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Steuerrecht | 24.03.2016

Außergewöhnliche Belastung

Steuer­zahler sollten ihre Krankheits­kosten steuerlich geltend machen

Gegen die Kürzung der zumutbaren Eigen­belastung wurde Verfassungs­klage beim Bundes­verfassungs­gericht eingereicht

Steuer­zahler sollten ihre Krankheits­kosten in der Steuer­erklärung angeben - und zwar ab dem ersten Euro. Aktuell berücksichtigt das Finanzamt diese Aufwendungen erst, wenn ein bestimmter Betrag - die sogenannte zumutbare Eigen­belastung -überschritten ist. Dagegen ist aber eine Beschwerde beim Bundes­verfassungs­gericht anhängig (Az.: 2 BvR 180/16).

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Krankheits­kosten sollten unter außergewöhnliche Belastungen eingetragen werden

Kosten für Zahnersatz, Brillen, Kuren oder orthopädische Hilfsmittel wie Schuh­einlagen und Zuzahlungen zu Rezepten sollten daher in der Einkommen­steuer­erklärung als außergewöhnliche Belastungen angegeben werden. Bis zu einer Entscheidung des Gerichts wird das Finanzamt die vollen Kosten allerdings nicht berücksichtigen. Sollte das Bundes­verfassungs­gericht die zumutbare Eigen­belastungs­grenze kippen, kann der Steuer­zahler später noch Geld vom Finanzamt zurück­erhalten.

Bisher erfolgt keine Anrechnung der Krankheits­kosten durch das Finanzamt

Es ist ratsam, die Kosten gleich in der Einkommen­steuer­erklärung anzugeben. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich der Steuer­zahler womöglich später nicht mehr an die Ausgaben erinnert oder Belege verloren gehen. Auch wenn das Finanzamt die Krankheits­kosten nach jetziger Rechtslage nicht anrechnet: Einen Einspruch gegen den Steuer­bescheid muss der Steuer­zahler deswegen prinzipiell nicht einlegen. Die Bescheide sind in diesem Punkt vorläufig und können später noch geändert werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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