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Reiserecht und Verbraucherrecht | 13.03.2020

Einreise­verbot

USA verhängen Einreise­verbot für Europäer wegen Corona-Virus

Was das für Reisende bedeutet

Die USA machen wegen Corona dicht - und wirbeln die Reisepläne deutscher Urlauber durcheinander. Der Stand der Dinge.

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Die USA machen wegen des Coronavirus für 30 Tage ihre Grenzen für Europäer dicht. Wer als deutscher Urlauber in den kommenden vier Wochen eine USA-Reise geplant hat, ist nun aufgeschmissen. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Für wen das Verbot genau gilt

Nach Angaben des Aus­wärtigen Amtes (AA) gilt das Einreise­verbot für alle Reisenden, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in die USA in Deutschland oder einem anderen Land im Schengen­raum aufgehalten haben. Wirksam wird das Präsidial­dekret am Freitag (13. März) um 23.59 Uhr (4.59 Uhr MEZ am Samstag).

Ausnahmen bestehen laut AA für Personen, die Ehegatte, Elternteil, Kind oder Geschwister unter 21 Jahren eines US-Staats­bürgers oder einer Person mit ständigen legalem Aufenthalt in den USA sind.

Allen anderen bringt es auch nichts, kurzfristig über London in die USA zu fliegen. Zwar ist Großb­ritannien von der Einreise­sperre ausgenommen, doch bei der Einreise am Flughafen in den USA würde der deutsche Pass sofort Fragen nach sich ziehen - und die Einreise mit hoher Wahrscheinlichkeit verweigert werden.

Geld zurück bei Pauschalreisen und Flügen

Wer jetzt einen Pauschal­urlaub in den USA antreten wollte, der bekommt zumindest sein Geld zurück: „Eine Pauschal­reise in die USA kann jetzt kostenlos storniert werden“, sagt der Rechtsanwalt Roosbeh Karimi, Experte für Reiserecht in Berlin. „Der Veranstalter wird die Reise ohnehin absagen und muss das angezahlte Geld dann binnen 14 Tagen zurück­erstatten.“ Einen zusätzlichen Schaden­ersatz gibt es allerdings nicht.

Gute Karten dürften auch Reisende haben, die nur einen Flug in die USA gebucht haben: „Wenn die Fluggesellschaft aufgrund des Einreise­stopps den Flugplan stoppt und annulliert, erbringt sie auch die Flug­leistung nicht“, erklärt Karimi. „Dann muss die Airline mir den Ticketpreis erstatten.“

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Bei Unterkünften kommt es auf Kulanz an

Etwas schwieriger könnte es für Individual­reisende bei Hotel­buchungen werden. „Da sind Verbraucher wohl auf Kulanz angewiesen“, schätzt Karimi. „Urlauber sollten zuerst im Vertrag schauen, ob sie eine Möglichkeit zur kostenlosen Umbuchung oder Stornierung haben.“ Das ist in der Tat bei vielen Online-Buchungen vorgesehen.

„Wenn die Stornierungs­frist schon abgelaufen ist, würde ich freundlich Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen“, rät der Experte - und dann um eine mögliche Stornierung ohne Kosten bitten. Aber: „Wenn sich die Unterkunft stur stellt, kann ich nichts machen.“

Eine Sprecherin der Buchungs­plattform Booking.com teilte auf Anfrage mit, es würden kostenfreie Stornierungen und Umbuchungs­optionen geboten für alle Reisenden, die von den aktuellen Restriktionen bei Einreisen in die USA betroffen seien.

Mietwagen jetzt stornieren

Das Buchungs­portal Billiger-mietwagen.de teilte mit, rund 54.000 gebuchte Mietwagen­tage in den USA seien binnen der kommenden 30 Tage betroffen. Alle Kunden seien informiert worden.

„Wichtig ist, dass Kunden, die nicht einreisen können, daran denken, ihre Mietwagen-Buchung aktiv zu stornieren“, rät das Portal in einer Mitteilung. „Nur dann greift unsere Garantie, dass Kunden bei Stornierung bis 24 Stunden vor Reise­antritt ihre Anzahlung vollständig zurück­erhalten.“

Für Kunden, die aufgrund der Kurz­fristigkeit nicht rechtzeitig stornieren konnten, stehe das Portal mit den Mietwagen-Anbietern im Austausch, um kulante Sonder­regelungen zu erreichen.

Wer einzelne Reise­bausteine bei einem Veranstalter gebucht hat, sollte sich mit diesem in Verbindung setzen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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