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Verbraucherrecht und Vertragsrecht | 11.04.2019

Giro- oder Sparkonto

Taschengeld und erstes Konto: Worauf Eltern und Kinder achten sollten

Ein frühzeitiger Umgang mit Taschengeld kann eine wichtige Lernlektion für das spätere Leben sein

Erwachsene kommen nicht ohne ein eigenes Konto aus. Aber was ist mit dem Nachwuchs? Gibt es ein Alter, ab dem Kinder ein eigenes Konto haben sollten? Und welche Bedingungen sind für Minder­jährige wichtig?

Für den Sparbeitrag von Oma und Opa, das Taschengeld von den Eltern oder erst für das erste selbst verdiente Geld - wann ist der beste Zeitpunkt für das erste eigene Konto?

Auf Alter achten

„Sie können im Prinzip schon sehr früh damit anfangen“, sagt Erk Schaar­schmidt von der Verbraucher­zentrale Potsdam. „Vor einem Alter von zehn Jahren ist das aber nicht unbedingt sinnvoll.“

Der Grund: Für jüngere Kinder ist der Umgang mit Geld in der Regel etwas Abstraktes. „Die freuen sich oft mehr, wenn sie das Taschengeld direkt von den Eltern ausgezahlt bekommen“, sagt Erk Schaar­schmidt. Denn dadurch werde das etwas sperrige Thema für Kinder erfahrbar. „Münzen kann ich schließlich in der Hand halten.“

Girokonto für Kinder nicht sinnvoll

Ähnlich sieht das Niels Nauhauser von der Verbraucher­zentrale Baden-Württemberg: „Ein Girokonto braucht man im Grunde erst, wenn regelmäßige Einkünfte bezogen oder Zahlungen wie Miete, Strom­rechnungen oder Abos zu leisten sind“, erklärt der Finanz­experte. „Also mit dem ersten Nebenjob, mit der Ausbildung oder wenn man bei den Eltern auszieht.“

Sparkonto sinnvoll

Banken und Sparkassen bieten Konten aber auch schon für jüngere Kunden an. Sparkonten gibt es sogar für alle Alters­stufen, ein eigenes Kinderkonto frühestens ab dem siebten Lebensjahr, erklärt der Bundes­verband deutscher Banken.

Erst ab diesem Alter sind Kinder beschränkt geschäfts­fähig. Die Eltern tragen dennoch die Verantwortung, bis das Kind volljährig ist. In der Regel werden die Konten minder­jähriger Kunden daher ausschließlich auf Guthaben­basis geführt.

Kontoführung sollte gratis sein

Bei der Suche nach dem passenden ersten Konto ist es sinnvoll, den Blick über den Tellerrand zu wagen. Denn nach Ansicht der Stiftung Warentest lohnt sich die Hausbank der Eltern nur dann, wenn wirklich alle Kriterien passen. Immer wichtig aus Sicht der Experten: Die Konto­führung für das Kinderkonto sollte gratis sein, und auch für die Karte zum Konto sollten keine Gebühren anfallen.

Weiterer wichtiger Punkt: „Die Bank sollte erreichbar sein am Wohnort“, sagt Erk Schaar­schmidt. „Wichtig sind in jedem Fall genügend Automaten fürs kostenlose Geldabheben.“ Wer auf dem Land lebe, seine Direktbank dort aber keine Automaten aufgestellt habe, müsse mit hohen Kosten rechnen. Denn Abhebungen an fremden Automaten können bis zu fünf Euro pro Abhebung kosten.

Für Auslandsreisen Prepaid-Karten mit Guthaben

Für Auslands­reisen - zum Beispiel bei einem Schüler­austausch - ist eine Kreditkarte sinnvoll. Für Minder­jährige gibt es meist Prepaid-Karten, die mit Guthaben aufgeladen werden können. Eine normale Kreditkarte gibt es nur für Volljährige. Bei beiden Kredit­kartenarten sind die Konditionen laut Stiftung Warentest sehr unterschiedlich, von kostenfrei bis 42 Euro im Jahr.

Zinsen für Guthaben sind, wie auch bei Konten für Erwachsene, derzeit meistens nicht die Rede wert. Nach Angaben der Stiftung Warentest gibt es selten mehr als 0,5 Prozent - eher weniger. Höhere Zinsen bieten meist regionale Banken. Einige Sparkassen zum Beispiel zahlen 3 Prozent Zinsen für Einlagen bis maximal 1.000 Euro. Die Berliner Volksbank gewährt 1,25 Prozent für maximal 1.250 Euro, die Hamburger Volksbank gibt 3 Prozent für Guthaben bis 500 Euro.

Nachteil bei Konten von Filialbanken

Eine Ein­schränkung gibt es aus Sicht von Verbraucher­schützer Niels Nauhauser bei Konten von Filial­banken: Sie sind zwar für Jugendliche meist kostenfrei. „Allerdings kann das nach Wegfall bestimmter Voraus­setzungen wie dem Alter oder dem Ende der Ausbildung extrem teuer werden.“

Alternativen sind Girokonten

Eine Alternative sind Girokonten bei Direkt­banken. „Die haben überdies den Vorteil, dass man sich nicht auf die üblichen Verkaufs­gespräche in der Filiale einlassen muss“, erklärt Niels Nauhauser. „Wer wenig Geld hat, braucht in der Regel weder Bauspar­vertrag noch Renten­versicherung.“

Auch einzelne Dienst­leistungen können ins Geld gehen: So werden bei manchen Konten Gebühren für Überweisungen fällig. Manche Geld­institute stellen dafür 1,50 Euro in Rechnung. Unter Umständen ist es daher sinnvoll, gleich ein Online-Konto zu eröffnen. Hier können die Jugendlichen nicht nur den Kontostand checken, sondern auch Überweisungen selbst tätigen, raten die Warentester.

Minderjährige brauchen Zustimmung der Eltern

Minder­jährige brauchen für die Einrichtung eines Girokontos die Zustimmung ihrer Eltern. Unterschreiben müssen den Antrag in der Regel beide Elternteile, erklärt die Stiftung Warentest. Außerdem ist die Steuer-Identifikations­nummer des Kindes notwendig.

Ob eine Vollmacht reicht und somit nur ein Elternteil anwesend sein muss, hängt vom Geld­institut ab. Sind Eltern getrennt, geschieden oder ist einer verstorben, geht der Sorge­berechtigte mit dem Kind zur Bank. Mitunter will diese dann aber die Sorgerechts­bestätigung, Scheidungs- oder Sterbe­urkunde sehen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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