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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 28.01.2020

Verkehrs­unfall im Ausland

Unfall- was nun? So machen Autofahrer ihre Ansprüche bei einem Unfall im Ausland geltend

Ansprüche an Unfall­gegner können im Heimatland geltend gemacht und eingeklagt werden

Nach Verkehrs­unfällen im Ausland wissen geschädigte Autofahrer oft nicht, wie sie an ihr Geld kommen sollen. Wo bekommen Betroffene Hilfe?

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Die Regulierung von Verkehrs­unfällen im Ausland ist in den vergangenen Jahren einfacher geworden. Denn nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichts­hofs im Jahr 2007 können die Ansprüche an Unfall­gegner im Heimatland geltend gemacht und eingeklagt werden. Experten sehen aber nach wie vor rechtliche Hürden. Mit diesem Thema befasst sich der Verkehrs­gerichtstag in Goslar (29. bis 31. Januar). Ziel ist es, die Abwicklung von Auslands­unfällen einfacher und transparenter zu machen.

Was sollten Betroffene nach einem Unfall im Ausland tun?

Im EU-Ausland kann man sich über den Zentralruf der Versicherer die ausländische Versicherung des Unfall­gegners und den deutschen Repräsentanten dieser Versicherung nennen lassen, erklärt Rechtsanwalt Oskar Riedmeyer, Vorsitzender des Verkehrs­rechts­ausschusses des Deutschen Anwalt­vereins (DAV). „Bei dem Repräsentanten dieser Versicherung meldet man dann den Schaden.“

Was ist, wenn die ausländische Versicherung nicht zahlen will?

„Wenn es keine Einigung gibt, kann man klagen“, sagt Rechtsanwalt Oskar Riedmeyer. „Die richtige Adresse ist das für den Wohnort des Geschädigten zuständige Gericht in Deutschland.“ Für Geschädigte hat dies den Vorteil, dass sie einen Anwalt vor Ort und kein Sprach­barriere haben.

Werden alle Ansprüche abgegolten?

Sach­schäden an Kraft­fahrzeugen werden von ausländischen Versicherungen nach den Erfahrungen der DAV-Verkehrs­rechts­anwälte in nahezu allen Fällen übernommen. „Das gilt nach einem Total­schaden auch für die Kosten eines Ersatz­fahrzeugs“, sagt Rechtsanwalt Oskar Riedmeyer.

Anwalts­kosten würden nur zum Teil übernommen. Auch in anderen Bereichen könne es schwierig werden, weil sich die Unfall­regulierung nach dem Recht des jeweiligen Landes richtet, in dem sich der Unfall ereignet hat. „Das gilt vor allem für sogenannte Schadens­folge­kosten, also zum Beispiel die Kosten für Gutachter oder Mietwagen“, erläutert der DAV-Anwalt. „Bevor man Folgekosten verursacht, sollte man sich also besser beraten lassen.“

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Gibt es Verjährungsfristen?

Anders als in Deutschland, wo die Verjährungs­frist drei Jahre beträgt, seien die Fristen im Ausland teilweise sehr kurz, sagt Rechtsanwalt Oskar Riedmeyer. „In Spanien zum Beispiel beträgt die Verjährungs­frist nach Unfällen nur ein Jahr. Wer innerhalb dieser Zeit seine Ansprüche nicht anmeldet, bleibt auf dem Schaden sitzen.“ Daher solle, so die Auffassung der DAV-Verkehrs­rechts­anwälte, die Verjährung EU-weit auf mindestens drei, besser vier Jahre ausgeweitet werden.

Was kann man tun, wenn man den Unfallgegner nicht ermitteln kann?

In solchen Fällen springe die Verkehrs­unfallhilfe der deutschen Versicherer ein, sagt Rechtsanwalt Oskar Riedmeyer. Auch wenn ein ausländischer Verkehrs­teilnehmer nach einem Unfall innerhalb gewisser Fristen nicht reagiert, übernehme die Verkehrs­unfallhilfe die Schadens­regulierung. „Das gilt auch für Fälle von Unfall­flucht“, sagt der Verkehrs­rechts-Experte.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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