wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Wohnungseigentumrecht | 25.03.2019

Wohn­eigentum

Verwalter muss bei Verkauf der Eigentums­wohnung meist zustimmen

Zustimmungs­pflicht von Verwalter oder Eigentümergemeinschaft muss in Teilungs­erklärung verankert sein

Eigentümer können nicht immer ohne weiteres ihre Wohnung verkaufen. Oft müssen sie dafür erst den Verwalter oder die Gemein­schaft der Eigentümer fragen. Ein Blick in die Teilungs­erklärung gibt dazu Auskunft.

Werbung

Angenommen, ein Eigentümer möchte seine Wohnung verkaufen. Dann kann er nicht immer frei entscheiden, wer das Objekt bekommt. Oft ist dafür die Zustimmung des Verwalters oder der Eigentümer­gemeinschaft nötig. „Wenn dem so ist, dann ist dies in der Teilungs­erklärung festgelegt“, sagt Julia Wagner vom Eigentümer­verband Haus & Grund Deutschland.

Wohnungsverkauf oft nur mit Zustimmung des Verwalters

Steht ein Wohnungs­verkauf an, sollten Eigentümer zunächst prüfen, ob und wer alles zustimmen muss, rät Annett Engel-Lindner vom Immobilien­verband Deutschland IVD. Sehr häufig vereinbaren in solchen Fällen Eigentümer­gemeinschaften eine sogenannte Verwalter­zustimmung. Der Verwalter muss für den Verkauf also grünes Licht geben.

Hintergrund dieser Regel ist: Die bisherigen Eigentümer sollen davor bewahrt werden, dass ein wirtschaftlich unzuverlässiger Käufer in die Gemein­schaft eintritt, erläutert Edeltraud Reitzer vom Verband Wohn­eigentum. Diese Regelung sei gerade für kleinere Gemeinschaften sinnvoll. Ist ein Käufer etwa nicht in der Lage, sein Hausgeld zu zahlen, geht dies zulasten aller Eigentümer.

Um dieses Risiko zu beschränken, hat der Verwalter im Auftrag der Eigentümer­gemeinschaft das Recht, den Verkauf einer Wohnung an einen unzuverlässigen Käufer zu blockieren. Voraus­gesetzt, es in der Teilungs­erklärung ist seine Zustimmungs­pflicht verankert.

Bonitätsprüfung des neuen Miteigentümers

Wie gehen Eigentümer einer Wohnung also vor, wenn sie für den Verkauf die Zustimmung des Verwalters brauchen? „Der Eigentümer schickt ein Schreiben an den Verwalter, umreißt seine Pläne und nennt ihm Name sowie Adresse des Kauf­interessenten“, erläutert Julia Wagner. Der Verwalter hat dann die Aufgabe, etwa über eine Anfrage bei einer Auskunftei die Bonität des potenziellen Käufers zu prüfen.

Allzu viel Zeit lassen darf er sich dabei nicht. Der Verwalter ist angehalten, das Anliegen unverzüglich zu klären. Laut Julia Wagner bedeutet dies innerhalb von drei bis vier Wochen. „Die Eigentums­übertragung wird erst wirksam, wenn die Zustimmung des Verwalters erteilt wurde“, sagt Julia Wagner. Ein vorher erfolgter Verkauf ist unwirksam.

Verweigert der Verwalter die Zustimmung zu Unrecht oder verzögert er sie grundlos, kann es für ihn teuer werden. „Dann kann der Verkäufer vom Verwalter Schaden­ersatz verlangen“, erklärt Annett Engel-Lindner.

Werbung

Gründe für Verweigerung der Zustimmung

Der Verwalter darf den Verkauf der Wohnung an eine bestimmte Person nur aus einem triftigen Grund ablehnen. Neben der Zahlungs­unfähigkeit nennt Reitzer einen weiteren Grund: „fort­gesetzte Verstöße des Kauf­interessenten, der bisher Mieter war, gegen die Hausordnung“. Wenn sich der Interessent beispiels­weise weigert, diese einzuhalten und beharrlich gegen das dort festgelegte Tierhalte­verbot verstößt. Der Verwalter kann auch seine Zustimmung verweigern, wenn der neue Eigentümer die vier Wände unzulässig nutzen will - etwa als Bordell.

Er kann seine Zustimmung nicht versagen, wenn der ehemalige Mieter etwa „in einzelnen Fällen eine Tür zu laut geschlagen oder das Radio zu laut bedient hat“, erklärt Julia Wagner. Auch Meinungs­verschiedenheiten, etwa zwischen dem Verwalter und dem Erwerber - sind kein Grund, zum beabsichtigten Kauf Nein zu sagen.

