenigen Tage möglich ist, an denen keine Fahrt zur ersten Tätigkeitss­tätte unternommen wurde“, erläutert Bauer. Dieser Grundsatz wurde hierdurch nicht aufgehoben.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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