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Arbeitsrecht | 14.08.2020

Vermögens­wirksame Leistungen

Vermögens­wirksame Leistungen: Sparen mit Extra-Geld vom Chef

Ein Überblick über die Möglichkeiten

Es ist Geld, das sich Arbeit­nehmer nicht entgehen lassen sollten: Vermögens­wirksame Leistungen. Den Betrag können Beschäftigte unterschiedlich anlegen - ein Überblick über die Möglichkeiten.

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Viele Arbeitgeber helfen ihren Beschäftigten beim Sparen. Denn neben Lohn oder Gehalt gibt es vom Chef oft noch Monat für Monat Extra-Geld: Vermögens­wirksame Leistungen (VL). „Je nach Branche und Region geht es pro Beschäftigten um bis zu 40 Euro im Monat“, sagt Helena Klinger vom Institut für Finanz­dienst­leistungen (iff) in Hamburg.

Zahlung durch Arbeitgeber auf freiwilliger Basis

Vermögens­wirksame Leistungen zahlen Arbeitgeber auf freiwilliger Basis. Oft sind sie dazu aber auch per Tarif­vertrag, per Arbeits­vertrag oder per Betriebs­vereinbarung verpflichtet. Den jeweiligen Betrag überweist der Arbeitgeber nicht mit dem Lohn oder Gehalt, sondern direkt in eine vom Arbeit­nehmer bestimmte Sparanlage.

Regulär zahlt der Arbeitgeber sechs Jahre lang ein, im siebten Jahr ruht das Geld. Nach Ablauf der Frist können Beschäftigte die Sparanlage auflösen oder teils selbst einzahlen. „Wer diese Chance nicht nutzt, verspielt die Chance, in sechs bis sieben Jahren einen mittleren Betrag anzusparen“, sagt Juliane Weiß vom Bundes­verband deutscher Banken in Berlin.

Wie also vorgehen?

Wer bislang keine VL-Leistung bekommt, sollte ihre Firma fragen, ob es das Extra gibt. Ist dies der Fall, gilt es einen Sparvertrag nach Wahl abzuschließen. Hat der Arbeitgeber die Bestätigung über den Vertrag, kann es losgehen. Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Bauspar­vertrag: Wer ein Haus bauen, eine Wohnung kaufen oder seine Immobilie sanieren möchte, für den bietet sich ein Bauspar­vertrag an. Der Nachteil: Für die Ein­zahlungen gibt es relativ wenig Zinsen. Allerdings sichert sich der Sparer einen günstigen festen Zins für ein späteres Darlehen.

Bei Bauspar­verträgen ist auch ein Darlehens­verzicht möglich. In dem Fall wird das Guthaben ausgezahlt. „Mitunter stocken einige Anbieter bei einem Darlehens­verzicht den niedrigen Guthaben­zins durch einen Bonus oder einen Bonuszins auf“, berichtet Klinger.

Wer den Ertrag aus einem Bauspar­vertrag doch nicht zur Finanzierung einer Immobilie nutzen möchte, kann den Anspruch auf das zinsfeste Darlehen an einen Angehörigen weitergeben. „Die Über­tragung liegt zwar im Ermessen der Bauspar­kasse, doch in der Regel stimmt diese zu“, sagt Weiß.

  • Bank­sparplan: Wer auf Sicherheit setzen will, liegt mit einem Bank­sparplan für ihre VL-Leistungen richtig. Sechs Jahre lang fließen die VL-Leistungen auf das VL-Konto, dann ruht der Vertrag ein Jahr. „Es gibt einen Basiszins und zusätzlich am Ende der Laufzeit in aller Regel eine Prämie“, erklärt Klinger.

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Der Vorteil:

Ein Minus wie bei Aktienfonds ist nicht möglich. Der Nachteil: Die Zinsen sind überschaubar. Sollte das Geld­institut Insolvenz anmelden müssen, sind die Guthaben durch die gesetzliche Einlagen­versicherung bis 100 000 Euro gesichert.

  • Wertpapier­sparen: „Wer sich für einen Wertpapier-Sparplan entscheidet, kann von hohen Renditen profitieren“, erklärt Weiß. Wie beim Bank­sparplan fließt der VL-Betrag sechs Jahre in den Vertrag, ein Jahr ruht er dann. „Ein Sparplan auf globale Aktien ist eine Chance, um durchschnittlich zehn Prozent Rendite zu erzielen - so sieht die Entwicklung der vergangenen Jahre aus“, so Weiß.

Aber eine Garantie für die Zukunft gebe es natürlich nicht, so die Sprecherin des Banken­verbands. „Klar muss Arbeit­nehmern bei dieser VL-Sparoption sein, dass es am Aktienmarkt ein ständiges Auf und Ab gibt“, betont Klinger. Sind die Aktienkurse nach Ablauf der sieben Jahre niedrig, kann es sich rechnen, auf eine Kurs­erholung zu warten.

  • Tilgungs­option: Arbeit­nehmer können VL-Leistungen auch dazu nutzen, bereits vorhandene Bauspar- und Bank­darlehen zu tilgen. Bei dieser Variante bekommt der Kredit­nehmer die VL-Beträge auf sein eigenes Konto überwiesen.

Die Bank bestätigt schriftlich, dass der Arbeit­nehmer mit den VL-Leistungen seine Schulden tilgt. Dieses Schreiben legt der Beschäftigte seinem Arbeitgeber vor. „Es ist aber auch möglich, die VL-Leistungen direkt auf das Darlehens­konto überweisen zu lassen“, erklärt Weiß.

Bei Bau­spar­darlehen ist das oft kein Problem, da Kredit­nehmer in aller Regel eine Sonder­tilgungs­option haben. Bei laufenden Hypotheken­darlehen sollten Verbraucher mit ihrer Bank sprechen.

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Arbeitnehmersparzulage für Geringverdiener

Wer von seinem Arbeitgeber Vermögens­wirksame Leistungen bekommt, erhält unter bestimmten Voraus­setzungen für seine Sparanlage zusätzlich auch noch Geld vom Staat. Das ist die sogenannte Arbeit­nehmer­spar­zulage.

Ob im Einzelfall ein Anspruch darauf besteht, hängt vom zu ver­steuernden Jahres­einkommen ab. „Für Bauspar­verträge oder einen zu tilgenden Baukredit liegt bei Ledigen die Grenze bei 17 900 Euro, bei Ehepaaren sind es 35 800 Euro“, sagt Helena Klinger vom Institut für Finanz­dienst­leistungen (iff) in Hamburg. Hier beläuft sich die Zulage auf neun Prozent, die maximale Höhe der Förderung beträgt dann rund 43 Euro im Jahr.

Fließen die VL-Beiträge in einen Aktienfonds­sparplan, beläuft sich die staatliche Förderung auf bis zu 80 Euro pro Jahr - falls das zu ver­steuernde Jahres­einkommen bei 20 000 Euro (Ledige) oder bei 40 000 Euro (Ehepaar) liegt.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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