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EU-Recht und Tierschutzrecht | 18.03.2021

Tierschutz

Tradition recht­fertigt Leimruten­jagd auf Vögel nicht

Leimruten­jagd verstößt wohl gegen EU-Recht

(Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 17.03.2021, Az. C-900/19)

Die Jagd auf Vögel mit sogenannten Leimruten verstößt grund­sätzlich gegen EU-Recht. Das geht aus Urteil des Europäischen Gerichts­hofs (EuGH) hervor. (Rechtssache C-900/19)

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Die EU-Richter stellten klar, dass traditionelle Fang­methoden zwar in Ausnahme­fällen erlaubt werden könnten. Die Tradition reiche als Begründung für die Genehmigung jedoch nicht aus.

Alternative Lösungen möglich

Im Fall der Leimruten­jagd gebe es offenbar „zufrieden­stellende“ Alternativen, etwa Vögel in Gefangen­schaft aufzuziehen, anstatt sie zu jagen. Die endgültige Ent­scheidung über ein eventuelles Verbot muss jetzt der französische Staatsrat treffen.

Vogelschutzorganisationen rügten Leimrutenjagd

Bei der Leimruten­jagd bleiben Vögel an einem mit klebrigem Leim eingeschmierten Ast hängen. EU-weit ist diese Methode verboten, lediglich in fünf süd­französischen Départements wird die früher weit verbreitete Methode noch immer angewandt. Zwei Vogelschutz­organisationen hatten die Regelung vor dem französischen Staatsrat angefochten. Dieser wollte vom Gerichtshof wissen, ob die Leimruten­jagd den Voraus­setzungen der EU-Vogelschutz­richtlinie entspreche.

Selektive Fangmethode in Ausnahmefällen möglich

Laut der Richtlinie kann in Ausnahme­fällen vom grund­sätzlichen Verbot abgewichen werden, wenn die Fang­methoden selektiv sind, strenge Kontrollen durch­geführt und nur geringe Mengen gefangen werden. Die Richter zweifelten in ihrem Urteil an, dass die Leimruten­jagd diese Kriterien erfüllt: Es sei sehr wahrscheinlich, dass die versehentlich gefangenen Vögel irreparable Schäden erleiden würden, selbst wenn ihr Gefieder anschließend von dem klebrigen Leim gereinigt werde.

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EuGH weicht in Teilen von Gutachten ab

Damit weicht der EuGH in Teilen von einem Gutachten ab, das die General­anwältin Juliane Kokott im November erstellt hatte. Kokott hatte erklärt, dass der Leim­rutenfang nicht zwingend im Widerspruch zu EU-Recht stehe, wenn dem Erhalt der Jagdmethode ein erhebliches kulturelles Gewicht zukomme.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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