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Arzthaftungsrecht und Schadensersatzrecht | 04.04.2019

Behandlungs­fehler

Verdacht auf ärztliche Behandlungs­fehler: Was Patienten tun können

Patienten sollten beim Verdacht eines Behandlungs­fehlers nicht zu lange mit der Anmeldung von Ansprüchen warten

Machen Ärzte einen Fehler, haben Patienten womöglich Anspruch auf Schaden­ersatz und Schmerzens­geld. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu im Überblick, beantwortet von der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen und dem Bundes­gesundheits­ministerium.

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Was sind Behandlungsfehler?

Fehler­quellen gibt es viele - nicht nur bei Therapie oder Operation. Auch bei einem Beratungs- oder Aufklärungs­gespräch kann etwas schief gehen, eine Diagnose kann falsch sein, Hygiene­standards können verletzt werden. Und natürlich können statt Ärzten auch Pfleger oder Hebammen zum Beispiel einen Fehler machen.

Was mache ich, wenn ich den Verdacht habe, dass ein Fehler passiert ist?

Vor allem nicht ewig warten: Nach drei Jahren verjähren die Ansprüche. Das Ministerium empfiehlt zunächst ein Gespräch mit dem Arzt. Vielleicht lassen sich Miss­verständnisse oder Fragen dann direkt klären. Bei der Gelegenheit können Patienten auch Einsicht in ihre Patienten­akte verlangen. Den darf der Arzt nur in Ausnahme­fällen verwehren.

Das Gespräch hat nichts gebracht - und der Verdacht erhärtet sich. Was nun?

Dann sollten Patienten sich Unterstützung holen. Ansprech­partner dafür ist in der Regel die Kranken­kasse. Alternativ können sich Betroffene zum Beispiel an die Unabhängige Patienten­beratung oder an Selbst­hilfe-Organisationen wenden. Kranken­häuser haben oft auch eigene Beschwerde­stellen für Patienten.

Wie geht es dann weiter?

Die Kranken­kasse kann bei Verdacht auf einen Behandlungs­fehler ein Gutachten in Auftrag geben. Stellt der MDK (Medizinischer Dienst der Kranken­versicherung) tatsächlich einen Fehler fest, können Patienten vor Gericht ziehen. Alternativ haben Ärzte- und Zahnärztek­ammern oft eigene Gutachter und Schlichtungs­stellen. Die Teilnahme an den entsprechenden Verfahren ist für Patienten meistens kostenlos.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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