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Arbeitsrecht und Steuerrecht | 18.05.2022

Dienst­fahrrad

Teures Pendeln: Lohnt der Umstieg aufs Dienst­fahrrad?

Die wichtigsten Antworten im Überblick

Fahrrad­fahren ist Trend-Thema - und wird durch teure Spritpreise noch befeuert. Auch der Weg von und zur Arbeit wird vermehrt zur Strecke für das Rad. Da muss sich doch ein Dienstrad lohnen. Oder?

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In Zeiten hoher Benzin­preise kann das tägliche Pendeln zum Arbeits­platz ins Geld gehen. Manche denken darüber nach, für die Strecke künftig aufs Firmenrad zu steigen. Aber was ist das eigentlich, und für wen lohnt sich das wirklich?

Was ist überhaupt ein Dienstrad - und wie komme ich dran?

Ein Dienstrad ist ein Fahrrad, E-Bike oder Cargobike, das der Arbeitgeber einem oder einer Beschäftigten überlässt. „Es kann sowohl beruflich und für Pendel­strecken als auch privat genutzt werden“, sagt Elena Laidler-Zettelmeyer vom Bundes­verband Zukunft Fahrrad (BVZF). Interessierte sollten sich an ihren Arbeitgeber wenden.

Grund­sätzlich kommen zwei Möglichkeiten in Frage: Es gibt zum einen das weit verbreitete Dienstrad-Leasing, bei dem Arbeitgeber Dienst­räder von einem Leasing­anbieter leasen und den Beschäftigten zur Verfügung stellen. Zum anderen etabliert sich derzeit ein Dienstrad-Abonnement, bei dem Kunden sich ein Rad ihrer Wahl mieten und dafür eine monatliche Rate zahlen.

Wie finanziert sich das?

Im Regelfall wird das Fahrrad über Gehalts­umwandlung finanziert. Heißt konkret: „Beim Dienstrad-Leasing verzichtet der Arbeit­nehmer oder die Arbeit­nehmerin etwa für die Dauer der Rad-Über­lassung auf Barlohn in Höhe der Nutzungs­rate und gegebenenfalls der Versicherungen“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler.

Die monatlichen Raten müssen die Beschäftigten nicht wie ihren restlichen Lohn versteuern. Nur die private Nutzung, der geldwerte Vorteil, ist mit 0,25 Prozent von der unverbindlichen Preis­empfehlung zu versteuern. Der Arbeitgeber kann sich mit Zuschüssen an den Raten beteiligen.

Erhalten Beschäftigte das Dienstrad zusätzlich zum Arbeitslohn in Form eines Gehalts­extras und übernimmt der Arbeitgeber die anfallenden Kosten vollständig, entfällt die Ver­steuerung des geldwerten Vorteils. Das Dienstrad ist also für die Beschäftigten kosten- und steuerfrei.

Ob es um ein Fahrrad-Abo oder ein Leasing-Angebot geht, macht in der Regel keinen Unterschied. „Fahrräder im Abonnement bringen die gleichen steuerlichen Vorteile und Möglichkeiten wie beim Leasing“, sagt Laidler-Zettelmeyer. Auch hier ist eine Finanzierung per Gehalts­umwandlung - mit oder ohne Arbeitgeber­zuschuss - oder eine komplette Übernahme der Kosten durch den Arbeitgeber möglich.

Wichtig zu wissen: „Damit ein Dienstrad steuerlich anerkannt wird, muss die Überlassung im Arbeits­vertrag geregelt sein“, sagt Karbe-Geßler.

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Was gilt steuerlich für Selbstständige und Freiberufler?

Wer als Selbst­ständiger und Frei­berufler das betrieb­liche Fahrrad auch privat nutzt, muss dies nicht als Privat­entnahme versteuern. „Beim Leasing können die Raten monatlich in voller Höhe als Betriebs­ausgabe geltend gemacht werden“, so Karbe-Geßler.

Welche Kosten für ein Dienstrad kommen auf Beschäftigte zu?

Das hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab. Erstens von dem Wert des Fahrrads und zweitens von der Höhe des Zuschusses durch den Arbeitgeber. Viele Dienstrad-Leasing-Anbieter haben einen Rechner auf ihrer Website, mit dem sich die individuellen Kosten berechnen lassen.

Für wen lohnt sich das wirklich?

Das Dienstrad per Leasing ist laut Laidler-Zettelmeyer bis zu 40 Prozent günstiger als der Direktkauf. Beschäftigte profitieren finanziell umso mehr, je stärker sich der Arbeitgeber an den Kosten beteiligt.

Auch hier können sich Berufstätige mit Hilfe der Rechner auf den Seiten der Dienstrad-Leasing-Anbieter selbst informieren und ihre Vorteile berechnen. Beim Abo-Modell lassen sich Laidler-Zettelmeyer zufolge bis zu 55 Prozent der Kosten einsparen. Neben den finanziellen Vorteilen gibt es natürlich andere positive Effekte - etwa für die eigene Fitness oder das Klima.

Was sollte man in finanzieller Hinsicht sonst noch beachten?

Durch ein Dienstrad per Gehalts­umwandlung sinken die Sozial­versicherungs­beiträge, da der Bruttolohn reduziert wird. „Dies wirkt sich unter anderem geringfügig auf den späteren Rentenbezug aus“, so Laidler-Zettelmeyer. Allerdings sei der Effekt überschaubar. Die finanziellen Vorteile gegenüber dem Fahrrad-Direktkauf würden die Auswirkungen auf die Rente ausgleichen.

Übrigens: Auf die Entfernungs­pauschale hat die Nutzung eines Dienstrades keinen Einfluss. „Trotz Dienstrad kann man für das Pendeln per Rad für jeden Arbeitstag 30 Cent pro Entfernungs­kilometer und ab dem 21. Kilometer 35 Cent in der Steuer­erklärung ansetzen“, sagt Karbe-Geßler. Ihr zufolge ist es auch möglich, gleich­zeitig ein Dienstrad und einen Firmenwagen zu nutzen.

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Habe ich derzeit überhaupt eine Chance auf ein Rad?

Derzeit funktionieren die Liefer­ketten im Fahrrad­bereich nicht vollständig reibungslos - wie in vielen anderen Branchen auch. Hinzu kommt, dass sich Fahrräder derzeit einer großen Nachfrage erfreuen. „Nicht jedes Fahrrad ist zu jedem Zeitpunkt sofort lieferbar“, sagt Laidler-Zettelmeyer. Grund­sätzlich bestehe aber kein Mangel an guten und hoch­wertigen Fahrrädern.

Gibt es sinnvolle Alternativen?

Alternativ zu einem reinen Dienst­fahrrad kann der Arbeitgeber auch ein Mobilitäts­budget anbieten. Hier haben die Angestellten Wahl­freiheit und können sich individuell ein Angebot aus Dienstrad, Jobticket, Bahncard und Budget für Fahrrad- und Car-Sharing zusammen­stellen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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