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Erbrecht und Steuerrecht | 09.08.2017

Schenken statt vererben

Steuern sparen: Schenken statt vererben

Verschenken des Besitzes zu Lebzeiten kann Steuerlast erheblich senken

Wer seinen nahen Verwandten hohe Erbschafts­steuern ersparen will, kann zu Lebzeiten Schenkungen in Erwägung ziehen. Die Frei­beträge innerhalb der Familie sind hoch - und sie können sogar mehrfach aus­geschöpft werden.

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Schenken oder vererben? Diese Frage bewegt viele mit zunehmendem Alter. Grund­sätzlich spricht viel dafür, zu Lebzeiten sein Vermögen an den Ehepartner, an Kinder oder an andere nahe Verwandte weiter­zugeben. Zum einen winken hohe Steuerfrei­beträge, die bei frühzeitigem Beginn des Verschenkens mehrfach aus­geschöpft werden können. Zum anderen behält der Schenkende bei der Verteilung seines Vermögens die Zügel in der Hand und kann vermeiden, dass nach seinem Tod unter den Erben Streit ausbricht.

Steuerliche Freibeträge für Erbschaften und Verschenkungen

„Mit dem Verschenken von Geld können Eltern ihre Kinder in die Lage versetzen, ein Eigenheim zu erwerben oder sich eine Existenz aufzubauen“, sagt Wolfram Theiss, Spezialist für Erbschaft- und Schenkung­steuerrecht in München. Er ist Vorsitzender Arbeits­gemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwalt­verein (DAV). Diese finanzielle Zuwendung seitens der Eltern können Kinder im Alter von um die 30 Jahre häufig besser gebrauchen, als wenn sie Jahrzehnte später übers Erben zu dem Geld kommen. Die Eltern können so dafür sorgen, dass unliebsame Verwandte beim Erben leer ausgehen.

Egal, ob Erbschaften oder Schenkungen: In beiden Fällen gibt es steuerliche Frei­beträge. Das heißt, erst wenn der Betrag eine bestimmte Höhe über­schreitet, müssen Steuern gezahlt werden. „Der Steuer­freibetrag ist umso höher, je enger die verwandtschaftliche Beziehung ist“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Ehepartner können bis zu 500.000 Euro erben, ohne dass Steuern fällig werden. Kinder können 400.000 Euro steuerfrei erhalten - und zwar von jedem Elternteil. Großeltern können ihren Enkel­kindern 200.000 Euro überlassen, ohne dass der Fiskus zugreift. Auch für Stiefkinder, Geschwister, Nichten, Neffen und Lebens­gefährten gibt es einen steuerlichen Freibetrag: Er liegt bei 20.000 Euro.

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Zwischen Erbschaften und Schenkungen gibt es wesentliche Unterschiede

„Im Gegensatz zu Erbschaften können bei Schenkungen die Steuerfrei­beträge alle zehn Jahre aufs Neue aus­geschöpft werden“, erläutert Isabel Klocke. Hat beispiels­weise ein Vater seiner Tochter im Jahr 2017 einen Betrag von 400.000 Euro geschenkt, muss sie keine Steuern zahlen; der Vater kann zehn Jahre später der Tochter wieder 400.000 Euro schenken, ohne dass Abgaben anfallen.

Vermögen in Etappen verschenken

Wer also frühzeitig damit beginnt, sein Vermögen zu verteilen und in Abständen von zehn Jahren an seine Nachkommen weitergibt, sorgt dafür, dass die Begünstigten im Ergebnis weniger oder keine Steuern zahlen müssen. Das lohnt vor allem bei großem Vermögen. Auch Ketten­schenkungen sind von Vorteil. Dabei wird Vermögen schrittweise den Kindern geschenkt. Möglich ist etwa, dass der eine Ehegatte dem anderen 500.000 Euro steuerfrei schenkt und anschließend beide Elternteile getrennt voneinander ihren Kinder 400.000 Euro zukommen lassen. So profitieren die Beteiligten zweimal von den Frei­beträgen.

Schenkungen dokumentieren

Schenkungen sollten unbedingt dokumentiert werden - mit Namen der Beteiligten, dem Gegenstand der Schenkung, Datum sowie Unter­schriften von allen Beteiligten. Das ist im Fall von Geld oder Gegenständen auch formlos - also ohne Anwalt oder Notar - möglich. „Durch die Schenkungen reduziert sich automatisch auch der Pflichtteil, der im Erbfall Angehörigen wie etwa Kindern zusteht“, so Wolfram Theiss. Aber aufgepasst: Schenkungen, die in den letzten zehn Jahren vor dem Tod des Schenkers veranlasst wurden, werden zum Nachlass gezählt und erhöhen so den Pflicht­teils­anspruch. „Dabei gibt es aber einen sogenannten Abschmelzungs­faktor von zehn Prozent“, erläutert Wolfram Theiss.

Stirbt der Schenker im ersten Jahr nach der Schenkung, bemisst sich der Pflichtteil am Gesamtwert des Nachlasses. Stirbt er im zweiten Jahr, beläuft sich der Pflichtteil auf 90 Prozent des Vermögens­wertes, im dritten Jahr 80 Prozent. Erst nach zehn Jahren ist die Schenkung für den Pflichtteil ohne Bedeutung. „Eine Schenkung muss wohlüberlegt sein“, betont Wolfram Theiss. Denn sie kann nicht so ohne weiteres wieder rück­gängig gemacht werden. Das ist, wenn überhaupt, dann nur in Ausnahme­fällen, etwa bei grobem Undank möglich.

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Bewohnte Immobilie: Wohnrecht und Nießbrauch sichern lassen

Eine Schenkung von Immobilien muss Grund­sätzlich notariell beurkundet werden. Gut durchdacht sein sollte die Entscheidung, eine Immobilie, in der man selbst lebt, den Kindern zu übertragen. „Ab Eintragung ins Grundbuch ist der Schenker nicht mehr Herr im Hause“, sagt Anja Hardenberg von der Stiftung Warentest in Berlin. Er kann es weder verkaufen noch als Kredit­sicherung nutzen. Schenker sollten sich daher ein sogenanntes Nießbrauch­recht sichern. Damit können sie nicht nur die verschenkte Immobilie weiter nutzen, sondern sie auch weiter vermieten - die Einnahmen gehören dem Inhaber des Nießbrauch­rechts.

Schenkungsvertrag: rechtlich absichern lassen

Beim Verschenken von Immobilien sollte möglichst ein ausgefeilter Übergabe­vertrag abgeschlossen werden, empfiehlt Anja Hardenberg von der Stiftung Warentest in Berlin. Darin kann nicht nur das Nießbrauch­recht vereinbart sein, sondern etwa auch ein Rück­forderungs­recht. Wird zum Beispiel der Sohn insolvent, dann fällt das Haus an die Eltern zurück. „Das verhindert die Zwangs­voll­streckung der Immobilie durch die Gläubiger des Sohns“, so Anja Hardenberg von der Stiftung Warentest in Berlin. Sie rät: Beim Erstellen des Übergabe­vertrags sollten sich Immobilien­besitzer unbedingt juristisch beraten lassen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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