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Verbraucherrecht und Versicherungsrecht | 27.07.2021

Auslands­reise mit dem Auto

Urlaubs­reise: Wichtige Nummern und Dokumente fürs Handschuh­fach

Welche Papiere sie nicht vergessen sollten

Auch wenn es nur ein un­verschuldeter Blech­schaden ist: Ein Autounfall macht immer Aufwand. Im Ausland ist es noch mal komplizierter. Gute Vorbereitung erspart Ärger.

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Eine Reise mit dem Auto ist am schönsten ohne Panne oder Unfall. Um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, sollten Urlauber aber gut vorbereitet vor allem ins Ausland fahren. Dazu gehören die richtigen Unterlagen. So sollte jeder die sogenannte Grüne Versicherungs­karte sowie den Europäischen Unfall­bericht dabeihaben, sagt der ADAC.

Grüne Versicherungskarte und Europäische Unfallbericht mitnehmen

Zwar ist die Grüne Versicherungs­karte in der EU und einigen weiteren europäischen Ländern nicht mehr vorgeschrieben, wichtig ist sie dennoch. Außerdem ist sie nicht mehr grün, sondern jetzt weiß. Sie wird auch per Mail verschickt und kann zu Hause ausgedruckt werden. Auf ihr sind Informationen zum Halter und zur Versicherung des Autos eingetragen. Die „Internationale Versicherungs­karte für den Kraf­tverkehr“, wie sie korrekt heißt, bekommen Autofahrer bei ihrer Kfz-Versicherung.

Der Europäische Unfall­bericht ist international einheitlich gestaltet und zwei­sprachig. Jeder Beteiligte kann in seiner Sprache die Unfalldaten und wichtige Fakten eintragen. Zusätzlich zu einer Skizze im Unfall­bericht sind immer Fotos vom Unfallort und den Schäden zu empfehlen. Der ausgefüllte Bericht sollte dann so schnell wie möglich an den Kfz-Versicherer geschickt werden.

Zentrale Telefonnummer hilft

Kommt der Unfall­gegner aus einem EU-Mitglieds­land oder Andorra, Island, Liechten­stein, Monaco, Norwegen, der Schweiz oder dem Vereinigten Königreich, können sich Geschädigte an den Schaden­regulierungs­beauftragten der ausländischen Versicherung in Deutschland wenden. Dieser lässt sich über den Zentralruf der Auto­versicherer heraus­finden, so der Tüv Thüringen. Aus dem Ausland ruft man dafür die Nummer +49 40 300 330 300 an. In Deutschland ist es die kostenfreie Serviceruf­nummer 0800 250 260 0.

Kommt der Unfall­gegner allerdings aus einem anderen Land als den genannten, muss der Schaden bei der ausländischen Versicherung im Herkunfts­land geltend gemacht werden. Das kann laut Tüv schwierig werden, eventuell sei ein Verkehrs­rechts­anwalt von Vorteil, der im Unfallland tätig werden können muss. Der Schaden wird nach dortigem Recht reguliert.

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Komfortable Variante: Auslandsschadenschutz

Wer öfter ins Ausland fährt, für den lohnt sich laut ADAC ein Auslands­schaden­schutz, der in die Kfz-Haftpflicht­versicherung eingeschlossen werden kann. Bei einem unverschuldeten Verkehrs­unfall im Ausland übernimmt dann der Kfz-Versicherer die komplette Schaden­abwicklung - und zwar so, als sei der Unfall in Deutschland passiert.

Das heißt konkret

Der Versicherte bekommt sein Geld vom heimischen Versicherer und kann alle Ansprüche nach deutschen Standards geltend machen, etwa Schmerzens­geld, Wert­minderung, Nutzungs­ausfall oder Mietwagen. Der Auslands­schaden­schutz gilt zumeist in der EU und - mit wenigen Ausnahmen - in ganz Europa. Er kostet in der Regel zwischen 10 und 20 Euro im Jahr.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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