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Steuerrecht | 18.10.2017

BahnCard

Steuerfreie Privat­fahrten mit BahnCard vom Arbeitgeber

Privat nutzbare BahnCard stellt grundsätzlich zu versteuernden geldwerten Vorteil dar

Grund­sätzlich gilt: Bekommen Arbeit­nehmer von ihrem Arbeitgeber eine BahnCard, die sie auch für private Zugfahrten nutzen dürfen, ist das ein geldwerter Vorteil, der versteuert werden muss. „Dies können Steuer­zahler aber vermeiden, wenn sie die geplanten Dienst­fahrten vorab überschlagen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

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Steuerfreie Überlassung der BahnCard

Steuerfrei bleibt die Überlassung der BahnCard nämlich, wenn der Arbeitgeber durch deren Einsatz für Dienst­fahrten mindestens so viel spart, wie die BahnCard gekostet hat. „Dann liegt ein überwiegend Eigen­betriebliches Interesse vor“, erläutert Klocke.

Das hat zur Folge, dass kein zu versteuernder geldwerter Vorteil entsteht. Der Arbeit­nehmer kann die BahnCard neben den Dienst­fahrten so oft privat nutzen, wie er möchte. Lohnsteuern muss er nicht zahlen.

BahnCard-Kosten als Arbeitslohn versteuern

Spart der Arbeitgeber durch den Einsatz der BahnCard voraussichtlich weniger, als diese gekostet hat, wird dies beim Arbeit­nehmer als Arbeitslohn versteuert. „Dies ist beispiels­weise der Fall, wenn der Arbeit­nehmer dienstlich wenig mit der Bahn unterwegs sein wird.“

Bei einer solchen Prognose muss zunächst der komplette Preis für die BahnCard versteuert werden. Setzt der Arbeit­nehmer die BahnCard dann aber dienstlich ein, kann die Besteuerung korrigiert werden.

Besteuerung korrigieren

Dafür gibt es laut einer aktuellen Verfügung der Oberfinanz­direktion Frankfurt am Main zwei Möglichkeiten: Entweder werden die dienstlichen zu den Gesamt­fahrten ins Verhältnis gesetzt und nach dieser Quote die Steuer bereinigt, oder der Arbeitslohn wird um die ersparten Reisekosten gemindert. Arbeitgeber oder Arbeit­nehmer sollten die Fahrscheine für eine solche Abrechnung gut aufbewahren.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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