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Steuerrecht | 19.03.2019

Einkommens­steuer­erklärung

Steuertipp: Son­der­aus­gaben absetzen und Steuern sparen

Liste im Einkommen­steuer­gesetz definiert absetzbare Sonder­ausgaben

Als Sonder­ausgaben lassen sich auch manche private Kosten etwa für die Kinder­betreuung oder Alters­vorsorge von der Steuer absetzen. Die Angabe lohnt sich.

Wer Steuern zahlt, kann sich einen Teil davon vom Finanzamt zurückholen. Dazu müssen Steuer­zahler bestimmte Ausgaben in ihrer Steuer­erklärung geltend machen. Zum Beispiel Sonder­ausgaben. „Private Ausgaben zählen bei der Steuer eigentlich nicht“, erklärt Marieke Einbrodt, Steuer­expertin bei der Stiftung Warentest. „Die Sonder­ausgaben sind eine Ausnahme von dieser Regel.“

Welche privaten Kosten steuerlich absetzbar sind, ist genau definiert. „Im Einkommen­steuer­gesetz gibt es eine Liste“, sagt Udo Reuß, Steuer­experte beim Verbraucher­portal Finanztip. „Was nicht darauf steht, kann auch nicht abgesetzt werden.“

Unterschieden wird zwischen Vorsorgeaufwendungen und anderen Sonderausgaben

Die wichtigste Gruppe sind die Vorsorge­aufwendungen. Dazu zählen zum Beispiel Beiträge zur Alters­vorsorge, erklärt Erich Nöll vom Bundes­verband der Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL). Außerdem können hier auch Beiträge zur Kranken-, Pflege- und zu anderen Versicherungen berücksichtigt werden.

Die zweite Gruppe sind die sogenannten sonstigen Sonder­ausgaben. „Hier lassen sich Kirchen­steuer, Spenden, Ausgaben für Kinder­betreuung oder Ausbildungs­kosten absetzen“, erklärt Erich Nöll.

Beiträge zur Alters­vorsorge tragen Steuer­zahler in der Steuer­erklärung in die Anlage Vorsorge­aufwand ein. „Das sind Ausgaben, die jeder hat - und sie lohnen sich“, erklärt Nöll. Eingetragen werden Beiträge zur gesetzlichen Renten­versicherung, zu einem berufs­ständischen Versorgungs­werk oder zur Rürup-Rente.

Höhe der absetzbaren Beträge

Absetzbar sind bis zu 23.712 Euro. Für zusammen­veranlagte Ehepaare oder Lebens­partner gilt der doppelte Betrag. Allerdings erkennt das Finanzamt für das Steuerjahr 2018 nur 86 Prozent der Ausgaben an, 2019 dann 88 Prozent. Erst ab 2025 gilt der volle Betrag.

Außerdem zieht das Finanzamt noch den Arbeitgeber­anteil der Zahlungen ab. „Wer die Höchstg­renze nicht ausreizt, kann mit freiwilligen Sonder­zahlungen an die gesetzliche Rentenkasse noch einen ordentlichen Steuer­vorteil herausholen“, empfiehlt Marieke Einbrodt.

Riester-Sparer können diese Ausgaben in der Anlage AV eintragen. „Das Finanzamt erkennt bis zu 2100 Euro der Beiträge und Zulagen als Sonder­ausgabe an. Es prüft aber auch, ob die zustehenden Zulagen günstiger sind oder der Sonder­ausgaben­abzug. Ist die Steuer­ersparnis höher als die Zulagen, verrechnet das Amt die Ersparnis mit der Steuer­schuld“, erklärt die „Finanztest“-Expertin.

Sonstige Vorsorgeaufwendungen

Ebenfalls in die Anlage Vorsorge­aufwand kommen die sonstigen Vorsorge­aufwendungen. Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung sind in voller Höhe absetzbar, allerdings nur die einer Basis­versorgung. Wer also beispiels­weise eine Zahn­zusatz­versicherung besitzt, kann das nicht steuerlich geltend machen.

Bleiben die Beiträge unter der Grenze von 1.900 Euro, kann der Steuer­zahler die Kosten weiterer Versicherungen, etwa der Berufs­unfähigkeits-, Privat­haftpflicht- oder Risiko­lebens­versicherung in das Formular eintragen.

Sonderausgabenpauschale ist sehr gering

Für alle sonstigen Sonder­ausgaben gibt es einen mageren Pauschal­betrag von 36 Euro pro Person. Bei Angestellten berücksichtigt der Arbeitgeber diese schon in der Gehalts­abrechnung. Alle anderen bekommen ihn automatisch vom Finanzamt gewährt, sofern sie eine Steuer­erklärung abgeben, erklärt Marieke Einbrodt.

Entsprechende Belege über das Jahr sammeln

„Die meisten kommen aber wohl problemlos auf höhere Beträge, die Liste der Sonder­ausgaben ist ja lang. Es lohnt sich, die abzugs­fähigen Posten zu kennen und über das Jahr entsprechende Belege zu sammeln.“

Kinderbetreuung als Sonderausgabe geltend machen

Wer Kinder hat, kann die Kosten für eine Kinder­betreuung oder die Schul­gebühren einer Privat­schule in der Anlage Kind geltend machen. Von Gebühren für Kita, Kinder­garten, Tagesmutter oder Hort erkennt das Finanzamt maximal 6.000 Euro an. Allerdings wirken sich davon nur zwei Drittel steuer­mindernd aus.

Auch Unterhaltszahlungen sind absetzbar

In den Mantelbogen der Steuer­erklärung gehören Kirchen­steuer, Spenden und Unterhalt an den Ex-Partner. Für den Unterhalt muss zusätzlich die Anlage U ausgefüllt werden. Die muss auch der Ex-Partner unterschreiben.

Kosten für erste Berufsausbildung unbedingt bei den Werbungskosten eintragen

Auch die Kosten der ersten Berufsaus­bildung zählen bisher zu den Sonder­ausgaben. „Allerdings läuft das bei vielen Studenten ins Leere, weil sie nichts verdienen“, weiß Finanztip-Experte Reuß. Jedoch entscheidet voraussichtlich dieses Jahr das Bundes­verfassungs­gericht, ob diese Ausgaben Werbungs­kosten sind. Udo Reuß rät daher, die Kosten unbedingt bei den Werbungs­kosten in Anlage N einzutragen. „Die Steuer­bescheide sind dann in diesem Punkt vorläufig, bis das Gericht entschieden hat.“

Belege müssen nicht mehr eingereicht werden

„Die Pflicht, Belege direkt mit der Steuer­erklärung an das Finanzamt zu schicken, ist passé. Aufheben müssen Steuer­zahler ihre Unterlagen allerdings weiterhin“, sagt Marieke Einbrodt. Wird das Finanzamt bei einem Posten in der Steuer­erklärung stutzig, wird es um entsprechende Rechnungen und Nachweise bitten. Bis zu ein Jahr nach dem Steuer­bescheid ist es deshalb sinnvoll, die Unterlagen aufzuheben.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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