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Steuerrecht | 21.02.2018

Steuer­erklärung

Unfall auf dem Arbeitsweg: Kosten als Werbungs­kosten absetzbar

Höhe des Steuer­vorteils hängt vom Alter des Autos ab

Glatte Straßen führen im Winter im Berufs­verkehr oft zu Unfällen. Was viele nicht wissen: Wer auf dem Weg zur Arbeit zu Schaden gekommen ist, kann das Finanzamt in bestimmten Fällen an den Kosten beteiligen. Die Höhe des Steuer­vorteils hängt vom Alter des Autos ab.

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Wer auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall hat, kann die Kosten unter Umständen steuerlich geltend machen.

Möglich ist das zum Beispiel, wenn man den Unfall selbst verursacht hat und keine Versicherung den Schaden ersetzt, erklärt die Lohnsteuer­hilfe Bayern (Lohi) in München. In diesem Fall können die Kosten in der Steuer­erklärung als Werbungs­kosten abgesetzt werden.

Maßgeblich ist das Alter des Autos

Lässt sich das Fahrzeug reparieren, werden die Rechnung der Werkstatt und sonstige Rechnungen im Zusammenhang mit dem Unfall addiert und in die Formulare eingetragen. Bei einem Total­schaden des Autos richtet sich die Steuer­erleichterung nach den Richtlinien der AfaA (Abschreibung für außergewöhnliche Abnutzung). Maßgeblich ist dann das Alter des Autos.

Für einen Pkw beträgt der Ab­schreibungs­zeitraum in der Regel sechs bis acht Jahre. Das bedeutet: Ist das Auto bereits älter als acht Jahre, gilt es als voll abgeschrieben. In diesen Fällen gibt es meist keinen Steuer­vorteil mehr. Ist der Neuwagen hingegen weniger als acht Jahre alt, so kann die Bilanz positiv ausfallen.

Nutzungsdauer für Gebrauchtwagen wird geschätzt

Wurde kein Neuwagen, sondern ein gebrauchtes Fahrzeug angeschafft, so wird die geschätzte Nutzungs­dauer individuell festgelegt. Diese hängt vom Alter des Fahrzeugs sowie von seinem Zustand ab und liegt in der Regel bei drei bis fünf Jahren. Bei einem Jahreswagen kann sie bis zu sieben Jahre betragen.

Wichtig:

Beim Werbungs­kosten­abzug muss ein Kfz-Gutachten über den Schaden vorliegen und ein Unfall­bericht, der den Unfall zum Zeitpunkt einer Betriebs­fahrt bestätigt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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