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Arbeitsrecht | 10.12.2018

Bahnstreik

Streik bei der Bahn entschuldigt nicht Verspätung im Job

Arbeit­nehmer tragen bei Verspätung und Verzögerung durch Streik grund­sätzlich das Wegerisiko

Arbeit­nehmer müssen auch bei einem Streik im Nah- und Fernverkehr pünktlich zur Arbeit kommen. Darauf weist der Rechts­schutz des Deutschen Gewerkschafts­bunds (DGB) hin. Denn: grund­sätzlich trage ein Arbeit­nehmer das sogenannte Wegerisiko. Beschäftigte sind also selbst dafür verantwortlich, rechtzeitig am Arbeits­platz zu erscheinen.

Arbeitnehmer müssen rechtzeitig planen und früher losfahren

Das gilt insbesondere, wenn die Verzögerung - wie bei einem Streik - schon im Voraus angekündigt wird. Laut DGB Rechts­schutz müssen Beschäftigte dann rechtzeitig planen und beispiels­weise einen früheren Zug oder das Auto nehmen, um pünktlich am Arbeits­platz zu sein. Wer zu spät kommt, riskiert im schlimmsten Fall eine Abmahnung.

Ärger vermeiden und Arbeitgeber rechtzeitig informieren

Arbeit­nehmer sollten sich auf jeden Fall rechtzeitig mit dem Arbeitgeber absprechen, wenn sie sich verspäten oder von zu Hause ausarbeiten müssen. Gleiches gilt, wenn Mitarbeiter wegen eines Streiks früher in den Feierabend gehen wollen, um rechtzeitig nach Hause zu kommen.

Keine Verpflichtung des Arbeitnehmers zur Nacharbeit

Sofern im Arbeits- oder Tarif­vertrag nicht anders vereinbart, muss ein Arbeit­nehmer die verpassten Arbeits­stunden laut DGB Rechts­schutz aber nicht nachholen - sie werden jedoch auch nicht vergütet.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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