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Arbeitsrecht | 07.02.2020

Unwetter

Trotz Beeinträchtigungen bei Sturm: Arbeit­nehmer müssen pünktlich sein

Arbeit­nehmer trägt das Wegerisiko

Die Bahnstrecke ist gesperrt, Züge verspäten sich: Nach Unwettern kann der Weg zur Arbeit schwierig werden. Aber dürfen Berufstätige deswegen zu Hause bleiben? Wie sind die Regeln?

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Sorgen Unwetter und Sturm für Verkehrs­behinderungen oder verspäten sich Züge, müssen Arbeit­nehmer trotzdem pünktlich sein. „Grund­sätzlich ist es so, dass der Arbeit­nehmer das sogenannte Wegerisiko trägt“, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht.

Ohne Arbeit kein Lohn

Das bedeutet, dass Arbeit­nehmer selbst dafür verantwortlich sind, rechtzeitig bei der Arbeit zu sein. „Wenn nicht, dann gilt aus rechtlicher Perspektive: Ohne Arbeit kein Lohn“, sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht. Im Zweifel kann es also sein, dass Wochen­end­pendler, die feststecken oder erst später ins Büro kommen können, kein Gehalt bekommen für die Zeit, in der sie nicht da waren.

Ärger kann vermieden werden

Der erste Schritt sei aber immer, dem Arbeitgeber proaktiv anzubieten, etwa im Homeoffice zu arbeiten - oder die verlorene Zeit nachzuholen, so der Fachanwalt. Viele Arbeitgeber hätten im Falle von Verkehrs­behinderungen aufgrund eines Sturms Verständnis, wenn Mitarbeiter zu spät kommen.

Unverschuldetes Zuspätkommen ist nicht abmahnfähig

Wer dagegen kein gutes Verhältnis zum Arbeitgeber hat, fragt sich vielleicht, ob der ihn für das Zu­spätkommen abmahnen kann. „Da kommt es drauf an, ob den Arbeit­nehmer ein Verschulden an der Verspätung trifft“, stellt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht klar. Einen Sturm müsse man aber nicht mit all seinen möglichen Konsequenzen vorhersehen, so Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht Einschätzung.

Wiederholtes Zuspätkommen rechtfertigt Abmahnung

Herrschen aber schon seit mehreren Tagen schwierige Wetter­bedingungen wie Glatteis oder Schnee, könne eine Abmahnung gerechtfertigt sein, wenn Arbeit­nehmer wiederholt zu spät kommen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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