Die Zustimmung zum Verkauf muss der Verwalter persönlich beim Notar abgeben. Dieser steht später in der Pflicht, neue Eigentümer mit Informationen zu versorgen, ihnen etwa den Wirtschafts­plan zuschicken sowie den anderen Wohnungs­eigentümer den Wechsel mitzuteilen.

Kosten der Zustimmung

Die Kosten für die Zustimmung muss meist der Käufer der Wohnung zahlen. In der Praxis führt dies immer wieder zu Streit. „Daher sollten sich Verkäufer und Erwerber im Vorfeld einigen, wer für die Kosten aufkommt“, rät Edeltraud Reitze.

Die Verwalter­zustimmung hat auch Schwächen: Denn es ist nicht leicht zu entscheiden, ob ein Interessent in die Eigentümer­gemeinschaft passt oder nicht - insbesondere, wenn der Verwalter die Person zum ersten Mal sieht. Auch eine sichere Prognose zur Zahlungs­fähigkeit ist oft kaum möglich. Das Problem hat auch der Gesetzgeber erkannt.

Werbung

Eigentümergemeinschaft kann Verwalterzustimmung aufheben

Seit 2007 können Mitglieder einer Eigentümer­gemeinschaft eine bestehende Veräußerungs­beschränkung - also die Verwalter­zustimmung - aufheben. Dafür brauchen sie eine Stimm­mehrheit. Erst dann kann die Veräußerungs­beschränkung im Grundbuch gelöscht werden, erklärt Engel-Lindner. Vorab müssen der Vorsitzende der Versammlung und gegebenenfalls des Beirats sowie ein Eigentümer den Beschluss noch unterschreiben - und das Dokument muss öffentlich beglaubigt werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6337

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Fahrverbot

Fahrverbot vermeiden: Spielen Sie auf Zeit

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[18.04.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn unserer heutigen Ausgabe möchte ich davon berichten, welche Möglichkeiten Sie bezüglich eines drohenden Fahrverbots haben, wenn es eigentlich keine Möglichkeit mehr gibt.

Rechtsanwalt Philipp Neumann

Abgas­skandal

Daimler AG: 60.000 Mercedes GLK CDI 220 der Abgasklasse Euro 5 manipuliert?

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[17.04.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Daimler AG steht unter Verdacht, die Software von 60.000 Mercedes GLK CDI 220 der Abgasklasse Euro 5 manipuliert zu haben.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

SOKA-Bau

Maler­arbeiten und Hausmeister­tätigkeiten: Kann die SOKA-Bau dafür Beiträge verlangen?

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[16.04.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWenn die Sozialkasse klagt, sind die Arbeits­zeiten entscheidend.

Rechtsanwalt Gerald Freund

Auslands­vermögen

Spaniens Steuer­erklärung zum Auslands­vermögen Modelo 720 - Sitzen Sie auch auf einer Zeitbombe?

RechtsanwaltGerald Freund

[15.04.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Modelo 720, die 'Declaración sobre bienes y derechos situados en el extranjero', ist eine der umstrittensten steuerlichen Verpflichtungen, die in Spanien residente Personen zu erfüllen haben.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

firmensuche24.net: Firmensuche24 stellt Rechnung für Standard Plus Eintrag

RechtsanwaltRobert Binder

[12.04.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Firmensuche24 stellt wegen eines Standard Plus Eintrags Rechnungen, die mit Gesamtkosten von 984,00 Euro netto verbunden sind.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Abgas­skandal

Viereinhalb Jahre Diesel­skandal im Hause VW und kein Ende in Sicht

RechtsanwaltGuido Lenné

[11.04.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternVor etwa viereinhalb Jahren wurde bekannt, dass der von VW entwickelte Motor „EA189“, der in zahlreichen Fahrzeugen von VW – aber auch bei Audi, Skoda und Seat – verbaut wurde, eine illegale Abschalt­einrichtung enthält.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Berufs­unfähigkeit durch Unfall

Die Besonderheiten bei Eintritt der Berufs­unfähigkeit durch einen Unfall

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[10.04.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn unserem heutigen Rechtstipp informiere ich Sie über die Besonderheiten bei Eintritt der Berufs­unfähigkeit durch einen Unfall und die Durch­setzung Ihrer Ansprüche aus einer privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Aufklärungsp­flicht

Anlage­beratung: Abgelehnte Prospekt­lektüre entbindet Anlage­berater nicht von Aufklärungsp­flicht

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[09.04.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWährend den Gesprächen über die Anlage mit dem Berater erhalten die meisten Kunden der Banken und Sparkassen die Wertpapier- bzw. Produkt­prospekte. Diese enthalten allen wesentlichen Informationen über das Anlage­produkt, das gekauft werden soll. Dieses Prospekt wird jedoch von den meisten Kunden als reiner Papierkram verstanden und ist ihnen daneben auch zu umfangreich und unverständlich.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6337
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!