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Arbeitsrecht | 04.11.2021

Privates am Arbeits­platz

Surfen, shoppen, schwatzen: Ist Privates am Arbeits­platz erlaubt?

Private Tätigk­eiten während der Arbeitszeit kann Pflicht­verletzung darstellen

Sich acht Stunden nur mit beruflichen Dingen beschäftigen? Das entspricht in vielen Fällen wohl nicht dem Arbeits­alltag von Beschäftigten. Wann aber sind private Tätigk­eiten überhaupt erlaubt?

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Ausgiebige Privat­gespräche im Team, private E-Mails schreiben oder die private Social-Media-Nutzung: All das ist Beschäftigten in ihrer vertraglich festgelegten Arbeitszeit verboten - zumindest dann, wenn nichts anderes vereinbart ist. Darauf weisen Carolin Kaiser und Sarah Klachin, Rechtsan­wältinnen bei der Kanzlei Pinsent Masons, in einem Beitrag der Zeitschrift „Arbeit und Arbeits­recht“ (Ausgabe 11/2021) hin.

Vorgabe gelten sowohl im Homeoffice sowie für alle Arbeitszeitmodellen

Denn Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer werden dafür bezahlt, den Aufgaben nachzugehen, die ihnen der Arbeitgeber zugewiesen hat. Jede andere Nutzung der Arbeitszeit kann eine Pflicht­verletzung sein.

Wann ist Privates erlaubt?

Ausnahmen sind aber möglich - zum Beispiel dann, wenn der Arbeitgeber private Tätigk­eiten ausdrücklich erlaubt. Auch eine sogenannte konkludente Duldung ist möglich, wie die Expertinnen schreiben. Darunter versteht man Fälle, in denen der Arbeitgeber bestimmte Situationen wie private Unter­haltungen zwischen Team-Mitgliedern beobachtet, dazu aber schweigt und das Verhalten nicht unterbindet.

Beschäftigte dürfen eine solche Duldung aber nicht zu weit auslegen und zum Beispiel exzessiv privat im Netz surfen. Die Duldung könne der Arbeitgeber zudem jederzeit widerrufen. Im Streitfall müssen Arbeit­nehmer außerdem nachweisen können, dass der Arbeitgeber ein bestimmtes Verhalten in der Vergangenheit nicht beanstandet hat.

Ähnlich sieht es bei der sogenannten betrieb­liche Übung aus. Wird ein bestimmtes Verhalten nicht nur einmal, sondern wiederholt geduldet, können sich daraus Ansprüche für den Arbeit­nehmer ableiten.

Verstöße können Abmahnung oder Kündigung bedeuten

Im besten Fall gibt es eindeutige Regeln. Verstoßen Arbeit­nehmerinnen oder Arbeit­nehmer gegen geltende Bestimmungen, droht ihnen eine Abmahnung oder Kündigung. Dafür seien aber im Einzelfall Faktoren wie die Dauer oder der Inhalt der privaten Tätigk­eiten zu berücksichtigen. Auch Fragen, wie sehr die Arbeit vernachlässigt wurde oder ob Kosten und Schäden entstanden sind, spielen eine Rolle.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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