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Immobilienrecht und Mietrecht | 18.12.2017

Verjährung

Stichtag 31.12.2017: Auf welche Fristen Mieter achten sollten

Bestehende Forderungen noch vor dem Jahres­wechsel anmelden

Wer noch Geld von seinem Vermieter bekommt, sollte prüfen, ob er auch 2018 noch Anspruch darauf hat. Denn am 31. Dezember verjähren zahlreiche Ansprüche, erklärt der Deutsche Mieterbund (DMB) in Berlin. Im Zweifel sollten Betroffene noch vor dem Jahres­wechsel ihre Forderung anmelden.

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Grund­sätzlich beträgt die Verjährungs­frist für Ansprüche aus Miet­verhältnissen drei Jahre. Sie beginnt am Ende des Kalender­jahres zu laufen, in dem der Anspruch entstanden ist. Das heißt: Forderungen des Mieters zum Beispiel wegen zu viel gezahlter Miete, die im Laufe des Jahres 2014 entstanden sind, verjähren am 31. Dezember 2017.

Dreijährige Verjährungsfrist gilt auch für Rückzahlung der Mietkaution

Auch Ansprüche auf Rück­zahlung der Mietkaution verjähren nach drei Jahren. Hier beginnt die Verjährung nach Beendigung des Miet­vertrages und Ablauf der dem Vermieter im Zweifel zuzubilligenden sechsmonatigen Abrechnungs­frist. So wird gerechnet:

  • Ende des Miet­verhältnisses 31. Oktober 2013
  • Ansprüche werden sechs Monate später fällig, also am 30. April 2014
  • Verjährungs­frist beginnt am 31. Dezember 2014
  • Verjährung des Mieter­anspruchs 31. Dezember 2017

Die sechsmonatige Verjährungsfrist

Neben der regulären drei­jährigen Verjährungs­frist gibt es aber auch kürzere Kündigungs­fristen. Hat der Mieter zu Unrecht, aufgrund einer unwirksamen Vertrags­klausel, beim Auszug Schönheits­reparaturen durch­geführt oder bezahlt, hat er gegenüber dem Vermieter einen Rück­forderungs- oder Erstattungs­anspruch. Dieser verjährt aber schon sechs Monate nach Beendigung des Miet­verhältnisses.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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