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EU-Recht und Fluggastrecht | 28.06.2018

Flug­gast­rechte

Urlaubs­frust statt Urlaubs­freude: Diese Rechte haben Fluggäste bei Ausfällen und Verspätungen

Die Rechte der Passagiere im Überblick

Massenhafte Ausfälle und Verlegungen von Flügen sorgen in diesem Sommer für viel Frust bei Urlaubern. Besonders Eurowings bucht Passagiere häufig auf andere Flüge um, was oft die gesamte Urlaubs­planung durcheinander bringt. Welche Rechte Urlauber haben, erklärt die Juristin und Reiserechts­expertin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucher­zentrale Brandenburg.

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Flugzeitänderungen im Rahmen der Zumutbarkeit möglich

Grund­sätzlich ist es normal, dass sich die Flugzeit ändern kann, aber nur in einem bestimmten Rahmen. „Alle Veranstalter und Airlines behalten sich Änderungen vor“, sagt die Expertin. Doch es kommt im Einzelfall immer auf die Zumut­barkeit an. Wie lange ist die Reise? Fliegen kleine Kinder mit? Gibt es Mobilitäts­einschränkungen? „Das muss alles abgewogen werden“, so Sabine Fischer-Volk.

Entschädigung bei Pauschalreisen

Bei einer Pauschal­reise ist der Veranstalter in der Pflicht, die Rechte sind hier umfassender. Weitreichende Flugzeit­änderungen können eine Reise verkürzen oder beeinträchtigen. Möglich ist dann eine nach­trägliche Minderung des Reise­preises.

Doch Urlauber müssen nicht jeden Ersatzflug oder jede Verschiebung hinnehmen - sie können selbst Abhilfe schaffen, also auf eigene Faust einen passenden Ersatzflug buchen. „Die Kosten kann man dann dem Veranstalter in Rechnung stellen“, sagt Sabine Fischer-Volk. Allerdings muss dem Veranstalter zuvor eine Frist gesetzt werden, damit dieser selbst für Ersatz sorgen kann.

Verschiebung eines Pauschalreisefluges kann bei mitreisendem Kleinkind unzumutbar sein

Ein Urteil des Land­gerichts Hannover zeigt: Die Verschiebung eines Pauschal­reise­fluges um mehr als fünf Stunden kann unzumutbar sein, wenn die Passagierin mit einem Kleinkind reist. Die Frau kann einen Ersatzflug buchen und die Kosten dem Reise­veranstalter in Rechnung stellen (Landgericht Hannover, Urteil vom 27.04.2017, Az. 8 S 46/16). Der Veranstalter hatte den Rückflug von 13.40 Uhr auf 19.25 Uhr verlegt. Die Frau hatte jedoch bewusst einen Flug zur Mittagszeit gebucht, um den Schlaf­rhythmus des Kindes nicht zu stören. Sie verlangte eine Umbuchung auf einen passenden Alternativ­flug, was dem Veranstalter nicht möglich war.

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Beweise sichern

Sabine Fischer-Volk rät in einem solchen Fall, alle Belege für alternative Ausgaben für Flüge oder auch notwendige Hotels unbedingt aufzuheben. Weiterer Tipp: Immer die 24-Stunden-Notfall-Nummer des Ver­anstalters dabei haben. „Wenn der Anruf nicht durchgeht, gleich eine Mail schreiben“, so Sabine Fischer-Volk. So kann sich der Veranstalter hinterher nicht herausreden, er habe nichts gewusst.

Fällt eine Pauschal­reise wegen eines ausgefallenen Fluges kurzfristig ins Wasser, können Urlauber zudem Schaden­ersatz wegen entgangener Urlaubs­freude fordern - wenn keine Alternative gefunden werden kann.

Unzureichende Angebote ablehnen

Bei einzelnen Flug­buchungen ohne Pauschal­reise ist die Lage etwas anders. Informiert die Airline bis 14 Tage vor Reisebeginn über eine Annullierung oder Verschiebung des Flugs um fünf Stunden oder mehr, kann der Passagier entscheiden: Akzeptiert er einen Ersatzflug oder tritt er vom Vertrag zurück? „Wenn ich zurück­trete, bekomme ich das Geld für das Ticket zurück“, sagt Sabine Fischer-Volk.

Entschädigungen nach der EU-Fluggastrechteverordnung

Bei kurz­fristigen Annul­lierungen und großen Flugzeit­änderungen, die rein rechtlich als Nicht­beförderung gelten, steht dem Passagier eine Entschädigung nach der EU-Flug­gast­rechte­verordnung zu. Je nach Flugdistanz sind das 250 Euro (bis 1.500 Kilometer), 400 Euro (1.500 bis 3.500 Kilometer) oder 600 Euro (mehr als 3.500 Kilometer).

Keine Entschädigung bei außergewöhnliche Umstände

Nicht zahlen muss die Airline, wenn sie größere Änderungen bei den Flugzeiten mindestens 14 Tage im Voraus angekündigt hat. Zudem entfällt der Anspruch auch, wenn außergewöhnliche Umstände zu einem Flugausfall führen, zum Beispiel eine Flughafen­sperrung.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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